Elektrische Heizkörper

Diese elektrischen Wärmeverteiler gibt es

Aus selbst ist der Mann 1/2024

Stromheizungen gibt es viele, optisch und energetisch liegen elektrische Heizkörper dabei recht weit vorne. Wir stellen Ihnen die Eigenschaften dieser Wärmeverteiler vor.

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Foto: Hersteller / Wibo

Elektrische Heizkörper

Praktisch: Ein Badheizkörper, der auch als Handtuchhalter dient.

Foto: Hersteller / Wibo

Elektrische Heizkörper

Elektrische Heizkörper mit Natursteinfront geben auch Strahlungswärme nach vorne hin ab.

Foto: Fotoatelier Ebinger

Elektrische Heizkörper

Ungewöhnlich: Infrarotheizelemente als deckenintegrierte Lösung; von Vitramo.

Foto: Hersteller / AEG Haustechnik

Elektrische Heizkörper

Die Steuerung erfolgt oft über separate Thermostate.

Foto: GUENTHER STOEHR FOTODESIGN

Elektrische Heizkörper

Auch die digitale Steuerung direkt am Heizgerät ist möglich, hier beim Modell Heatscope Rooms Tune.

Wer viel leistet, verbraucht auch viel Energie. Und das trifft eben nicht nur auf uns Menschen zu, sondern ebenso auf ein elektrisches Heizgerät. 1000 Watt und mehr an Leistungsaufnahme führen halt zu entsprechend vielen Kilowattstunden, die je nach Stromtarif ordentlich zu Buche schlagen. Im Gegensatz zu einem Fön betreibt man eine Heizung dann ja auch stundenlang und nicht nur wenige Minuten. Wer mit Strom heizt, sollte das berücksichtigen und elektrische Heizkörper nur dort einsetzen, wo keine Warmwasserheizung existiert oder dann, wenn nur kurzfristig ein Wärmebedarf anliegt.

Gut zu wissen: Auch wenn jede Heizungsart von Herbst bis Frühjahr recht kontinuierlich durchläuft, kostet eine Kilowattstunde Heizenergie, die zum Beispiel mit Gas erzeugt wird, nur gut ein Drittel von der, die mit Strom erzeugt wird. Selbstverständlich schwanken die Preise je nach Zeit und Energieträger, aber wer eine Zentralheizung hat, die über Rohre an Raumheizkörper angeschlossen ist, sollte sie auch nutzen. 

Elektroheizungen empfehlen sich dort, wo keine Verrohrung vorhanden ist und nicht dauerhaft geheizt werden muss. Auch als Zusatzheizung sind sie praktisch. So kann man elektrische Heizungen in der Übergangszeit einfach einschalten und muss nicht das Zentralheizsystem für kurze Betriebszeiten in Anspruch nehmen.

Nicht zuletzt können elektrische Heizkörper echte Hingucker und als Handtuchhalter auch sehr praktisch sein. Designheizkörper kosten allerdings auch schnell weit über 1000 Euro.

Apropos Handtuchhalter: Haben Sie einen Warmwasser-Heizungsanschluss im Bad und benötigen einen neuen Handtuchheizkörper, schauen Sie nach Kombimodellen, die bivalent betrieben werden können, also mit Strom und über die Zentralheizung. Damit können Sie das Bad auch ohne die zentrale Heizungsanlage kurz erwärmen. Die Montage ist dann aber nicht mehr so einfach wie die eines rein elektrischen Heizkörpers.

Eigenschaften von elektrischen Heizkörpern

Elektrische Heizkörper gibt es in verschiedenen Bauformen, wobei wir hier nicht auf kleine Heizlüfter und -strahler oder Speicherheizungen eingehen, die nicht zu den normalen elektrischen Heizkörperarten gehören. Dazu zählt aber zum Beispiel der Radiator, ein Gliederheizkörper, dessen Heizelement von einer Wärmeträgerflüssigkeit (z. B. Wasser oder Öl) umgeben ist, die im Heizkörper zirkuliert und die äußere Hülle aufheizt. Die sich abkühlende Flüssigkeit sinkt im elektrischen Heizkörper nach unten und wird erneut erwärmt. Je nach Form und Material der Oberfläche erfolgt die Wärmeabgabe zu unterschiedlichen Teilen als Strahlungswärme direkt über die Oberfläche und als Konvektionswärme durch Erwärmung der an den Heizkörpergliedern entlang strömenden Luft. 

Eine zweite Bauform sind Konvektoren. Sie geben wie der Name schon sagt überwiegend Konvektionswärme ab, erwärmen also die Luft und keine Körper. Dazu saugen sie kalte Luft vom Boden an und heizen sie auf. Die warme Luft steigt aufwärts und tritt oben oder seitwärts über Luftschlitze aus. Zum Teil wird der Vorgang von einem Gebläse unterstützt – hier also ähnlich wie bei einem Heizlüfter, der die Wärme direkt und ausschließlich über einen Ventilator herauspustet. Im Raum sinkt die sich abkühlende Luft dann nach unten und wird erneut angesaugt. Es kommt zur Luftzirkulation, die nicht von jedem als angenehm empfunden wird, einen Raum aber schnell aufheizt. Wichtig: Die Luftschlitze dürfen niemals abgedeckt werden! Auch wenn das Gerät bei Überhitzung abschalten sollte, besteht Brandgefahr.

Elektrische Heizkörper gibt es auch auf Rollen, so wie den Konvektor wibo Therm Classic. Foto: Hersteller / Wibo

Mittlerweile sehr beliebt sind Infrarotheizkörper, womit aber nicht die orange-glühenden Heizstrahler gemeint sind, die mit kurz- oder mittelwelliger Infrarotstrahlung arbeiten und denen man nicht zu nah kommen sollte. Hier geht es um großflächige Plattenheizkörper mit langwelliger Infrarotstrahlung, an denen man sich nicht verbrennt: Das Heizpaneel erwärmt die Frontplatte dieser elektrischen Heizkörper, die die Wärme sanft abstrahlt. Der Strahlungswirkungsgrad, um ein Heizgerät als Infrarotheizung zu bezeichnen, liegt laut Norm IEC 60675-3 bei mindestens 40 Prozent. 

Infrarotheizkörper mit einer Vorderseite aus Glas: Heatscope Rooms Pulse von Moonich. Foto: Getty Images/iStockphoto

Heizkörper montieren: So geht's!

Elektrische Heizkörper lassen sich einfach installieren. Zunächst sollte man noch vorhandene, aber unbrauchbare alte Dübel aus der Wand entfernen und Löcher verspachteln, der Montageuntergrund muss eben sein. Anschließend wird die im Lieferumfang enthaltene Aufhängung montiert, in der Regel ein Schienensystem, das an der Wand verdübelt wird.

Der Heizkörper wird dann von oben in die waagerechte Schiene eingehängt. Dies sollte man ggf. zu zweit erledigen, da so ein Heizkörper je nach Größe mehr als 50 kg wiegen kann. Unten muss er deshalb meist auf einem Auflagewinkel der vertikal montierten Schiene sitzen und mit diesem verschraubt werden.

Handelt es sich nicht um einen Wandheizkörper, sondern um ein mobiles Heizgerät, muss man ggf. Standfüße oder Rollen an der Unterseite montieren. Am Ende steckt man in jedem Fall nur noch den Netzstecker in die Steckdose und kann den elektrischen Heizkörper einschalten. Wichtig: Aufgrund der hohen Leistung sollte man elektrische Heizkörper nicht an Verlängerungskabel oder Mehrfachstecker anschließen! 

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