Chlorophytum comosum Die pflegeleichte Grünlilie ist die Zimmerpflanze schlechthin!

Spiderplant, Graslilie, Brautschleppe oder Grüner Heinrich – die Volksnamen der Grünlilie sind vielfältig: Vermutlich weil die robuste Grünlilie so pflegeleicht ist und in nahezu jeder Umgebung gedeiht, ist das aus Afrika stammende Liliengewächs eine der beliebtesten Zimmerpflanzen!

Grünlilie
Foto: iStock / skynesher
Inhalt
  1. Was ist eine Grünlilie?
  2. Grünlilie kaufen
  3. Ist eine Grünlilie giftig?
  4. Ähnliche Zimmerpflanzen wie Grünlilie
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Erst 1828 kamen die ersten Exemplare der Grünlilie nach Deutschland. Seitdem hat die nahezu unverwüstliche Zimmerpflanze ihren Siegeszug in Wohnungen und Büros angetreten. In ihrer Heimat, den tropischen Breiten des afrikanischen Kontinents, wachsen knapp hundert verschieden Arten. Bei uns sind vor allem "bunte" Grünlilien-Züchtungen verbreitet, deren Blätter ein zweifarbiges Muster (grün-weiße bis grün-gelbe Streifen) ziert.

 

Was ist eine Grünlilie?

Botanisch gehört die Grünlilie zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Der Gattungsname der Grünlilie setzt sich aus den griechischen Wörtern für grün (= "chloros" ) und Pflanze (= "phyton") zusammen. Das Attribut "comosum" verweißt auf den dichten Blattschopf des Bodendeckers (wörtlich übersetzt in etwa "schopfartig").

Grünlilie giftig
Foto: iSTock / kodachrome25

Wie sieht eine Grünlilie aus?

Grünlilien wachsen von Natur aus als niedrige krautige Pflanzen. Die typischen schmalen, spitz zulaufenden Laubblätter werden etwa 45 cm lang und wachsen buschig aus einem dichten Horst. Ständig bildet die Grünlilie lange herabhängende Blütentriebe, an denen nur vereinzelt kleine weiße Blüten knospen. An den Enden der Blütentriebe aber wachsen schnell Tochter-Pflanzen heran: Mithilfe dieser Kindeln vermehren sich Grünlilien in freier Wildbahn in kurzer Zeit und bedecken große Flächen.

Praxistipp: Aufgrund des filigranen Wuchses und ihrer langen zweifarbigen Blätter eignet sich die Grünlilie auch ideal als Hängepflanze in der Blumenampel!

Eigenschaften der Grünlilie: Ist die Grünlilie luftreinigend?

Oft wird die Grünlilie als regelrechte „Luftreinigungsmaschine” angepriesen. Sie soll Schadstoffe (z. B. Xylolen und Toluol) aus der Raumluft filtern und so für saubere und frische Luft zum Atmen sorgen. Laut Forschungsergebnissen der NASA soll die Grünlilie der Umgebungsluft z. B. bis zu 95% des Benzols, des Formaldehyds und des giftigen Kohlenmonoxids entziehen! Auch andere Studien bestätigen die luftreinigende Wirkung der Grünlilie – vor allem in ihrer Eigenschaft, die Formaldehyd-Konzentration in Innenräumen zu senken. Schließlich entweicht diese Chemikalie unbemerkt aus vielen Materialien, die uns im Haus überall umgeben: Tapeten, Dämmstoffe, Reinigungsmittel oder Druckertoner.

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Allerdings legen neueste Meta-Studien nahe, dass eine sehr große Menge an Grünlilien (10 bis 100 Pflanzen pro Quadratmeter) nötig sei, damit die Luftreinigungswirkung von Zimmerpflanzen mit dem reinigenden Effekt normalen Stoßlüftens vergleichbar werde.

 

Grünlilie kaufen

Grünlilie kaufen

Grünlilien können Sie in jedem Gartencenter, oft auch in Möbelhäusern oder saisonal bei Discountern sowie im Internet kaufen. Bei Pflanzen aus dem Internet müssen Sie ein paar Dinge beachten, aber prinzipiell haben wir mit Online-Pflanzenhändlern gute Erfahrugen gemacht – das haben wir selbst ausprobiert.
Wie teuer ist eine Grünlilie? Das hängt von der Sorte, der Größe und der Qualität ab. Einfache Hybriden sind schon ab 5 Euro erhältlich – dafür kann man immerhin schon knapp 25 cm große Pflanzen erwarten. Was kostet eine Grünlilie, die schon größer gewachsen ist? Rechnen Sie mit ca. 10 Euro für eine große Grünlilie im Topf.

Wie schnell wächst eine Grünlilie?

Aus selbst eingetopften Kindeln wachsen zügig erwachene Grünlilien heran. Da sie bei 40-60 cm Rosettendurchmesser aber nicht mehr größer werden, sind sie ideal für die Fensterbank. Auch gekaufte, kleine Grünlilien im Topf wachsen schnell zu stattlicher Größer heran.

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Wieviel Platz braucht die Grünlilie?

Im Buschland Afrikas wachsen Grünlilien bis zu einer Größe von 60 cm heran. So viel Fläche (im Durchmesser) brauchen sie dort auch auf dem Boden. Als Zimmerpflanze kultivierte Grünlilien bleiben in der Regel etwas kleiner, brauchen aber auch so viel Platz, dass ihre Blätter nirgends anstoßen. Daher ist ein Pflanzenständer oder ein freier Paltz auf dem Regal ideal für die Graslilie.

 

Ist eine Grünlilie giftig?

Für den Menschen ist die Grünlilie nicht giftig. Dennoch sollten empfindliche Menschen oder gar Kinder keine Pflanzenteile der Grünlilie (unbeabsichtigt) verschlucken. Das kann zu Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und Erbrechen führen.

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Die gute Nachricht: Auch für Katzen ist die Grünlilie nicht giftig! Selbst wenn die Stubentiger (oder andere Haustiere) an den langen Blättern der Grünlilie knabbern, besteht für sie keine Gefahr. Allerdings kann ein andauerndes Kauen auf den Blättern bei empfindlichen Katzen einen halluzinogenen Zustand auslösen, durch den die Katze schläfrig wird. Außerdem leidet auch die Pflanze unter dem Angriff und die zerbissene Zimmerpflanze sieht auch nicht mehr sehr dekorativ aus.

Ist eine Grünlilie winterhart?

Die Grünlilie stammt aus Südafrika und präferiert das dort übliche heiß-trockene Klima. Daher kennt und verträgt sie keinen (andauernden) Frost. Die Grünlilie ist also nicht winterhart und kann bei uns nur als Zimmerpflanze und nicht im Freiland kultiviert werden.
Im Sommer können Sie Ihre Grünlilie auch gerne mal ins Freie stellen. Achten Sie aber darauf, dass die Pflanze keine direkte Mittagssonne abbekommt. In praller Sonne verbrennen die hellen Blätter der Grünlilie schnell.

Praxistipp: Wer seiner Grünlilie im deutschen Winter eine Ruhepause gönnen möchte, damit sie genug Kraft für einen kräftigen Austrieb im kommenden Frühjahr sammeln kann, sollte die Zimmerpflanze in ein kühleres Zimmer (bei etwa 10-12 °C) stellen und in dieser Zeit nicht mehr düngen!

 

Ähnliche Zimmerpflanzen wie Grünlilie

Ähnlich pflegeleichte Zimmerpflanzen wie die Graslilie findet man nur selten. Unbedingt genannt werden sollten die klassische Yuccapalme, die Efeutute und der Gummibaum. Wer lieber blühende Zimmerpflanzen mag, findet hier eine Auswahl an Topfpflanzen, die auch bei uns auf der Fensterbank gedeihen:

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