RoundUp vor Gericht Klagen gegen Glyphosat zugelassen

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat hat keinen guten Ruf: Der hochwirksame Unkrautvernichter soll beim Menschen Krebserkrankungen auslösen. Nun hat erstmals ein Gericht die Klage von RoundUp-Geschädigten als zulässig befunden!

Glyphosat

Droht nun dem Pflanzenschutz-Hersteller Bayer – der jüngst den amerikanischen Monsanto-Konzern gekauft hat – eine Verurteilung?

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Unkrautvernichtungsmittel sind umstritten, für eine sichere Anwendung benötigen Sie das richtige Mittel

 

Justiz lässt Klagen gegen Pflanzengift Glyphosat zu

Mehr als 400 Kläger machen den Unkrautvernichter Glyphosat für ihre Krebserkrankung verantwortlich. Nun hat ein amerikanischer Bundesrichter die Klagen zugelassen. Für den Richter am "United States District Court for the Northern District of California" in San Francisco stehe nach einer mehrwöchigen Anhörung fest, dass die Vorwürfe, das Unkrautvernichtungsmittel Roundup sei krebserregend, ausreichend begründet seien, um sie gerichtlich zu klären. Damit gehen die jahrelangen Rechtsstreitigkeiten gegen Monsanto und dessen Verkaufsschlager Glyphosat in eine neue Runde.

Hoffnung haben damit mehr als 400 Bauern, Landschaftsgärtner und Verbraucher, die am Non-Hodgkin-Lymphom (einem Lymphdrüsenkrebs) erkrankt sind. Sie werfen dem Hersteller Monsanto vor, durch dessen Unkrautvernichter Glyphosat (Markenname Roundup) geschädigt worden zu sein. Die Bayer-Tochter Monsanto weist die Vorwürfe zurück.

Zwar präsentiere sich die Beweislage (ob Glyphosat Lymphdrüsenkrebs verursache) derzeit noch uneindeutig, begründet der amerikanische Bundesrichter seine Entscheidung, aber die gehörten Experten hätten plausible Argumente vorgetragen, um die Klagen zuzulassen.

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Gericht soll klären: Krebs durch Glyphosat?

Über die mögliche krebserregende Wirkung von Glyphosat wird seid langem gestritten – Umweltorganisationen wie der Nabu warnen eingringlich vor dem Gebrauch von Glyphosat im Garten. Auch die EU hat jüngst heftig über die Zulassung des Unkrautvernichters gestritten und letztlich eine weitere Verlängerung abgenickt. Sogar im Bier sind Glyphosatrückstände gefunden worden, wird der Unkrautvernichter doch vor allem in der konventionellen Landwirtschaft großflächig eingesetzt. In Deutschland will Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner den Gebrauch von Glyphosat zumindest einschränken.

Auch unter den Usern in unserem Heimwerkerforum werden die Vor- und Nachteile von Glyphosat oder dessen bekanntestem Markennamen Roundup kontrovers diskutiert.

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