Wildblumenwiese Diese Bienenweide sollten Sie sofort entfernen!

Der Bienen- und Naturschutz ist derzeit in aller Munde. Da klingt die Forderung, eine bienenfreundliche Pflanze zu entfernen, geradezu absurd. Doch diese Pflanze ist kein harmloser Nektarlieferant, sondern brandgefährlich und hochgradig toxisch: der Riesen-Bärenklau!

Bienenfreundliche Pflanzen

Auch wenn Sie noch nie vom Bärenklau gehört haben, gesehen haben Sie ihn garantiert schon einmal. Die über drei Meter hohe Pflanze mit ihren bis zu einem halben Meter breiten Blüten ist schließlich auch kaum zu übersehen. Die auch Herkulesstaude genannte Pflanze stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und wurde Ende des 19. Jahrhunderts als beliebte Bienenweide in Mitteleuropa angesiedelt. Der Riesen-Bärenklau verwilderte jedoch schnell und verdrängt als invasive Art immer mehr heimische Pflanzen. Was für die Bienen gut ist, ist daher in diesem Fall schlecht für die restliche Natur.

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Praxistipp: Besonders Wildbienen sind auf einzelne Pflanzen spezialisiert. Die Ausbreitung des Riesen-Bärenklaus bringt diesen Wildbienenarten daher wenig. Im Gegenteil kann es ihnen sogar schaden, wenn ihre Futterpflanzen vom Bärenklau verdrängt werden.

 

Riesen-Bärenklau: Vorsicht giftig!

Als wäre das noch nicht Grund genug, ist der Riesen-Bärenklau auch noch hochgradig toxisch. Sämtliche Teile der Pflanze enthalten Furocumarine, die in Kombination mit Sonnenlicht einen nässenden Hautausschlag verursachen, der mehrere Wochen anhalten kann. Schwellungen, Entzündungen und Pigmentstörungen sind die Folge. Fieber, Schweißausbrüche und Kreislaufzusammenbrüche sind nach direktem Kontakt mit der Pflanze ebenfalls keine Seltenheit. Asthmatiker aufgepasst: An besonders heißen Tagen entstehen Ausdünstungen, die zu Atemnot und Bronchitis führen können!

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Praxistipp: Hatten Sie – oder ein Gegenstand, den Sie berührt haben – Kontakt mit dem Riesen-Bärenklau, schützen Sie die Haut vor Sonneneinstrahlung und waschen Sie sie sofort mit Spiritus ab!

 

Riesen-Bärenklau entfernen

Schutzkleidung und auch eine Atemschutzmaske ist Pflicht, wenn Sie die Pflanze aus Ihrem Garten entfernen wollen! Trotzdem sollten Sie sich nur an schattigen Tagen in die Nähe des Riesen-Bärenklaus wagen, sonst wird das Jäten nicht nur gefährlich, sondern auch äußerst schweißtreibend. Um den Bärenklau restlos aus dem Garten zu verbannen, muss nämlich auch jede Wurzel entfernt werden. Selbst dann kann es sein, dass der Riesen-Bärenklau im nächsten Jahr wieder wächst, denn seine Samen sind jahrelang keimfähig.

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