Essbare Pilze

Diese 10 Pilzsorten sind genießbar

Der Herbst lädt mit den bunt gefärbten Blättern zum Waldspaziergang ein. Dort kann man dann auch gleichzeitig leckere essbare Pilze sammeln. Doch dabei ist Vorsicht geboten! Denn viele essbare Pilze haben giftige Doppelgänger.

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Diese 10 Pilzsorten sind genießbar

Wenn die Temperaturen noch relativ angenehm sind und es bereits die ersten Regenschauer gab, herrschen die perfekten Bedingungen für Pilze. Ob auf Wiesen oder im Wald: Überall sieht man dann die ersten jungen Pilze sprießen. Aber nicht alle Pilzarten sind essbar. Wenn Sie sich durch unsere Bildergalerie klicken, finden Sie die 10 leckersten essbaren Pilze.

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Wo wachsen essbare Pilze?

Frisch gesammelte Speisepilze kann man wunderbar zubereiten und genießen. Aber wo finde ich essbare Pilze?

Es gibt nicht den einen Standort an dem Pilze wachsen. Denn verschiedene Pilze bevorzugen verschiedene Bedingungen. Während z.B. Maronen unter Kiefern und Fichten zu finden sind, gedeihen Pfifferlinge besser in Laub- und Nadelwäldern. Pilze, wie z.B. der Wiesen-Champignon, wachsen, wie der Name schon verrät, auf Wiesen und Weiden. Selbst im eigenen Garten, in Parks oder sogar am Straßenrand kann man essbare Speisepilze finden.
Praxistipp: Im Park oder am Straßenrand sollten Sie keine Pilze sammeln. Denn diese können durch Pestizide oder Abgase mit Schadstoffen belastet sein.

Und gibt es Orte, an denen man keine Pilze sammeln darf? Ja, die gibt es. In Nationalparks und Naturschutzgebieten ist das Sammeln von Pilzen tabu.

Bis wann Pilze sammeln?

Die Hochzeit zum Pilze sammeln sind die Herbstmonate September und Oktober. Doch heimische Speisepilze kann man eigentlich das ganze Jahr über ernten. Denn bereits im April kann man schon die ersten Pilze entdecken. Dann sprießt der beliebte Steinpilz. Und auch im Frühsommer gibt es Pilze, die essbar sind. Der Pfifferling zählt dabei wohl zu den beliebtesten Speisepilzen. Normalerweise ist ab November die Pilzsaison vorbei. Doch hartnäckigere Sorten wie z.B. den Steinpilz kann man auch dann noch finden und sammeln.

Pilze kennt jeder. Aber wie gut kennen Sie sich mit Pilzen aus? Die 7 verblüffende Fakten aus dem Video wussten Sie bestimmt noch nicht:

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Praxistipp: Der Gemeine Samtfußrübling wächst auch im Winter. Daher wird er auch Winterpilz oder Schneepilz genannt. Er wird vor allem von Pilzkennern gesammelt, da diese ihn gut unterscheiden können. Wer den Pilz einmal probieren möchte, kann im Supermarkt nach Enoki suchen. Unter diesem Namen wird der Winterpilz vor allem in Japan kultiviert.

Essbar: Was sind die besten Speisepilze?

Nun wurden bereits schon ein paar Pilzarten genannt. Doch welche Speisepilze wachsen in Deutschland? Welche sind giftig? Und was gibt es hier für essbare Pilze?

Zu den beliebtesten Pilzen, die im Herbst wachsen und die essbar sind, gehören vor allem diese Sorten:

  • Steinpilz
  • Eierschwammerl 
  • Herbst-Trompete
  • Krause Glucke
  • Champignon
  • Birkenpilz
  • Maronen-Röhrling
  • Pfifferling
  • Stockschwämmchen
  • Violetter Rötelritterling

Praxistipp: Weitere Pilze, die Sie essen können, finden Sie in der Bildergalerie oben. Dort beschreiben wir auch, wie Sie die Pilze erkennen.

Wie viele essbare Pilzarten gibt es?

In Deutschland gibt es etwa 2.500 verschiedene Pilzarten. Doch davon sind natürlich nicht alle essbar. Nur circa 200 Sorten kann man essen. Aber was passiert, wenn man einen giftigen Pilz isst? Während einige Pilze, die giftig sind, ungenießbar sind und Magen-Beschwerden auslösen (z.B. der Doppelgänger des Steinpilzes), können andere giftige Sorten sogar tödlich sein. Dazu gehören z.B. der giftige Knollenblätterpilz und der Gift-Häubling. Da Sie also einem hohen Risiko ausgesetzt sind, sollten Sie beim Pilze sammeln sehr vorsichtig sein.

Wie erkenne ich ob der Pilz essbar ist?

Als unerfahrener Sammler ist es nicht ganz einfach essbare Speisepilze von giftigen Pilzen zu unterscheiden. Doch es gibt ein paar Tipps, die helfen können.

Pilze bestimmen mit Experten

Besonders dann, wenn man das Sammeln von heimischen Pilzen gerade erst für sich entdeckt hat, hilft es, wenn man einen Experten dabei hat. Auf Pilz-Lehrwanderungen zeigt dieser, worauf man bei den Pilzen achten muss und woran man giftige Sorten erkennen kann. Dabei wird auch auf den Hut, den Stiel und die Lamellen eingegangen. Am Ende werden die gesammelten Pilze meist geteilt.

Praxistipp: Einige Spürnasen können sogar am Geruch erkennen, ob sich in der Nähe Pilze befinden!

App hilft beim Pilze sammeln

Mittlerweile gibt es für jede Lebenslage eine App. So auch fürs Pilze sammeln. Mit einer App können Sie die wichtigsten Merkmale mit dem gefundenen Pilz abgleichen und erkennen. Die Pilz-Apps verraten dabei auch noch wichtige Grundkenntnisse, die jeder Anfänger wissen sollte.
Praxistipp: Auch mit einer App oder Fotos kann man sich täuschen. Wenn Sie sich bei den Pilzen nicht zu 100 Prozent sicher sind, ob sie ungiftig sind, sollten Sie diese lieber nicht sammeln.

Bücher zum Pilze erkennen

Wer die Pilze ganz klassisch unterscheiden möchte, kann sich auch ein Pilz-Buch besorgen. Hier erfahren Sie, wie die Lamellen, der Hut oder der Stiel auszusehen haben. Aber auch hier ist die Gefahr von ungenießbaren oder sogar giftigen Doppelgängern recht hoch.

Welche Pilze kann man nicht verwechseln?

Das Sammeln von Pilzen ist nicht ganz ungefährlich. Denn, wie bereits erwähnt, haben viele Speisepilze einen Doppelgänger. Aber gibt es auch essbare Pilze, die man nicht verwechseln kann? Es gibt kaum Pilze, die nicht verwechselt werden können. Wenn Sie jetzt erst anfangen Pilze zu sammeln, sollten Sie sich auf Pilze konzentrieren, die im Zweifelsfall zumindest kein tödliches Gift enthalten. Viele Pilze, die nicht essbar sind, enthalten ein Gift, welches Sie rechtzeitig bemerken, wenn Sie aufmerksam sind: Häufig schmeckt man meist schon bei geringen Mengen, dass die Pilze bitter schmecken.

Wenn Ihre Pilze bitter schmecken, kann es zwei Gründe geben. Bei gekauften Pilzen liegt es vermutlich an der falschen Pilz-Zubereitung. Gerade Pfifferlinge sollten Sie erst kurz vor dem Servieren salzen und nicht zu heiß braten. Bei selbst gesammelten Pilzen kann es aber daran liegen, dass Sie falsche bezihungsweise giftige Pilze gesammelt haben. Wenn Sie sich unsicher sind, sollten Sie die Pilze nicht essen!

Wie essbare Pilze transportieren?

Wenn Sie sich auf die Pilzsuche machen, sollten Sie ein kleines Küchenmesser und einen Korb dabei haben. In dem Korb können die Pilze locker liegen und das Fleisch wird nicht zerquetscht. Mit dem Messer schneiden Sie den Stiel ein paar Zentimeter über dem Boden ab. Junge und ältere Exemplare lassen Sie besser stehen.

Pilze kaufen: Frische Pilze erkennen

Wenn Sie Pilze im Supermarkt kaufen, müssen Sie immerhin keine Angst haben, dass sie giftig sind. Aber vor allem beim Einkaufen können Ihnen auch ältere Pilze begegnen. Ob die Pilze dann noch schmecken, können Sie bereits vor dem Kochen herausfinden. Dafür sollten Sie z.B. auf den Stiel achten. Ist dieser ausgetrocknet, sollten Sie den Pilz nicht kaufen. Außerdem sollte das Fleisch des Pilzes hell und fest sein. Insgesamt ist ein praller, saftig aussehender Pilz (der natürlich keinen sichtbaren Schimmel aufweist) perfekt geeignet. Wenn Sie solche Speisepilze kaufen, können Sie sich noch im Supermarkt auf den leckeren Geschmack freuen.
Praxistipp: Wenn Sie die Pilze richtig lagern bleiben Sie auch zuhause länger frisch. Was Sie dabei beachten sollten, erfahren Sie hier >>

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