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Geht auch ganz einfach:

Adventskranz

Ein Adventskranz gehört zur Vorweihnachtszeit wie das Christkind zu Weihnachten. Die typischen Tannenkränze kann man einfach beim Floristen des Vertrauens kaufen – oder ganz einfach selbst binden!

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Inhalt
  1. Wer hat den Adventskranz erfunden?
  2. Wo kann man einen Adventskranz kaufen?
  3. Was tun, damit der Adventskranz nicht nadelt?
  4. Wie lange kann ich den Adventskranz stehen lassen?

Sie wünschen sich mehr Ideen für Adventskränze: Wir haben für Sie einige tolle DIYs zu Adventskränzen zusammenstellt. Darunter auch drei etwas andere Modelle, die zum Hingucker in der Vorweihnachtszeit werden ...

 

Wer hat den Adventskranz erfunden?

Wussten Sie, wer den Adventskranz erfunden hat? 1839 wurde der Adventskranz erstmals von dem evangelisch-lutherischen Theologen Johann Hinrich Wichern eingeführt! Der Kranz war dafür gedacht, dass die armen Kinder, die der Theologe aus Hamburg betreute, nicht mehr fragten, wie lange es noch bis Weihnachten ist.
Übrigens: In der katholischen Kirche ist das Anzünden eines Adventskranzes erst seit 1925 Brauch.

Was symbolisiert der Adventskranz?

Der Adventskranz macht die nahende Geburt Jesu Christus erlebbar: Jeden Sonntag im Advent spendet eine weitere angezündete Kerze auf dem Kranz mehr Licht. Nach christlichem Glauben symbolisiert der Kerzenschein „das Licht der Welt“ (die Geburt des Erlösers). Die zunehmende Helligkeit wird gleichgesetzt mit der wachsenden Vorfreude auf das Weihnachtsfest als Geburtsstunde des Sohn Gottes.

Warum hat der Adventskranz 4 Kerzen?

Am Anfang wurde der Adventskranz wie ein Kalender genutzt und trug noch zwischen 18 und 24 Kerzen. Warum trägt der Adventskranz dann heute nur noch vier Stumpenkerzen?

Adventskranz

Vier Sonntage, vier Kerzen: Heute symbolisiert jede der vier ursprünglich weißen Kerzen auf dem Adventskranz einen der vier Adventssonntage vor Weihnachten. Die kleineren, ehemals roten Kerzen, die jeden Wochentag dazwischen angezündet wurden, findet man heute kaum noch auf einem Adventskranz. In der alten Reetdach-Kate in Hamburg (dem sogenannten Rauhe-Haus), wo sich der Erfinder um Kinder in Not sorgte, steht noch heute ein typischer Wichern-Adventskranz.

Und wie das bekannte Lied besagt, zündet man erst eine, dann die zweite, dann die dritte und zuletzt die vierte Kerze an. Deshalb sind die Stumpenkerzen auch manchmal unterschiedlich groß, weil die erste Kerze am längsten brennen muss. Daher ist auch die Frage "Welche Kerze zündet man zuerst an?" leicht zu beantworten: Die größte zuerst, denn sie brennt am längsten!
Übrigens: In der Kirche wird immer die Kerze, die nach Osten weist, zuerst angezündet (in der Regel die „hintere“, die zur Chor-Apsis ausgerichtet ist). Denn dort, im Morgenland, kam nach christlicher Glaubenslehre mit Jesu Geburt das Licht in die Welt.

 

Wo kann man einen Adventskranz kaufen?

Ab November kann man Adventzkränze – aus reinem Tannengrün zum Selberdekorieren oder bereits fertig geschmückt und mit Kerzen versehen – überall kaufen: Auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt, in Baumärkten und Gartencentern oder klassisch beim Floristen.

Was kostet ein Adventskranz vom Floristen?

Die Preisspanne für einen Adventskranz vom Floristen liegt etwa bei 25 Euro (für einen ungeschmückten, kleinen Kranz aus reiner Blautanne) bis zu …
Nach oben wird der Preis nur durch den persönlichen Geschmack begrenzt: Der Durchmesser des Adventskranzes spielt dabei ebenso eine Rolle, wie der Grad der Dekoration, ob neben Tannengrün noch weitere Pflanzen (Moos, Ilex, Buchs oder sogar Blüten) in den Kranz eingearbeitet sind.

Welches Tannengrün für den Adventskranz verwenden?

Traditionell besteht der Adventskranz aus reinem Tannengrün: meist Weißtanne, Blautanne, Fichte oder Kiefer. Abwechslungsreicher wird diese Weihnachtsdekoration, wenn zusätzliches Material eingearbeitet wird. Dafür eignen sich besonders immergrüne Pflanzen:

  • Ilex / Stechpalme
  • Buchsbaum
  • Wacholder
  • (Schein-)Zypresse
  • Thuja
  • oder auch Olivenzweige

Welches Material für Adventskranz benutzen?

Neben den grünen Zweigen und Ästen braucht man zum Binden eines Adventskranzes noch weitere Materialien – etwa den Strohring, der dem Tannenkranz erst die Form gibt und dessen Durchmesser bestimmt. Heute ersetzen auch Ringe aus Styropor oder wasserspeicherfähigem Steckmoos den klassischen Strohkranz als Unterlage. Immer beliebter werden "nackte" Kränze aus geflochtenen Zweigen – so ein Holzkranz kann jedes Jahr wieder verwendet und neu geschmückt werden.

Wohnen
 

Adventskranz selber basteln

Wir zeigen, wie Sie diesen edel-floralen Adventskranz selber basteln können

Weiterhin benötigt man grünen Bindedraht, Kerzenhalter und Dekomaterial – wie Sie einen Adventskranz selbst basteln, erklärt die Anleitung Schritt für Schritt.

Blitz-Anleitung: Adventskranz basteln

Diesen Last-Minute-Adventskranz können Sie in kurzer Zeit selbst basteln: Wir haben uns als Basis einen Strohkranz genommen und diesen weihnachtlich gestaltet.

  1. Adventskranz bindenMoos auf den Strohkranz legen und mit goldfarbenem Basteldraht festbinden. Dabei die einzelnen Moosteile schuppenartig aneinanderlegen, bis der Kranz komplett umwickelt ist und kein Stroh mehr durchscheint.
  2. Zimtsterne an den gewünschten Stellen auf dem fertig umwickelten Kranz platzieren und mit dem Basteldraht befestigen. Statt echten Keksen können Sie auch weiße Sterne als Deko-Idee benutzen.
  3. Dann ein paar Zimtstangen auf dem Mooskranz arrangieren.
  4. Jetzt die Lärchen- bzw. Kiefernzapfen mit dem goldfarbenen Basteldraht fixieren.
  5. Zum Befestigen der Kerzenhalter stecken Sie gekürzte Schaschlik-Spieße nebeneinander in das untere Kranzviertel. Kerzenleuchter daran klemmen.
  6. Den fertigen Kranz aufstellen und die Kerzen in die Halter stecken.

Materialliste für den Adventskranz: Strohkranz, Moos, Zimtsterne, Zapfen von Lärche oder Kiefer, goldfarbener Draht, Holzspieße, Kerzen, Kerzenhalter.

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Was tun, damit der Adventskranz nicht nadelt?

Wird das Tannengrün trocken, beginnt der Tannenreisig zu nadeln. Dieser Vorgang ist ganz natürlich und kann nicht verhindert werden. Weil ein vorzeitiges Nadeln der Weihnachtsdekoration aber ungewünscht ist, kann man die Tannenzweige von Anfang an täglich mit Wassernebel besprühen, um das Austrocknen in der warmen Wohnung zu verlangsamen.

Alternativ können Sie den Tannenkranz draußen lagern, solange er nicht angezündet auf dem Tisch steht. Das kalte, feuchte Winterwetter ist besser geeignet, das Austrocknen hinauszuzögern als die Heizungsluft im Haus.

Wie kann man den Adventskranz länger frisch halten?

Die Adventszeit hält eigentlich jeder Kranz aus – danach ist er aber auch meist „knüppeltrocken“ und damit auch ein Brandrisiko. Rein optisch wird das Adventsgesteck mit der Zeit immer grauer – weniger Wasser in den Tannennadeln lassen die Farbe verblassen.
Praxistipp: Gegensteuern können Sie von Anfang an, wenn Sie den frisch gebundenen Adventskranz vor dem Dekorieren mit Klarlack einsprühen! Der versiegelt die Oberfläche, sodass Wasser aus den Nadeln kaum noch diffundieren kann. Die glänzende Lackschicht hält den Kranz so bis Weihnachten satt-grün!

 

Vorsicht: Beim Umgang mit offenem Feuer ist immer Vorsicht geboten! Unbeaufsichtigt sollten Sie Kerzen niemals brennen lassen. Praxistipp: Ein kleiner Feuerlöscher – griffbereit gelagert – hat in der Weihnachtszeit schon manchen Wohnungsbrand verhindert. Denn spätestens bei der Frage, welche Versicherung für den Schaden aufkommt, wird man Ihre Sorgfaltspflicht prüfen.

 

Wie lange kann ich den Adventskranz stehen lassen?

Die Dauer wird durch den (frühen) Beginn der Adventszeit bzw. den (späten) Termin des Weihnachtsfestes definiert. Je nach Kalenderjahr kann der 1. Advent früher oder später liegen. Der erste Advent ist immer der vierte Sonntag vor Weihnachten.
Ist der 24. Dezember ein Sonntag, ist der Advent maximal kurz (nur 21 Tage). Der 1. Advent liegt dann auf dem 3. Dezember.
Ist aber der erste Weihnachtsfeiertag ein Sonntag, wird bereits am 27. November der 1. Advent gefeiert, damit noch vier Adventssonntage vor Weihnachten Platz haben – die Adventszeit ist dann maximal lang (=28 Tage).

Ab wann kann man den Adventskranz aufstellen?

Pünktlich zum ersten Advent – also vier Sonntage vor Weihnachten – brauchen Sie den Adventskranz. Also sollten Sie im November beginnen, sich nach einem Adventskranz umzuschauen oder ihn selbst zu machen. Da das Tannengrün in der geheizten Wohnung schnell trocken wird und die Tanne zu nadeln beginnt, holt man den Adventskranz erst so spät wie möglich (meist am Sonnabend vor dem ersten Advent) in die Wohnung.

Bis wann bleibt der Adventskranz stehen?

Nach dem vierten Advent hat der Adventskranz seine Aufgabe erfüllt. In der Regel bleibt der Adventsschmuck noch bis nach den Weihnachtsfeiertagen stehen. Dann sind aber auch meist selbst die dicksten Kerzen abgebrannt! Und wie entsorgt man die Weihnachtsdeko? In welchen Müll gehört der Kranz? Am einfachsten in den Restmüll mit dem Kranz. Gerade wenn Wachsreste, Lamettafäden oder Engelshaar im trockenen Tannengrün kleben, ist der Komposthaufen keine sinnvolle Alternative!

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