Das Igelhaus

Vor allem in der kalten Jahreszeit bedürfen Igel unserer Hilfe. In komfortablen Igelhäusern finden sie Schutz. Wann und wo Sie ein Igelhaus aufstellen können, lesen Sie in diesem Artikel.

Inhalt
  1. Igelhaus: Wann und wo aufstellen?
  2. Mit was befülle ich ein Igelhaus?
  3. Igelhaus säubern
  4. Natürliche Winterquartiere erhalten

Unsere Gärten gehören zu den wichtigsten Rückzugsgebieten für Igel in der Stadt. Mit einfachen Mitteln lässt sich dort ein Igelhaus als rettender Unterschlupf einrichten. Je kultivierter unsere Gärten werden, desto schwerer haben es Igel, einen Unterschlupf zu finden. Doch das muss nicht sein. Legen Sie wert auf einen aufgeräumten Garten, findet dort ein kleines Igelhaus sicherlich auch noch Platz. Ob Sie eins kaufen oder selber bauen – einige Dinge sollten Sie immer beachten. Was genau, erfahren Sie hier. Oben im Video sehen Sie außerdem, wie Igel Winterschlaf halten.

 

Igelhaus: Wann und wo aufstellen?

Ideal für alle Igelhäuser sind versteckte, schattige Plätze, möglichst an einem leicht geneigten Hang, sodass Regenwasser ablaufen kann. Der Eingang muss zur wetterabgewandten Seite liegen. Um im Inneren des Igelhauses Schutz zu gewährleisten, sollte es über eine leichte Verwinklung im Inneren verfügen, sodass sich der Igel weit ins Innere zurückziehen kann und besser vor der Witterung geschützt ist. Beim Selberbauen denken Sie daran, nicht das Innere des Igelhauses anzustreichen!

Igel Winterschlaf
Igel suchen im Herbst einen neuen Unterschlupf für den Winterschlaf. Foto: Welzhofer/Hecker
 

Mit was befülle ich ein Igelhaus?

Damit es im Igelhaus schön kuschelig ist, können Sie es mit Stroh befüllen. Meist reicht es aber, wenn Sie in der Umgebung ein wenig Laub auf dem Boden liegen lassen. Die Igel nehmen sich dann selbst Füllmaterial für ihr Winterquartier. Wegen der Bodenfeuchtigkeit stellen Sie das Igelhaus auf Gehwegplatten.
Wichtig: Stören Sie Igel nicht, während sie schlafen! Selbst das kurze Anheben des Deckels kann dazu führen, dass der Igel aus seinem Winterschlaf erwacht. Da es mitten im Winter jedoch kein Futter im Garten gibt, verbraucht er durch die kurze Wachphase gefährlich viel Energie. Sollte er doch einmal erwachen, können Sie den Igel füttern. Dabei sollten Sie ausschließlich spezielles Trockenfutter nutzen.

Gartenpflege
Laubhaufen: Kein Platz für Igel

Laub schützt nicht nur Pflanzen vor Frost, sondern auch viele Tiere suchen dort Schutz

 

Igelhaus säubern

Igel sind häufig mit Parasiten wie Flöhe und Milben befallen, daher sollten Sie das Igelhaus einmal jährlich säubern. Das ist vor allem wichtig, wenn das ganze Jahr über Igel im Garten wohnen. Ansonsten werden die im Sommer geborenen Babyigel sofort von den dort verbliebenen Parasiten befallen. Reinigen Sie das Igelhaus jedoch nur, wenn sich keine Igel darin befinden. Die beste Zeit dafür ist der Mai. Dann haben die meisten Igel ihren Winterschlaf bereits beendet und die Paarungszeit befindet sich erst in ihren Anfängen.
Praxistipp: Befinden sich das ganze Jahr über Igel im Igelhaus, versuchen Sie es ab Mai mit einer Reinigung in den Abendstunden. Dann sind die nachtaktiven Tiere meist außer Haus und Sie können Putzfrau spielen.

Zur Reinigung des Igelhauses entfernen Sie zunächst das alte Nistmaterial und säubern Sie dann die Innenwände mit heißem Wasser und einer Bürste. Niemals chemische Reinigungsmittel verwenden! Vorsicht: Während Flöhe und Milben den Menschen meist nicht befallen, sieht das bei Zecken anders aus. Für viele Sorten ist die Wahl ihres Wirts nicht wichtig. Schützen Sie sich daher während der Reinigung entsprechend und suchen Sie sich danach nach Zecken ab.

Gartenpflege
Winterquartier für Igel bauen

Igelhaus Bauanleitung: Ab Mitte Oktober sind Igel für jeden warmen Unterschlupf dankbar

 

Natürliche Winterquartiere erhalten

Oft reicht es schon aus, natürliche Verstecke zu erhalten. So sollte man Reisig nicht verbrennen, sondern als Haufen stapeln. Oder zusammengerechtes Laub unter den Schuppen stecken. Sie können aber auch auf einen Laubhaufen reichlich Astwerk und Reisig schichten. Darüber spannen Sie dann eine Plastikplane (als Schutz vor Durchfeuchtung), deren vier Zipfel am Boden mit Steinen beschwert werden. Die Plane verstecken Sie unter weiterem Reisig.
Praxistipp: Für das vielleicht simpelste Igelhaus, lehnen Sie einfach ein Brett an eine Hauswand und füllen es mit viel Nistmaterial. Dafür eignen sich Haferstroh oder trockenes Laub. Heu hingegen nicht, es schimmelt leicht.

Quelle: selbst ist der Mann

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