Holz verleimen

Video: Holzverbindungen einfacher verleimen

Holz verleimen klingt so einfach – ist es auch, wenn man bei der Verwendung von Holzleim ein paar Regeln befolgt. Wenn Sie diese Tischler-Tipps beim Verleimen von Holz befolgen, werden Sie stabile und dauerhafte Holzverbindungen herstellen können. Unser Video zeigt zudem, wie Sie das Verrutschen der Werkstücke beim Holz verleimen unterbinden.

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Video: Holzverbindungen einfacher verleimen

Foto: sidm / KEH, Archiv

Video: Holzverbindungen einfacher verleimen

Ausreichend Holzleim auftragen, um eine dünne geschlossene Leimschicht auf dem Werkstück erreichen zu können.

Foto: sidm / KEH, Archiv

Video: Holzverbindungen einfacher verleimen

Auf Flächen den Leim am besten mit einem kleinen Zahnspachtel gleichmäßig verteilen.

Foto: sidm / KEH, Archiv

Video: Holzverbindungen einfacher verleimen

Werkstücke zusammenfügen und auf ganzer Leimfläche möglichst gleichmäßig verzwingen. Leim soll seitlich austreten.

Foto: sidm / KEH, Archiv

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Da ein leichtes Verschieben nur mit Hilfsmitteln zu vermeiden ist, aufgedoppelte Werkstücke nach dem Verleimen zuschneiden.

Holzleim (wegen seiner Farbe auch Weißleim genannt) ist ideal zum Verleimen von Holz: Es besteht aus Polyvinylacetat, das zu leichteren Verarbeitung mit Wasser verdünnt wurde, aber selbst wasserunlöslich ist. Verdunstet das Anmachwasser, trocknet Holzleim fest aus. Weil Holzleim eine geringe Anfangshaftung bzw. eine lange Offenzeit bietet, können Klebestellen noch lange Zeit korrigiert werden, um z. B. die Passung der Bauteile zu verbessern.

Holz verleimen

Für gute Klebeergebnisse ist es unbedingt erforderlich beim Holzverleimen Druck aufzubauen: Entweder Sie setzen das Werkstück mit Zwingen unter Druck oder – gerade bei größeren Werkstücken – Sie nutzen Spanngurte, um bis zum Abbinden des Holzleims einen hohen Anpressdruck auf der Klebefläche sicherzustellen.
Praxistipp: Um bei weichen Hölzern Druckstellen zu vermeiden, sollten Sie bei Schraubzwingen Unterleghölzer verwenden. Kantenschützer können beim Einsatz von Spanngurten sinnvoll sein.

Anleitung: Holz leimen

Aber wie genau wird Holz verleimt? Was mus man dabei beachten? Wir zeigen in dieser Anleitung, wie es geht. Anschaulich dargestellt wird die Anleitung aber auch in unserer Bildergalerie >>

  • Holzfeuchte beachten: Vor der Verleimen sollte das Holz unter ähnlickem Klima (Wärme/Feuchte) gelagert und verarbeitet werden, wie bei der zukünftigen Nutzung zu erwarten ist, um ein Quellen/Schwinden möglichst gering zu halten.
  • Holzleim auftragen: Geben Sie den Leim einseitig (also nur auf eine der zwei zu verklebenden Bauteile) auf und verteilen den Kleber mit einem Spatel vollflächig. Nur bei stark saugenden Untergründen ist ein beidseitiger Leimauftrag sinnvoll.
  • Klebestelle unter Druck setzen: Ist der Leim aufgetragen, fügen Sie die Bauteile passgenau zusammen und verpressen das Werkstück mit Zwingen oder Spanngurten.
    Praxistipp: Senken Sie vor dem Veleimen von Holz die Raumtemperatur in der Werkstatt. So verlängern Sie die Offenzeit des Holzleims und gewinnen wertvolle Zeit zum Positionieren und Nachjustieren der Werkstücke bzw. für das Setzen der Schraubzwingen.
  • Entfernen Sie die Spannwerkzeuge erst, wenn der Leim vollständig abgebunden hat.

Nageltrick fürs Verleimen

Damit beim Verleimen von Holzbauteilen nichts verrutscht, kann man den "Nageltrick" anwenden. Dabei werden kleine Drahtstifte in den zu verleimenden Teil geschlagen und die Köpfe der Nägel entfernt. Angewendet wird dieser vor allem bei stumpfen Verleimungen, bei denen die Holzbauteile keine sonstigen Verbindungspunkte aufweisen, die ein Aufschwimmen beim Verpressen verhindern. Wie Sie mit dem Nageltrick Ihre Ergebnisse beim Holz leimen verbessern, zeigt das Video oben Schritt für Schritt.

Holz leimen: Leim-Arten

Leim-Arten zum Holz verleimen gibt es viele. Sie unterscheiden sich dabei vor allem in den Anwendungsbereichen und der Zeit, in der sie trocknen. Das sind die gängigsten Holzleime:

  • Glutinleim (D1): In Wasser löslicher natürlicher Klebstoff, der aus tierischen Abfällen durch Auskochen gewonnen wird. Die dabei entstehende Gallerte wird als Leim bezeichnet. Glutin hat eine ähnliche Zusammensetzung wie Gelatine.
  • Holzleim (D2): Universeller Weißleim für alle Holzarten und Holzwerkstoffe. Offene Zeit ca. 10 Minuten, Presszeit zwischen 15 und 60 Minuten (zwischen 4 und 15 Minuten bei Expressleim). Ohne Lösungsmittel.
  • Holzleim (D3): Universeller, wasserfester Weißleim nach EN 204 (D3) für alle üblichen Holzarten, Holzwerkstoffe und Schichtstoff- / Holzverlegeplatten. Offene Zeit ca. 10 Minuten, Presszeit zwischen 15 und 60 Minuten.
  • Holzklebstoff (D4): Auf Polymertechnolgie basierender Holzbauklebstoff, wasserfest (D4 Norm). Für die Verklebung von Holz mit Holz und mit nahezu allen Baumaterialien geeignet. Offene Zeit ca. 30 Minuten, kurz anpressen, ca. 6 Stunden fixieren.

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