Weihnachtskranz basteln

Adventskranz selber binden: So geht's!

Der klassische Adventskranz besteht aus gebundenem Tannengrün: Wie Sie einen Adventskranz selber binden, erfahren Sie hier.

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Adventskranz selber binden: So geht's!

Ein selbst gebundener Tannenkranz muss nicht immer als Adventskranz mit Kerzen genutzt werden – auch als Deko-Objekt in der Wohnung oder als Türkranz ist er ein Hingucker im Advent!

Foto: Blumen.de

Adventskranz selber binden: So geht's!

Dünnes Vliesband um den Strohkranz wickeln.

Foto: Blumen.de

Adventskranz selber binden: So geht's!

Draht um den Kranz wickeln und damit das Tannengrün befestigen.

Foto: Blumen.de

Adventskranz selber binden: So geht's!

Tannengrün dicht an den Kranz legen, so dass der Rohling und Daraht nicht mehr zu sehen ist.

Foto: Blumen.de

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Adventskranz selbst basteln und binden.

Im Handel gibt es ab November viele Rohlinge zu kaufen. Wer aber als Grundlage für seinen Adventskranz ein anderes Grün als Blautanne sucht, verzweifelt schnell.

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Wer Nordmanntanne, Kiefer und Konifere als Basis für den eigenen Adventskranz wünscht, kommt oft nicht umhin, den Adventskranz selbst zu binden. Die Video-Anleitung oben zeigt Schritt für Schritt, wie Sie einen Adventskranz binden.

Welches Material braucht man?

Ehe Sie mit dem Binden beginnen, sollten Sie sich alles benötigte Material und Werkzeuge besorgen und zurechtlegen. Zum Binden brauchen Sie folgendes Material:

  • Kranz-Rohling (Strohkranz, Weidenzweigen, Styropor oder Steckmoos).
    Last-minute-Alternative und dazu sehr günstig: Rohling aus Zeitungspapier Mehrere Lagen einer Zeitung fest zu einer Wurst aufrollen, die Rolle zu einem Kranz formen (ggf. um einen runde Form herumlegen) und mit Klebeband fixieren.
  • ggf. grünes Floristen-Krepp oder Krepppapier zum Umwickeln des Rohlings
  • Triebe von Kiefer, Fichte oder Tanne
  • Praxistipp: dekoratives Grün wie Thuja, Ilex, Misteln, Efeu, Buchs, Eukalyptus oder auch Moos in kleinen Mengen einflechten!
  • grünen Draht
  • Kerzenhalter oder Kerzenteller
  • Deko nach Belieben (Kerzen, Bänder, Weihnachtskugeln, Dekofiguren, Strohsterne, Tannenzapfen, Zimtstangen, getrocknete Orangenscheiben etc.)

Welche Zweige nutzt man?

In den Adventskranz darf, was gefällt! Klassiker sind Fichten oder Weißtannen, aber auch mit Kiefernadeln wirkt ein selbst gebundener Weihnachtskranz sehr hübsch – und riecht herrlich harzig nach Wald! Wer hier sparsam sein will, nimmt Zweige von Nadelbäumen, die im eigenen Garten wachsen. So wird der Grünschnitt sinnvoll weiterverwertet!

Adventskranz binden
Wer keinen Strohkranz hat, kann einen Rohling aus Styropor verwenden. Als Spar-Alternative eignet sich sonst gerolltes Zeitungspapier. Foto: iStock / bozhdb

Bei der Auswahl stellen sich viele die Frage: Welcher Nadelbaum nadelt am wenigsten? Schließlich soll der Adventskranz vier bis fünf Wochen in der warmen Wohnung stehen. Wie schnell die Äste am Tannenkranz ihre Nadeln verlieren, hängt von der Baumart ab: Tannen nadeln in der Regel weniger bzw. später als Kiefern. Die robuste Nordmanntanne, die auch als Weihnachtsbaum beliebt ist, liefert ebenfalls ein gutes Tannengrün! Alternativ können Sie Zweige von Thuja, Wacholder oder Zypressen nehmen. Die immergrünen Pflanzen haben weichere "Nadeln" und bleiben zum Kranz gebunden länger frisch – das nervige Nadeln bleibt Ihnen so erspart!

Wie viele Zweige braucht man?

Wie viele Tannenzweige muss man für einen einzigen Adventskranz kaufen? Die Antwort ist: Erstaunlich viele! Das erklärt auch die z. T. hohen Preise für fertige Tannenkränze.

Adventskranz binden

Wer den Kranz rundherum (also unten auf der Auflagefläche) umwickeln will, muss locker ein Handbund pro 10 cm Ringumfang kalkulieren – eher mehr! Wer das Grün aus dem eigenen Garten beisteuern kann, kann hier viel Geld sparen.

Noch ein Wort zu Zeit und Sorgfalt: Floristen kalkulieren als Faustformel einen Zeitbedarf von einer Minute pro Zentimeter Durchmesser des Kranzes, aber die machen das beruflich! Als Laie dürfen Sie sich ruhig mehr Zeit gönnen.

Wo kann man Tannenzweige kaufen?

Rechtzeitig vor dem Beginn der Adventszeit kann man Tannenzweige bzw. Schnittgrün beinahe überall kaufen: Natürlich beim Floristen, in (Friedhofs-)Gärtnereien und Baumschulen, in Baumärkten oder Gartencentern oder auch auf dem Wochenmarkt und selbst im Lebensmitteleinzelhandel.

Die Zweige aus dem eigenen Garten schneiden Sie am besten am Tag bevor Sie den Weihnachtskranz binden wollen.

Freunde des Mondkalenders raten zudem dazu, die Tannenzweige für den Adventskalender drei Tage vor dem elften Vollmond zu schneiden. Wer nach dem Mond gärtnern möchte, aber den idealen Zeitpunkt verpasst hat, sollte die Schere zumindest in einer Phase zunehmenden Monds ansetzen – je näher am nächsten Vollmond, desto frischer sind die Tannentriebe, desto länger hält der Adventskranz.

Wie bindet man einen Adventskranz?

Mit ein wenig Geschick kann man den Kranz selbst binden und individuell dekorieren. Wer eine Anleitung braucht, kann in hier noch einmal alle Schritte nachlesen:

  1. Waschen und trocknen Sie die Tannenzweige (gerade, wenn sie aus dem Garten stammen) am Tag zuvor. So sind sie sauber, gewässert und zur Weiterverarbeitung bereit!
  2. Schneiden Sie kleine, etwa 5-10 cm lange Zweige, je ein Häufchen pro Tannenart.
  3. Bereiten Sie nun den Rohling vor: Weiße Styropor-Ringe sollten vor dem Binden mit grünem Kreppband umwickelt werden, damit der Rohling später nicht unangenehm durchschimmert!
    Praxistipp: Anfang und Ende vom Kreppband am Rohling festkleben oder mit einer Stecknadel fixieren.
  4. Jetzt befestigen Sie den Bindedraht am Rohling: Blumendraht dazu einmal um den Rohling wickeln und festzwirbeln.
  5. Legen Sie nun schrittweise Tannengrün an und fixieren es mit einer Drahtschlinge. Dabei immer innen beginnen und die Zweige dicht an dicht nach außen anlegen. Auch den Draht führen Sie parallel von innen nach außen!
  6. Jetzt ist Sorgfalt und Fleiß gefragt: Nach und nach "bekleiden" Sie den Rohling. Arbeiten Sie sich in kurzen Strecken von ca. 5 cm "rückwärts" am Ring entlang. Die Stiele müssen zum Schluss unter die Triebspitzen der ersten Lage gesteckt werden – so entsteht ein geschlossener Tannenkranz!
  7. Kerzen befestigen ist eine kniffelige Sache: Am einfachsten stecken Sie Kerzenhalter in den Kranz. Ihr Dorn sorgt meist für ausreichend Stabilität und der Kerzenteller verhindert, dass Wachs in den Kranz tropft.
    Praxistipp: Als günstige Alternative können Sie Kerzenhalter aus festem Draht basteln! Einfach drei gerade Drahtstücke pro Kerze abkneifen, jeweils ein Ende über der Kerzenflamme erhitzen und das heiße Ende mit der Zange in die Unterseite der Stumpenkerze treiben. Die Kerze mit den Draht-Dornen dann in den Adventskranz stecken.
  8. Jetzt kommt die Deko: Womit Sie dekorieren, ist Ihnen überlassen. Von modern bis klassisch ist alles erlaubt und möglich! Wenn Sie mit Christbaumschmuck basteln, wirkt es genauso hübsch!

Die richtige Bindetechnik

Beim Binden ist es wichtig darauf zu achten, dass alles stark überlappend verarbeitet wird. Jeder neue Bund liegt deutlich auf der letzten Lage auf – wie bei Fischschuppen oder Dachziegeln! Als Rechtshänder drehen Sie den Adventskranz stets im Uhrzeigersinn. So legen Sie automatisch frisches Grün auf die zuvor befestigten Tannenzweige und verdecken mit deren Spitzen die nadellosen Astansätze der anderen Zweige. Außerdem bindet man den Tannenkranz stets von innen nach außen: Innen kommen weniger und kürzere Tannenzweige zum Einsatz, ab etwa der Mitte werden die Äste länger und stärker verzweigt, damit auch der größere Außendurchmesser überall mit Tannengrün bedeckt ist.

Praxistipp: Lange Äste machen den Kranz "buschiger". Um ihn eng anliegend zu binden, folgen auf jeden Zweig auf der Innenseite des Rohlings zwei Äste auf der Oberseite und 2 bis 3 auf der Außenseite des Rings. So wird der Kranz schön rund und kompakt.

Wie lange hält sich ein DIY-Adventskranz?

Tannenzweige sind sehr robust und bleiben lange schön. Abgeschnittene Zweige sind nicht unbegrenzt haltbar, da sie von der Wasserversorgung abgetrennt sind. Ein Tannenkranz, der im Garten aufgestellt wird (etwa auf dem Gartentisch oder hängend an der Haustür), bleibt über Monate schön und frisch. Der natürliche Niederschlag hilft, dass die Tannenzweige länger frisch aussehen.

In der Wohnung trocknet die warme Heizungsluft den Adventskranz leider sehr schnell aus. "Gießen" oder tägliches Besprühen der Tannenzweige mit Wassernebel hilft leider nur begrenzt, um die Haltbarkeit zu verlängern. Nach vier Wochen ist der Tannenkranz meist komplett vertrocknet und die Nadeln rieseln bei jeder Berührung. Allerdings ist dann die Adventszeit auch vorbei.
Praxistipp: Weil ein trockener Kranz leicht Feuer fängt, sollte er nie unbeaufsichtigt bleiben, wenn die Kerzen angezündet sind!

Wie kann ich ihn haltbar machen?

Wenn Sie das Tannengrün vor dem Binden über Nacht wässern, ist es ideal auf die kommenden Wochen in der warmen Wohnung vorbereitet. Es verlängert die Haltbarkeit des Tannenkranzes, wenn man den Adventskranz nur "bei Bedarf" in die Wohnung holt und ihn den Rest des Tages draußen (etwa auf der Terrasse) lagert. Die niedrigeren Temperaturen und die Feuchtigkeit halten den Weihnachtskranz frisch.

Praxistipp: Den täglichen Wechsel zwischen draußen und drinnen überlebt der Adventskranz besser, wenn er auf einer stabilen Unterlage (Holzplatte, großer Teller, ...) steht. So lässt er sich leichter transportieren und nadelt weniger.

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