Was tun gegen Silberfische?

Kennen Sie die Situation auch? Sie kommen nachts ins Badezimmer und überall huschen hektisch kleine Tierchen in die nächstbeste Spalte. In so einem Fall ist glasklar: Sie haben Silberfische!

Silberfisch
Foto: Christian Fischer, LepismaSaccharina, CC BY-SA 3.0
Inhalt
  1. Silberfische vorbeugen
  2. Muss man Silberfische bekämpfen?
  3. Was tun gegen Silberfische?

Silberfische lieben Wärme und Feuchtigkeit, weshalb sie sich bevorzugt in Badezimmern und Küchen aufhalten. Bei der Wahl ihrer Nahrung sind sie nicht mäklig. Sie fressen Hausstaubmilben, Haare, tote Insekten, Schimmelpilze und noch vieles mehr. Zur Not können sie jedoch auch mehrere Monate ganz ohne Nahrung auskommen. Am besten ist es daher, gar nicht erst Bedingungen aufkommen zu lassen, in denen sich Silberfische wohlfühlen. Wenn sie sich jedoch einmal eingenistet haben, stellt sich schnell die Frage: Was tun gegen die Silberfische? Wir verraten Ihnen, wie Sie nun vorgehen sollten und ob Sie die Silberfische bekämpfen müssen.

 

Silberfische vorbeugen

Die beste Möglichkeit gegen Silberfische vorzugehen, ist sie gar nicht erst zu bekommen. Vermeiden Sie daher Feuchtigkeit und lüften Sie Badezimmer und Küche regelmäßig durch. Das ist auch ein probates Mittel, um Schimmel vorzubeugen. Auch sollten Sie Ihre Böden regelmäßig säubern, um den Tieren so noch mehr Nahrung zu entziehen. Da die meisten Silberfischchen aus den Abflüssen in die Wohnung gelangen, ist es außerdem sinnvoll diese regelmäßig heiß durchzuspülen und sie nachts zu verschließen.

Gartenpflege
Silberfische

Silberfische lassen sich leicht bekämpfen – und noch leichter vorbeugen

 

Muss man Silberfische bekämpfen?

Sind die Silberfische erst einmal da, stellt sich zunächst einmal die Frage, ob Sie sie überhaupt bekämpfen müssen. Tatsächlich gibt es da nämlich keinen wirklichen Grund zu. Silberfische übertragen keine Krankheiten, sie verursachen keinen Dreck und sie beschädigen Ihre Wohnung nicht. Ganz im Gegenteil: Sie fressen gesundheitsschädlichen Schimmel auf und helfen Allergiker, indem sie Hausstaubmilben vertilgen. Lediglich wenn sich die Anzahl der Silberfische drastisch erhöht, sollten Sie der Ursache auf den Grund gehen und diese beseitigen, dann werden auch die Silberfische langsam verschwinden.

 
 

Was tun gegen Silberfische?

Silberfische müssen Sie zwar nicht direkt bekämpfen, können Sie aber natürlich trotzdem, zum Beispiel wenn die Population so stark angestiegen ist, dass sie sich über Lebensmittel hermachen. Auch wenn Sie dennoch die eigentliche Ursache der Silberfische beseitigen müssen, ist es in so einem extremen Fall dennoch ratsam auch gleichzeitig gegen die Silberfische vorzugehen:

  • Gerüche: Silberfische mögen keinen Essig und keine Zitrone. Wischen Sie Ihre Böden daher mit einer Mischung aus Wasser und Zitrone oder Essig.
  • Klebefallen: Schmieren Sie ein Blatt Papier mit Honig ein und legen Sie es auf den Boden. Die Tiere bleiben daran kleben und können entsorgt werden.
  • Fressfallen: Backpulver mit Zucker vermischt lockt Silberfische an und ist für diese tödlich. Allerdings sterben die Tiere so qualvoll, da das Backpulver in ihrem Magen aufquillt. Humaner geht es mit einer aufgeschnittenen Kartoffel. Auf dieser sammeln sich die Tiere, sodass sie morgens einfach entsorgt werden können.

Neben diesen Hausmitteln gibt es natürlich noch zahlreiche Mittel aus dem Handel in Form von Fallen, Sprays oder Köderdosen, die mit biologischen und chemischen Mitteln arbeiten und mit denen Sie ebenfalls erfolgreich die Silberfische bekämpfen können.

Foto: Christian Fischer, LepismaSaccharina, CC BY-SA 3.0

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