Giersch bekämpfen

Giersch ist extrem hartnäckig: Wollen Sie möglichst effektiv Giersch bekämpfen, werden Sie über kurz oder lang auf Unkrautvernichtungsmittel mit Pelargonsäure zurückgreifen.

Giersch bekämpfen
Inhalt
  1. Giersch entfernen: schonend aber mühsam
  2. Giersch mit Unkrautvernichtungsmittel behandeln
  3. Giersch bekämpfen mit Salz und Essig

Die Unkrautbekämpfung von Giersch und anderen Wurzelunkräutern wie Ackerschachtelhalm ist schwierig. Diese Unkräuter sind extrem hartnäckig, haben Sie sich einmal im Garten breit gemacht. Wollen Sie Giersch bekämpfen, sollten Sie auf Unkrautvernichtungsmittel zurückgreifen, die die natürlich vorkommende Pelargonsäure (Nonansäure) enthalten.
Die langkettige Fettsäure dringt über die Blätter des Giersch ein und unterbindet dort lebenswichtige Stoffwechselfunktionen. Der Giersch verfärbt sich innerhalb weniger Stunden braun und vertrocknet. Moderne Unkrautbekämpfungsmittel (z. B. Finalsan GierschFrei von Neudorff) enthalten zudem einen Wachstumshemmer, der den Neuaustrieb des oberflächig abgestorbenen Giersch verhindert.

Doch zunächst sollten Sie eine schonendere Art ausprobieren, Giersch im Garten zu bekämpfen: Alternative zum Herbizid-Einsatz: Haben Sie unkrautverseuchte Flächen, die Sie ein Jahr brach liegen lassen können, können Sie diese auch mit einer lichtdichten Folie überdecken. Der Giersch und alle anderen Unkräuter verenden darunter im Jahresverlauf!

Gartenpflege Giersch
Giersch

Giersch gilt als hartnäckiger Gegner eines jeden Hobbygärtners: Mit diesen Mitteln geht es der Unkraut-Plage an den Kragen

 

Giersch entfernen: schonend aber mühsam

Effektiv, aber auch mühsam ist es, den Boden mit der Grabegabel zu lockern und die Wurzeln mit einer Handharke aus dem Boden zu kratzen. Hierbei muss jedoch jede Wurzel und jeder Trieb restlos entfernt werden, ansonsten bilden sich schnell wieder neue Pflanzen. Die entfernten Pflanzen und Wurzeln dürfen Sie dann keinesfalls auf den Kompost werfen, da sie dort einfach ungehindert weiterwachsen können und sich mit der Zeit Ihren kompletten Garten zurückerobern.

Giersch

In größeren Gärten machen daher wohl nur Gierschmittel endgültig reinen Tisch. Diese Mittel werden über die Blätter bis in die Wurzelspitzen transportiert und vernichten getroffene Pflanzen restlos.

 

Giersch mit Unkrautvernichtungsmittel behandeln

Wollen Sie möglichst effektiv Giersch bekämpfen, gilt es, einige Regeln beim Einsatz des Unkrautvernichtungsmittels zu beachten:

  • Wenden Sie das Unkrautvernichtungsmittel nur auf trockenen Pflanzen an (kein Tau, Regen, Gießwasser), wenn für die nächsten 8 Stunden kein Niederschlag zu erwarten ist
  • Beste Erfolge zeigen sich, wenn der Giersch mindestens 10 cm hoch gewachsen ist: Nur dann nimmt das Unkraut ausreichend viel Herbizide auf
  • Schützen Sie andere Pflanzen vor dem Sprühnebel: Das Unkrautvernichtungsmittel kann nicht zwischen Unkraut und Kulturpflanze unterscheiden
  • Sobald das Mittel angetrocknet ist, dürfen Haustiere wieder in den Garten

Wichtig: Giersch meldet sich danach noch mal wieder! Lassen Sie die neuen Pflanzen erst größer werden und frische Blätter bilden und spritzen Sie dann erneut. Das müssen Sie unter Umständen zweimal wiederholen. Nicht, weil die Mittel unwirksam sind, sondern weil noch Rhizome austreiben, die zum Spritztermin noch unbelaubt waren und so vom Mittel in Ruhe gelassen wurden. Erneut spritzen, dann ist der Giersch weg! Natürlich gehen Gierschmittel auch auf andere Unkräuter los – und auf Kulturpflanzen, deren Laub was abbekommt. Daher sollten Sie Stauden im Beet mit umgedrehten Eimern schützen.

Giersch

 

Giersch bekämpfen mit Salz und Essig

Im Hobbygärtner-Bereich hört man immer wieder von der Anwendung von Salz und Essig, um Unkraut zu vernichten. Laut Gericht zählt die selbst gebraute Mischung nicht als Unkrautvernichtungsmittel, sodass die Anwendung auf versiegelten Flächen wie Einfahrten eine Grauzone darstellt. Im Beet dürfen Mittel, die andere Organismen schädigen können, jedoch nur eingesetzt werden, wenn diese offiziell als Unkrautvernichter zugelassen sind. Salz- und Essig-Mischungen dürfen daher offiziell nicht verwendet werden.

Unabhängig von der rechtlichen Lage ist die Verwendung von Salz als Unkrautvernichter nicht ratsam. Es ist zwar kurzfristig effektiv, da es sich in den Blättern von Giersch ablagert und die Pflanze austrocknet. Langfristig reichert es sich jedoch auch im Boden an und verhindert so nach und nach das Wachstum empfindlicher Pflanzen. Am Ende können im Boden nur noch besonders hartnäckige Pflanzen wachsen und das sind – ironischerweise – meist Unkräuter.

 

Foto: Neudorff

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