Pilze selber züchten Schmackhafte Austern-Pilze selber züchten

Diese stattlichen Pilze kommen nicht aus dem Supermarkt, sondern sind selbst gezüchtet. Hier lernen Sie, wie Sie Pilze selber züchten – Schritt für Schritt erklärt!

Der Speisepilz ist eine beliebte und gesunde Beilage zu den unterschiedlichsten Gerichten. Zahlreiche Arten vom Champignon bis hin zu Stein- oder Austernpilzen eröffnen eine vielseitige Geschmackswelt. Pilze züchten muss kein Privileg großer Pilzzucht-Farmen bleiben – praktische Sets zum Pilze züchten erlauben auch Laien den Anbau der leckeren Schirmchen!

Die meisten Kenner wollen sich dabei nicht mit den Supermarktvarianten aus der Konserve oder dem Glas zufrieden geben – frisch gewachsen schmecken die Pilze oft intensiver und feiner. Das selbstständige Pilzesammeln im Wald hingegen sollte man nicht ohne ein gewisses Maß an Fachkenntnis angehen, zumal nicht jeder einen Wald zum Sammeln in unmittelbarer Nähe hat.

Gartengestaltung
Pilze züchten in Haus und Garten

Champignons, Austernpilze und Co. – Der Garten oder ein unbeheizter Keller sind ideal für die Pilzzucht

 

Anleitung: Pilze selbst züchten

Direkt zur Bauanleitung

Trotzdem müssen auch Laien oder Stadtbewohner nicht auf das Geschmackserlebnis erntefrischer Pilze verzichten. Diese lassen sich nämlich ganz einfach selbst züchten. Die Grundlagen dafür gibt es in handlichen Boxen oder Tüten – ökologisch zertifiziert. Wenn es um die Umgebung geht, mag es die Pilzbrut in der Durchwachsungsphase warm und feucht. So eignet sich zum Beispiel das Badezimmer hervorragend für diesen Zeitraum. Anschließend empfiehlt es sich, die Außentemperatur für die Zucht abzusenken, damit sich aus dem weißen Pilzmyzel die Fruchtkörper bilden können. In dieser Phase haben sich Kellerräume als geeigneter Standort erwiesen. Wichtig in der gesamten Zuchtzeit ist, dass eine ausreichende Feuchtigkeit gewährleistet bleibt, sowohl durch die Umgebung als auch durch regelmäßiges Nachgießen. Die Pilztrauben werden komplett abgeschnitten.

 

Pilzzucht – in der Kiste oder der Tüte

Klassischerweise werden Pilzsamen in einem größeren Behältnis angezüchtet. Es wird ein nährstoffreiches Substrat benötigt, um den Pilzchips einen geeigneten Nährboden zu bieten. In diesem Fall wurden biozertifizierte Weizenstrohbriketts verwendet, die das zugegebene Wasser aufnehmen und speichern.
Pilze züchtenPraxistipp: Für Austernpilz-, Rosenseitling- oder Pioppinozuchtsets (ab ca. 15 Euro) gibt es eine simple Substratalternative: Alter Kaffeesatz, der mit der Pilzbrut im Verhältnis 6:1 durchmischt wird. Bereits nach wenigen Wochen bilden sich in einem mit Deckel verschlossenen Topf erste Fruchtkörper. Außer mit diesen und weiteren Zuchtsets können fortgeschrittene Pilzliebhaber die leckere Beilage natürlich auch im heimischen Garten züchten. Als Nährboden dienen hierfür unter anderem Stroh oder Holz. Dafür sind allerdings Fachkenntnisse erforderlich und der Erfolg ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig, die Sie oft nicht beeinflussen können. Auch eine „Impfung“ eines Holzstammes ist möglich – hierzu finden Sie ausführliche Anleitungen und Tipps unter www.pilzmaennchen.de.

Normalerweise ist es kein gutes Zeichen, wenn aus einer Verpackung Pilze sprießen, doch in diesem Fall ist das genau so gewollt. Der Inhalt der wiederverschließbaren Pilzzuchttüte muss lediglich „aktiviert“ werden – schon wachsen schmackhafte Speisepilze (in diesem Fall Austernpilze) aus einem gezielten Einschnitt in der Tüte heraus. Was im Einzelnen zu beachten ist, erfahren Sie in der Bildergalerie oben.

Quelle: selbst ist der Mann 1 / 2019

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