Sperrmüll

Jeder gemeldete Bürger einer Kommune oder Gemeinde hat das Recht, alle Abfälle, die für die Restabfalltonne zu groß und sperrig sind, als Sperrmüll zu entsorgen. In der Regel ist eine Sperrmüllabholung pro Jahr kostenlos, sofern man Gebühren für eine Restmülltonne bezahlt. Darüberhinaus kann man an den kommunalen Wertstoffhöfen in der Regel täglich seinen Sperrmüll entsorgen – meist ist die Abgabe sogar kostenlos!

Sperrmüll
Foto: shootingankauf / Fotolia.com
Inhalt
  1. Wann darf ich Sperrmüll rausstellen?
  2. Was darf man beim Sperrmüll entsorgen?
  3. Sperrmüll anmelden
  4. Sondermüll: Wie wird Sperrmüll entsorgt

Es gibt aber auch einige Städte, die eine Gebühr verlangen. In vielen Kommunen nehmen darüberhinaus Wertstoffhöfe Sperr- und Sondermüll ganzjährig entgegen. Nähere Informationen erhält man auf der Internetseite der Stadt oder Gemeinde. Hier erfahren Sie auch die Termine, wann in Ihrer nachbarschaft die nächste Abholung von Sperrmüll geplant ist.

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Wann darf ich Sperrmüll rausstellen?

Gerade für die Abholung von Sperrmüll am Straßenrand haben die Kommunen vergleichsweise strenge Auflagen erlassen, was man zur Abholung an die Straße stellen darf und wann (meist erst ab 6 Uhr des Abholtags). Aus guten Gründen: Zum einen soll verhindert werden, dass der Sperrmüll durch Plünderer über die Straße verteilt wird, dass Sturm den Sperrmüll durch die Straße fegt (Verletzungsgefahr!) oder dass Gefahr-/Giftstoffe auslaufen (z.B. aus alten Lackdosen).

 

Was darf man beim Sperrmüll entsorgen?

Müll entsorgen

Informieren Sie sich also vorher, welche Einzelteile Sie als Sperrmüll an die Straße stellen dürfen – sonst lassen die Abfallwirtschaftsbetriebe die unzulässigen Dinge einfach stehen. Oft fordern Kommunen auch die exakte Anmeldung der abzuholenden Stücke (1 Bett, 2 Nachttische, 1 Spülmaschine, ...)!
Praxistipp: Für Müllarten, die nicht über den Sperrmüllentsorgt werden dürften, bieten die Komunen meist getrennte Entsorgungslösungen an – die Linkliste links hilft hier weiter!

In den Sperrmüll gehören:

  • Möbel
  • Teppiche und andere Bodenbeläge, die nicht verklebt sind, sowie Laminat
  • Matratzen
  • Schrott wie Fahrräder oder Ähnliches
  • Fensterrahmen, Türrahmen, Türblätter aus Kunststoff
  • Kunststoffteile wie Dachrinnen, Rohre, Badewannen, Spülkästen
  • Nicht auf den Sperrmüll gehören Elektrogeräte oder Gegenstände aus Metall. Diese müssen separat entsorgt werden. Auch Gegenstände, die länger als 2m und schwerer als 75 kg sind, werden nicht mitgenommen.
 

Sperrmüll anmelden

In vielen Gemeinden ist die Abholung von Sperrmüll gratis – bzw. in den jährlichen Müllgebühren bereits enthalten. Dafür gibt es in der Regel vier feste Abfuhrtermine für Sperrmüll, die Sie beim Abfallwirtschaftsunternehmen Ihrer Stadt oder im "Abfallkalender" nachlesen können. Haben Sie außerhalb dieser Termine Bedarf an einer Abholung, müssen Sie den Sperrmüll anmelden. Meist geht das einfach per Telefon oder Kontakt-Formular im Internet. Wenn Sie Sperrmüll anmelden, sollten Sie relativ detailliert angeben können, was abgeholt werden soll. Denn die Müllwerker nehmen später nur mit, was auf ihrer Liste steht. So soll vermieden werden, dass ander Müllarten als Sperrmüll unachtsam an die Straße gestellt werden. Dazu zählen unter anderem ...

 

Sondermüll: Wie wird Sperrmüll entsorgt

Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen müssen zu einer Sondermüll-Annahmestelle oder zum Schadstoffmobil gebracht werden. Leuchtstofflampen enthalten rund 15 Milligramm Quecksilber, Kompaktleuchtstofflampen rund sieben Milligramm. Nur bei einer Entsorgung über den Sondermüll gelangt dieses Schwermetall nicht unkontrolliert in die Umwelt. Auch Farb- und Lackreste, Holzschutzmittel, Verdünner, Abbeizmittel und Reiniger gehören in den Sondermüll.

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Achten Sie am besten schon beim Kauf auf schadstoffarme Produkte, die können Sie zum Beispiel am Umweltzeichen "Blauer Engel" erkennen. Tapetenreste, Kleister und angetrocknete Dispersionsfarben können über den Restmüll entsorgt werden.

Elektroschrott fachgerecht entsorgen

Elektro- und Elektronikschrott, wie defekte Toaster, kaputte Bügeleisen, Glühbirnen und Leuchtstoffröhren, ausrangierte Laptops, Scanner und Drucker dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden. Denn dadurch würden wertvolle Rohstoffe, aber auch gefährliche Umweltgifte auf der Hausmülldeponie oder in der Müllverbrennung landen. Diese Geräte müssen bei kommunalen Sammelstellen abgegeben werden.

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