Unkrautbrenner

Unkrautbrenner
Inhalt
  1. So funktioniert ein Unkrautbrenner
  2. So wirkt ein Unkraut-Gasbrenner
  3. Sicherheit geht vor
  4. Unkrautbrenner: Gas oder Elektro?
  5. Unkrautbrenner von Gloria selbst ausprobiert

Unkraut auf Pflasterflächen ist schwer zu entfernen: Chemische Unkrautvernichter sind hier nicht zugelassen und das Jäten des Unkrauts in den Fugen ist beschwerlich und oft nur von kurzem Erfolg gekrönt. Unkrautbrenner sind hier eine praktische Alternative, um Unkraut dauerhaft aus Pflasterfugen zu entfernen. Mit einem Abflammgerät befreien Sie Gartenweg, Terrasse und Carport-Stellplatz von Fugen-Unkräutern. Lesen Sie, wie Sie die Gasbrenner wirksam gegen Unkraut einsetzen.

Der Unkrautbrenner bietet neben dem Bedienkomfort noch einen weiteren wesentlichen Vorteil gegenüber dem Fugenkratzer: Die thermische Unkrautvernichtung schont die Fuge! Während nach dem Jäten Fugensand nachgefüllt werden muss, überlebt die Pflasterfuge die Behandlung mit dem Gasbrenner unbeschadet. So sparen Sie sich einen weiteren Arbeitsschritt.

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So funktioniert ein Unkrautbrenner

Unkrautbrenner kaufen:

Die Geräte arbeiten meist mit einer Gasflamme. Sie bedienen sich einer Gasflasche, die typischerweise fürs Grillen genutzt wird und daher erheblich günstiger sind als Kartuschen-Geräte. Der Druckminderer wird direkt an die Gasflasche montiert und reduziert den Arbeitsdruck von über 8 bar auf 2,5 bar. Über einen flexiblen Zuleitungsschlauch gelangt das Propan-Butan-Gasgemisch zur Lanze. Deren Griff ist mit einem Betätigungsbügel versehen, der ein Ventil in der Gaszufuhr öffnet. Eine Stellschraube erlaubt die Vorwahl des Gasstroms im Leerlauf, also bei nicht betätigtem Griff. Somit ist sichergestellt, dass die Flamme in Arbeitspausen mit geringem Gasverbrauch weiterbrennt. Die Düse an der Lanzenspitze ist mit einem Schutzbecher gegen Windeinflüsse umgeben, von hinten kann durch Bohrungen die nötige Verbrennungsluft einströmen, sodass eine Flamme mit bis zu 1000 °C erzeugt werden kann.

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So wirkt ein Unkraut-Gasbrenner

Thermische Energie, also hohe Temperaturen, nutzt der Gasbrenner, um das Unkraut bis zur Wurzel zu bekämpfen. Dabei soll das Abflammgerät das Unkraut gar nicht unmittelbar oder gar komplett verbrennen, sondern durch die Hitzeeinwirkung werden die Zellwände des Unkrauts und zur Energieproduktion benötigte Eiweißmoleküle zerstört. Der Unkrautbrenner erhitzt die Pflanze so stark, dass sie in wenigen Tagen eingeht. Es ist also gar nicht nötig, die Flamme so lange auf das Unkraut zu halten, bis dieses komplett verbrennt.

Praxistipp: Oft wächst das Unkraut nach dem ersten Abflammen kräftig nach. Das ist normal, da die Wärme die Unkrautsamen zum Keimen anregt. Bei regelmäßiger Anwendung des Unkrautbrenners vertreiben Sie aber dauerhaft das Unkraut aus den Pflasterfugen.

Damit Sie nicht zu viel Arbeit mit der thermischen Unkrautvernichtung haben, sollten Sie früh im Jahr anfangen, mit dem Unkrautbrenner Wildkräuter von Pflasterflächen zu entfernen. Je jünger (und schwächer) die Pflanzen sind, desto größer ist der Erfolg der Abflammgeräte.

 

Sicherheit geht vor

In der Regel arbeiten Unkrautbrenner mit offener Flamme – das ist grundsätzlich gefährlich und erfordert geeignete Sicherheitsmaßnahmen. Verwenden Sie Abflammgeräte nur bei windstillem Wetter. Halten Sie zur Sicherheit stets einen Eimer Löschwasser oder einen Gartenschlauch bereit. Vor dem Anzünden des Gasbrenners sollten trockenes Laub oder Grasschnitt entfernt werden! Sicherer ist natürlich immer die elektrische Variante, die nicht mit offener Flamme, sondern mit einem heißen Luftstrahl arbeitet.

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Unkrautbrenner: Gas oder Elektro?

Unkrautbrenner

Gas-Unkrautbrenner sind handlich sowie relativ günstig und daher weit verbreitet. Die Gaskartusche am Griff ist leicht und erlaubt die Unkrautbekämpfung auch fernab des Hauses. Diese Abflammgeräte sind ideal für kleine Flächen wie Terrassen oder die Hauszuwegung. Für den ganzen Garagenhof gibt es auch Unkrautbrenner an die eine klassische Propangasflasche angeschlossen werden kann!

Die elektrischen Unkrautbrenner arbeiten mit einem auf bis zu 650° Grad erhitzten Luftstrahl: Um das Unkraut wirksam zu bekämpfen, reichen ein paar Sekunden über der Pflanze, ein vollständiges Verbrennen des Unkrauts ist nicht erforderlich! Nachteil der Elektrischen Unkrautbrenner: Der Stromanschluss bzw. das Verlängerungskabel begrenzen den Einsatzbereich des Abflammgeräts.

Fotos: Gloria

 

Unkrautbrenner von Gloria selbst ausprobiert

Das "selbst ausprobiert"-Fazit:
  • + Keine offene Flamme
  • – Durch den Netzbetrieb etwas umständlich

Lästig sprießendes Unkraut in den Fugen auf der Einfahrt oder dem Gartenweg wird mit Wärmetechnik bekämpft. Wir haben eine Heißluftpistole für den Garten selbst ausprobiert. Statt zum Fugenkratzer können Sie entspannt zur neuen Heißluftpistole "Thermoflamm bio Electro" von Gloria greifen – streng genommen ist es sogar ein Heißluft-Schwert, mit dem Sie dem Unkraut in den Pflasterfugen Ihrer Steinterrasse oder Garageneinfahrt auf den Pelz rücken! Einziger Nachteil: Durch den Netzbetrieb ist der Bewegungsspielraum etwas eingeschränkt. Dafür ist das Elektrogerät wesentlich sicherer als vergleichbare Geräte mit Gas.

Der 2000-Watt-Elektromotor erzeugt einen bis zu 650° heißen Hitzestrahl, den sie mit der Kegeldüse einige Sekunden auf das Unkraut lenken. So sollen die Pflanzenzellen absterben – für einen langfristigen Effekt. (www.gloriagarten.de, ca. 60 Euro).

Quelle: selbst ist der Mann

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