Giersch bekämpfen

Die Unkrautbekämpfung von Giersch und anderen Wurzelunkräutern wie Ackerschachtelhalm ist schwierig. Diese Unkräuter sind extrem hartnäckig, haben Sie sich einmal im Garten breit gemacht.

Giersch bekämpfen

Wollen Sie Giersch bekämpfen, sollten Sie auf Unkrautvernichtungsmittel zurückgreifen, die die natürlich vorkommende Pelargonsäure (Nonansäure) enthalten.

Die langkettige Fettsäure dringt über die Blätter des Giersch ein und unterbindet dort lebenswichtige Stoffwechselfunktionen. Der Giersch verfärbt sich innerhalb weniger Stunden braun und vertrocknet. Moderne Unkrautbekämpfungsmittel (z. B. Finalsan GierschFrei von Neudorff) enthalten zudem einen Wachstumshemmer, der den Neuaustrieb des oberflächig abgestorbenen Giersch verhindert.

 

Giersch mit Unkrautvernichtungsmittel behandeln

Wollen Sie möglichst effektiv Giersch bekämpfen, gilt es, einige Regeln beim Einsatz des Unkrautvernichtungsmittels zu beachten:

  • Wenden Sie das Unkrautvernichtungsmittel nur auf trockenen Pflanzen an (kein Tau, Regen, Gießwasser), wenn für die nächsten 8 Stunden kein Niederschlag zu erwarten ist
  • Beste Erfolge zeigen sich, wenn der Giersch mindestens 10 cm hoch gewachsen ist: Nur dann nimmt das Unkraut ausreichend viel Herbizide auf
  • Schützen Sie andere Pflanzen vor dem Sprühnebel: Das Unkrautvernichtungsmittel kann nicht zwischen Unkraut und Kulturpflanze unterscheiden
  • Sobald das Mittel angetrocknet ist, dürfen Haustiere wieder in den Garten

Alternative zum Herbizid-Einsatz: Haben Sie unkrautverseuchte Flächen, die Sie ein Jahr brach liegen lassen können, können Sie diese auch mit einer lichtdichten Folie überdecken. Der Giersch und alle anderen Unkräuter verenden darunter im Jahresverlauf!

Gartenpflege Giersch
 

Giersch

Giersch gilt als hartnäckiger Gegner eines jeden Hobbygärtners: Mit diesen Mitteln geht es der Unkraut-Plage an den Kragen

 

Giersch bekämpfen mit Salz und Essig

Im Hobbygärtner-Bereich hört man immer wieder von der Anwendung von Salz und Essig, um Unkraut zu vernichten. Laut Gericht zählt die selbst gebraute Mischung nicht als Unkrautvernichtungsmittel, sodass die Anwendung auf versiegelten Flächen wie Einfahrten eine Grauzone darstellt. Im Beet dürfen Mittel, die andere Organismen schädigen können, jedoch nur eingesetzt werden, wenn diese offiziell als Unkrautvernichter zugelassen sind. Salz- und Essig-Mischungen dürfen daher offiziell nicht verwendet werden.

Unabhängig von der rechtlichen Lage ist die Verwendung von Salz als Unkrautvernichter nicht ratsam. Es ist zwar kurzfristig effektiv, da es sich in den Blättern von Giersch ablagert und die Pflanze austrocknet. Langfristig reichert es sich jedoch auch im Boden an und verhindert so nach und nach das Wachstum empfindlicher Pflanzen. Am Ende können im Boden nur noch besonders hartnäckige Pflanzen wachsen und das sind – ironischerweise – meist Unkräuter.

Foto: Neudorff

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