Was fressen Eichhörnchen?

Ein buschiger Schwanz und hellrotes bis braunes Fell: Eichhörnchen gehören wohl zu den beliebtesten Wildtieren. Und wenn man sie im eigenen Garten hat, freut man sich und fragt sich natürlich: Was fressen Eichhörnchen?

Die süßen Eichhörnchen wollen viele füttern. Doch was ist dabei zu beachten? Und ist das Füttern überhaupt erlaubt? Das Video klärt die wichtigsten Fragen:

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Der natürliche Lebensraum von Eichhörnchen sind Laub- und Nadelwälder. Doch auch in immer mehr Städten lassen sich Eichhörnchen nieder. Zumindest dann, wenn sie einen geeigneten Unterschlupf finden und es genug Nahrung gibt.

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Daher findet man sie auch oft in Parks oder Grünanlagen. Wenn Sie Eichhörnchen im Garten haben, möchten Sie diese besonders in der kalten Jahreszeit unterstützen. Aber was fressen Eichhörnchen? Und darf man Eichhörnchen füttern?

Was trinken und essen Eichhörnchen?

Eichhörnchen machen, anders als z.B. der Igel, keinen Winterschlaf. Sie halten nur Winterruhe. Das heißt, dass sie im Winter, die meiste Zeit schlafen und nur ein bis zwei Stunden wach sind und in dieser Zeit fressen. Doch gerade in Städten finden die kleinen Nager nicht immer genug Nahrung.

Was fressen Eichhörnchen?
So süß wie Eichhörnchen sind, unterstützt man sie gerne! Foto: istock / Andyworks

Und besonders bei Eis und Schnee ist das Finden des Futters eher mühselig. Denn Eichhörnchen verbuddeln im Sommer ihr Fressen und müssen dieses dann, auch bei gefrorenem Boden, wieder ausbuddeln. Aber womit kann man Eichhörnchen füttern? Und was kann man ihnen zum Essen geben? Eichhörnchen fressen besonders gerne:

  • Nüsse: Walnüsse, Haselnüsse oder Esskastanien
  • Kerne: Sonnenblumenkerne oder Pinienkerne
  • Samen: Kiefernzapfen, Bucheckern oder Eicheln
  • Gemüse: Möhren, Pilze oder Mais
  • Früchte: Beeren, Äpfel oder Birnen

Wenn Sie die Tiere füttern möchten, gibt es aber auch Nahrung, die Sie vermeiden sollten. Dazu gehören vor allem Mandeln und Erdnüsse. Während Mandeln vor allem während der enthaltenen Blausäure für die Eichhörnchen gefährlich sind, sind Erdnüsse oft von Schimmel befallen. Außerdem sollten Sie die Tiere nur mit heimischer Nahrung füttern. Also alles, was Eichhörnchen auch in der Natur selber finden könnten. Wichtig ist auch, dass Sie den Eichhörnchen nur geschlossene Nüsse anbieten. Denn die Tiere vergraben Samen, Nüsse und Co. im Boden. Wer das Futter nicht selbst sammeln möchte, kann auch ein spezielles Eichhörnchen-Futter kaufen. Diese Mischungen enthalten meistens verschiedene Nüsse, Kerne, Samen und getrocknete Früchte. Neben Nahrung können Sie Eichhörnchen auch Trinken zur Verfügung stellen. Ein kleines Schälchen mit frischem Wasser reicht vollkommen aus. Wichtig ist nur, dass Sie das Wasser täglich wechseln und das Schälchen einmal auswischen.

Was fressen Eichhörnchen in der Natur?

Im Winter ernähren sich Eichhörnchen von vielen Dingen, die nach und nach an den Bäumen wachsen. Doch was fressen Eichhörnchen im Frühling? Im Frühling, nach der Winterruhe, gibt es keine Nüsse und oft auch noch kein Obst. Daher ernähren sie sich dann hauptsächlich von Pflanzen wie z.B. jungen Trieben, Blättern und Knospen. Wenn es dann wärmer wird und sich die ersten Früchte bilden, fressen sie auch Obst und Gemüse. Dabei soll es sogar vorkommen, dass sie sich an den Beeten im Garten bedienen. Tomaten lassen sich z.B. besonders leicht stibitzen, doch auch Möhren werden dann ausgegraben.

Praxistipp: Immer wieder liest man auch davon, dass Eichhörnchen andere Tiere wie Vögel und ihre Eier fressen. Das ist aber nicht ganz richtig. Denn eigentlich ernähren sich die Tiere nicht von Fleisch. Wenn sie aber überhaupt kein Futter finden und es so zu einem Nahrungsmangel kommt, fressen sie auch junge Vögel oder Vogeleier. Das kommt aber nur sehr selten vor. Häufiger ist es, dass sie Insekten essen. Dazu zählen vor allem die kleinen Larven der Insekten.

Wie viel fressen Eichhörnchen?

Im Sommer sind die Tiere tagaktiv und fressen deutlich mehr. Bis zu 80 Gramm ist bei den Eichhörnchen keine Seltenheit. Wenn sie aber dann im Winter nur wenige Stunden wach sind, fressen sie etwa 35 Gramm pro Tag und damit nicht mal mehr die Hälfte der Nahrung im Sommer. Übrigens: Eichhörnchen sorgen für den Erhalt von Bäumen und Sträuchern. Denn nicht alle Nahrung, die sie im Herbst verbuddeln, finden sie im Winter wieder. Aus vergessenen Nüssen, Samen und Kernen können dann Bäume wachsen.

Sollte man Eichhörnchen füttern?

Ob man Wildtiere füttern soll oder nicht, kann schnell eine Diskussion auslösen. Das beginnt schon bei der Fütterung von Vögeln und macht auch beim Füttern von Eichhörnchen nicht Halt. Auch wenn Eichhörnchen das ganze Jahr über Nahrung vergraben und diese im Winter wieder ausbuddeln, ist das Nahrungsangebot von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Denn Temperaturen, Wetterbedingungen und generell die Natur ist nicht jedes Jahr gleich. So kann es sein, dass die Eichhörnchen in manchen Jahren auch einfach viel zu wenig Fressen finden und im Winter dann ihr Futtervorrat schnell aufgebraucht ist. Gerade in Städten finden die Tiere oft nicht genug Futter. Daher raten verschiedene Naturschutzverbände (z.B. WWF Deutschland) dazu, die Tiere zu unterstützen. Wer einen eigenen Garten hat, kann z.B. Walnussbäume anpflanzen oder Sträucher mit Früchten. Wer nur einen Balkon hat, kann den Eichhörnchen aber auch Nüsse, (getrocknete) Früchte, Kerne und Co. zur Verfügung stellen. Wer weder einen Garten noch einen Balkon hat, kann das Futter auch in Parks und Co. auslegen. Auch wenn Eichhörnchen keine bedrohte Tierart darstellen, können Sie das Futter vor anderen Wildtieren schützen. Bei einem Eichhörnchen-Futterhaus gelangen Eichhörnchen ganz einfach an die Nahrung, andere Tiere aber nicht.

Praxistipp: Bis wann darf man Eichhörnchen füttern? Es ist nicht notwendig, die Eichhörnchen im Sommer zu füttern. Im Winter kann es aber durchaus notwendig sein. Auch im Frühling und Herbst ist das Zufüttern eine gute Möglichkeit, um den Eichhörnchen die Chance zu geben, ihre Vorräte für den Winter aufzufüllen.

Den Tieren fehlt es auch oft an einem Nest. Der sogenannte Kobel wird meistens hoch oben in Bäumen aus Zweigen und Reisig gebaut oder in Baumhöhlen. Da es gerade in der Stadt wenige Möglichkeiten gibt, können Sie auch ein Eichhörnchen-Nest bauen. Wichtig ist dabei, dass es stabil und groß genug ist. Innen sollte es etwa 30cm lang und 35cm hoch sein. Damit die Eichhörnchen genügend Fluchtmöglichkeiten haben, sollte das Nest mindestens zwei Löcher haben. Diese sollten einen Durchmesser von 7cm besitzen. Für die Eichhörnchen ist es bequemer, wärmer und naturnaher, wenn Sie es mit Material wie Moos und Gras polstern. Ideal wäre es auch, wenn das Nest gut zu reinigen ist. Denn wenn die jungen Eichhörnchen das Nest verlassen und auch das erwachsene Eichhörnchen ausgezogen ist, sollten Sie es, genau wie Vogelhäuser auch, reinigen. So verhindern Sie, dass Bakterien, Keime oder für das Eichhörnchen gefährliche Insekten (Parasiten) die Eichhörnchen krank machen. Um die Eichhörnchen vor Fressfeinden wie Katzen oder Marder zu schützen, sollten Sie das Häuschen in einem großen Baum befestigen. In etwa fünf Metern Höhe, sind die Eichhörnchen sicher. Befestigen Sie das Haus am Stamm oder in einer Astgabel.

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