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Geht auch ganz einfach:

Clematis pflegen Pflegetipps für die Waldrebe

Clematis gehören neben Efeu und Geißblatt zu den beliebtesten Kletterpflanzen im Garten. Damit sie ihre anmutigen Blüten jährlich entfalten, müssen Sie jedoch die Clematis pflegen, düngen und richtig schneiden.

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Inhalt
  1. Clematis pflegen
  2. Clematis düngen
  3. Clematis: Rankhilfe

Clematis, auch Klematis oder Waldrebe genannt, umfassen rund 300 verschiedene Arten, die zur Pflanzengattung der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) gehören. Die Wildarten der Clematis, wie etwa die Alpen-Waldrebe (Clematis alpina), die Berg-Waldrebe (Clematis montana) oder die Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba), sind vor allem in gemäßigten Gebieten in Europa, Asien und Amerika verbreitet, kommen jedoch auch in den Tropen und starken Höhenlagen vor.

Gartengestaltung Leuchtend pinke Blüten der Italienischen Waldrebe
Die beliebtesten Clematis-Sorten

Es spricht viel dafür, sich eine Clematis in den Garten zu pflanzen. Die Waldreben aus der Familie der Hahnenfußgewächse gehören zu den beliebtesten...

Die meisten Clematis-Arten gedeihen in China, dort gibt es etwa 150 Arten, wobei mehr als die Hälfte von ihnen sogar ausschließlich dort wachsen. Mittlerweile gibt es neben den zahlreichen Wildarten auch mindestens noch einmal so viele Clematis-Hybriden, die aus den bekannten Arten gezüchtet wurden, um eine längere Blüte oder größere Blütenblätter zu erzielen.

Damit Sie bei einer derart großen Auswahl nicht den Überblick verlieren und die korrekte Kletterpflanze für Ihren Garten finden, haben wir in folgendem Artikel eine Auflistung der beliebtesten Clematis-Sorten nach Aufwand der Pflege und Blütezeit erstellt:

 

Clematis pflegen

Um die korrekte Pflege der Clematis zu gewährleisten, ist es zunächst wichtig, Wuchs und Herkunft der Pflanze zu verstehen. Schafft man vor dem Pflanzen der Clematis nämlich ideale Bedingungen, hält sich der regelmäßige Pflegeaufwand in Grenzen.

Lila Clematis-Blüten
Damit die Waldrebe jedes Jahr neue rächtige Blüten bildet, müssen Sie die Clematis pflegen, wie die Pflanze es aus dem Wald gewohnt ist! Foto: iStock / Meanwhile Carlos

Standort: Schattig und sonnig zugleich

Da die meisten Waldreben Kletterpflanzen sind, die sich in der Natur an Bäumen heraufschlängeln, sind die korrekten Lichtverhältnisse besonders entscheidend. Während die Füße der Clematis nämlich meist im Schatten am Fuß der umliegenden Vegetation zu Hause ist, streben die oberen Ranken dem Licht entgegen. Diese Lichtverhältnisse sollten Sie so gut es geht imitieren, auch wenn Ihre Clematis nicht an einem Baum, sondern an der Hauswand oder einer Rankhilfe emporklettert. Kühle Füße behält die Kletterpflanze durch die anderen Pflanzen im Beet. Stauden wie etwa Funkien sind hierfür bestens geeignet. Sie spenden der Clematis etwa bis zu einer Höhe von 25 bis 50 cm kühlenden Schatten. Damit die Pflanze darüber genügend Sonne abbekommt, befindet sich der richtige Standort immer Richtung Osten, Süden oder Westen.

Gartengestaltung Clematis mit üppigen lila Blüten und grünem Blattwuchs an einem Gartenzaun Metall
Clematis pflanzen

Bevor Sie Ihre Clematis pflanzen , muss zunächst die richtige Sorte gefunden werden. Schließlich gibt es über 300 verschiedene Sorten der Waldrebe...

Praxistipp: Auch im Halbschatten müssen Sie nicht auf Clematis verzichten. Einige Arten gedeihen auch problemlos in dunkleren Lichtverhältnissen. Hierzu zählen vor allem die Alpen-Waldrebe (Clematis alpina) und die italienische Waldrebe (Clematis viticella) sowie sämtliche ihrer Artverwandten. Beide Sorten sind derart robust, dass sie auch widrige Verhältnisse nicht von Wachsen abhalten können.

Clematis gießen

Da die Füße der Clematis stets schattig stehen, sind sie feuchte Böden gewohnt. Wobei die meisten Sorten sowohl auf Trockenheit als auch auf Staunässe empfindlich reagieren. Gießen müssen Sie die Clematis nur bei anhaltender Trockenheit. Damit der Boden die Feuchtigkeit besser halten kann, ist eine Schicht aus Rindenmulch sinnvoll. Um Staunässe zu vermeiden, sollte der Boden vor dem Einpflanzen mit Sand gemischt werden.

Praxistipp: Sie sind auf der Suche nach einer Clematis-Sorte, die auch im Hochsommer, wenn Sie im Urlaub sind, nicht gegossen werden muss? Im Gegensatz zu ihren „Artgenossen“ ist die Clematis texensis toleranter bezüglich Trockenheit. Das macht sie auch zu einer idealen Pflanze für die Kübelhaltung.

Clematis schneiden

Der richtige Rückschnitt ist ein wichtiger Teil der Clematis-Pflege. Dabei ist der Aufwand beim Clematis schneiden von der Sorte abhängig. Während einige Arten gar keinen Rückschnitt benötigen, müssen andere stark zurückgeschnitten werden und wieder andere zwei Mal jährlich geschnitten werden. Wie Sie die Clematis schneiden, damit sie kräftige neue Triebe bildet, hängt stark von der Blütezeit der jeweiligen Sorte ab. Frühblühende Clematis benötigen zum Beispiel gar keinen Rückschnitt. Dieser würde die Blüte komplett zerstören.

Gartengestaltung Clematis mit großen lila Blüten
Clematis Schnittgruppen

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Bei sommerblühenden Clematis hingegen muss im Herbst die gesamte Pflanze bis auf 30 cm zurückgeschnitten werden. Zwei Mal blühende Sorten müssen Sie auch zwei Mal im Jahr schneiden – ein Mal stärker vor der ersten Blüte und ein Mal leichter zwischen den Blüten. Damit Sie bei den ganzen verschiedenen Schnittarten nicht die Übersicht verlieren, haben wir in folgendem Artikel die verschiedenen Clematis Schnittgruppen zusammengefasst und eine Übersicht erstellt, welche Clematis-Sorten zu welcher Schnittgruppe gehören:

 

Clematis düngen

Clematis sind für ihren besonders kräftigen Wuchs und ihre starke Blüte bekannt. Für beides benötigt die Pflanze jedoch ausreichend Nährstoffe. Ein humusreicher Boden und regelmäßiges Düngen ist die Voraussetzung für eine gesunde Waldrebe.

Wann Clematis düngen?

Clematis brauchen Nährstoffe, um gut wachsen zu können. Pflanzen Sie eine neue Waldrebe, sollte diese daher immer direkt beim Einpflanzen mit ausreichend Dünger versorgt werden. Ältere Pflanzen benötigen im Frühjahr eine Düngung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Blüte. Blüht ihre Clematis-Sorte erst im Sommer, blüht sie besonders lange oder gehört sie zu den zweimal blühenden, großblumigen Hybriden, profitiert die Pflanze von einer zweiten Düngergabe zum Anfang des Sommers.

Clematis düngen: Organischer oder mineralischer Dünger?

Organischer Dünger aus Hornspänen und Kompost ist die beste Wahl für die Düngung der Clematis. Dieser versorgt die Pflanze nicht nur optimal mit Nährstoffen, sondern verbessert auch die Bodenbeschaffenheit nachhaltig. Entscheiden Sie sich dennoch für mineralischen Dünger, achten Sie besonders darauf, nicht zu viel zu verwenden. Eine Gabe von mineralischem Dünger über mehrere Jahre mehrmals jährlich kann dem Boden nachhaltig schaden und somit auch der darin wachsenden Clematis. Achten Sie außerdem daraus, dass keine Triebe, die in Bodennähe wachsen, mit dem Dünger in Berührung kommen. Nach der Düngung gründlich wässern. Was Sie bei der Gabe von mineralischem Dünger außerdem beachten sollten, erfahren Sie in folgendem Artikel:

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Praxistipp: Clematis, die im Kübel gepflanzt werden, können durchaus von mineralischem Dünger profitieren. Da das Bodenleben im Kübel begrenzt ist und Nährstoffe somit nicht lange gespeichert werden können, ist eine direkte Gabe häufig die bessere Alternative.

Clematis: Welcher pH-Wert ist ideal?

Der ideale pH-Wert für die Clematis hängt von der Sorte ab. Die meisten Wildarten bevorzugen einen leicht sauren Boden zwischen 5,5 und 6,5. Wird der Boden zu sauer, hilft eine Kalkung mit Gesteinsmehl, um dem entgegenzuwirken. Darüber freuen sich vor allem die kalkliebenden Frühblüher wie Clematis alpina und Clematis montana. Einige Sorten mögen es jedoch noch viel saurer. Vor allem die beliebte Art Clematis viticella benötigt einen pH-Wert um die 5,0, um optimal mit Nährstoffen versorgt werden zu können. Übertreiben Sie es bei diesen Sorten daher nicht mit der Kalkgabe.

Praxistipp: Ein Bodenaktivator verbessert das Bodenleben und fördert somit die natürliche Nährstoffversorgung der Pflanze. Er kann im Herbst und Frühjahr in den Boden gegeben werden.

 

Clematis: Rankhilfe

Clematis sind Kletterpflanzen und benötigen als solche eine Rankhilfe, denn im Gegensatz zu etwa Efeu, klettert die Clematis nicht mit Haftwurzeln, sondern indem sie ihre Triebe „einhakt“. Auch dies gehört zur guten Pflege der Pflanze hinzu, denn ohne Kletterhilfe, versauern die wunderschönen Waldreben am Boden ihres Gartens und können ihr Potenzial nicht vollends entfalten. Können Sie der Clematis keine natürliche Rankhilfe in Form eines Baumes zur Verfügung stellen, gibt es zahlreiche schöne Alternativen.

Welche Kletterpflanzen eignen sich als Sichtschutz? Zur Bildergalerie »

So können Sie mit Waldreben Gartenzäune und Terrassengeländer verschönern oder ihren Garten um einen natürlichen und blühenden Sichtschutz ergänzen. Auch Gartenbögen und Obeliske können durch die Clematis begrünt werden. Die beliebteste Art der Rankhilfe führt jedoch an der Hauswand entlang. Da die Waldrebe sich nicht an der Wand selbst entlanghangeln kann, ist auch hier eine Rankhilfe nötig. Damit keine Schäden an der Hauswand entstehen und Ihnen die Clematis nicht verschimmelt, muss ein Abstand von zehn Zentimeter zur Wand eingehalten werden, sodass die Luft gut zirkulieren kann. Weitere detaillierte Tipps für eine Clematis-Rankhilfe finden Sie in folgendem Artikel:

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