Umzug planen

Beim Umziehen muss viel erledigt werden. Damit Sie nichts vergessen, vertrauen Sie einfach unserem Umzugs-Zeitplaner: Er sagt Ihnen, was wann erledigt werden muss, damit Ihr Umzug stressfrei gelingt. Wie Sie Ihren Umzug planen, ohne dabei die Nerven zu verlieren, erfahren Sie hier:

Wichtig: Beginnen Sie rechtzeitig mit der Umzugsplanung! Nur wer in Ruhe seinen Umzug planen kann, vergisst nichts wichtiges und erlebt den Umzugstag nicht als "hektischsten Tag seines Lebens" sondern als wunderschönen Beginn im neuen Zuhause. Mit dieser Checkliste sind Sie bestens vorbereitet und können dem nächsten Umzug gelassen entgegenblicken!

Checkliste Umzugsratgeber
Noch 3 Monate bis zum Umzug: Die Umzugs-Checkliste zeigt, was Sie jetzt schon erledigen können.

3 Monate vor dem Umzug:

  • Alten Mietvertrag kündigen – auf die Kündigungsfrist achten! Gleich Musterbrief herunterladen >>
  • Umzugstermin festlegen
  • Umzugsurlaub beantragen (Beim Arbeitgeber informieren: Viele Firmen gewähren ihren Mitarbeitern einen, bei großer Entfernung eventuell auch zwei zusätzliche Urlaubstage. Ziehen Sie aus betriebsbedingten Gründen um, haben Sie einen gesetzlich geregelten Anspruch auf 1 Tag Umzugsurlaub.)
  • Umzugshelfer im Freundeskreis organisieren oder Spedition beauftragen
  • Erforderliche, im Mietvertrag gültig vereinbarte Schönheitsreparaturen auflisten und Zeit für Material-Einkauf und Renovierung nach Umzug einplanen. Alternativ Termine mit Handwerkern vereinbaren.
  • Neue Wohnung vermessen und überprüfen, ob man mit den Möbeln überall durchkommt (Tipp: Das Treppenhaus nicht vergessen, die Zwischenpodeste der Treppen sind meist enger als im Vollgeschoss.)
  • Neue Möbel bestellen (auf Lieferzeiten achten)
  • Nachsendeantrag bei der Post besorgen oder online erteilen
  • Allmählich bei allen Vertragspartnern ummelden (Datum angeben, ab wann Post an neue Adresse gesendet werden soll), evtl. alte Verträge kündigen und neue abschließen (Stromanbieter, Telefon- und Internetanschluss, Kabelfernsehen, GEZ, Zeitungs- und Zeitschriftenabos)
  • Falls nötig einen Sperrmülltermin ausmachen oder informieren, wann der nächste Sperrmüll stattfindet (In der Regel ist eine Sperrmüllabholung im Jahr kostenlos. Informieren Sie sich bei der Stadt)
  • Evtl. einen Nachmieter suchen

2-3 Wochen vor dem Umzug:

  • Übergabetermin mit altem und neuen Vermieter vereinbaren (Am besten schriftliches Wohnungsübergabeprotokoll ausfüllen und von beiden Vertragsparteien unterschreiben lassen.)
  • Einzugsermächtigungen und Daueraufträge überprüfen und aktualisieren
  • Umzugstransport klären / Umzugswagen organisieren
  • Ablesetermine vereinbaren und evtl. Heizkostenabrechnung mit dem Vermieter besprechen
  • Parkplatz vor dem Haus reservieren (Einfach bei der Straßenverkehrsbehörde der Stadt oder im Bürgeramt ein Halteverbot beantragen – und zwar vor der alten UND der neuen Wohnung. Haben Sie eine Spedition beauftragt, übernimmt das in der Regel die Firma.)
  • Sicherheitskopien von den wichtigsten Dokumenten machen
  • Umzugskartons und Verpackungsmaterial besorgen,
  • Werkzeugkiste überprüfen 
 

Umzugsplanung: Was kurz vor dem Umzug zu beachten ist

Je näher der Umzug rückt, desto weniger Umzugsplanung dominiert Ihren Alltag, aber um so mehr tatkräftiges Packen, Ausmisten und Wegschmeißen! Der Umzug ist auch eine Chance, alten Ballast abzuwerfen. Defekte Haushaltsgegenstände und Keller-Leichen (Kisten voller Schulbücher, Audio-Kassetten, Kleidung, die seit Jahren ungenutzt im Dunkeln lagerten) gehören endlich auf den Sperrmüll!

1 Woche vorher:

  • Entrümpeln und Unnötiges entsorgen
  • Alles, was nicht mehr benötigt wird verpacken
  • Lebensmittel aufbrauchen
  • Schranktüren und Schubladen zukleben und dazugehörige Schlüssel in der Schublade oder an der Schranktür befestigen
  • genügend Müllsäcke und Reinigungsmittel besorgen
  • Umzugshelfer an den Termin erinnern
  • Pappbecher und Einmalgeschirr besorgen (So muss am Umzugstag nichts mehr gespült werden

1 Tag vor dem Umzug:

  • Kühlschrank abtauen
  • Handy aufladen, damit Sie am Umzugstag immer erreichbar sind
  • Verpflegung für den Umzugstag organisieren
  • Bargeld abheben (falls dringend noch etwas besorgt werden muss, für den Pizza-Lieferservice oder Trinkgeld für die Möbelpacker)
  • Koffer mit Bedarf für die erste Nacht in der neuen Wohnung packen
  • Teppiche und Parkettböden mit Folien oder alten Decken schützen (Achtung: Alles festkleben, damit niemand ausrutscht)

Am Umzugstag:

  • evtl. Mietwagen abholen
  • den Umzugsablauf mit den Helfern besprechen
  • Erste-Hilfe-Set mit Pflastern bereithalten
  • Zählerstände festhalten (mit Zeugen), evtl. sogar ein Foto mit Datumsanzeige machen
  • Namenschilder entfernen und in der neuen Wohnung anbringen

Nach dem Umzug:

  • Geliehenes Verpackungsmaterial und Werkzeug zurückgeben
  • Die alte Wohnung renovieren, streichen etc./ Schönheitsreparaturen durchführen – sofern wirksam im Mietvertrag vereinbart (und noch nicht erledigt)
  • Wohnungsübergabe: Übergabeprotokolle ausfüllen und Schlüsselübergabe quittieren lassen
  • Beim Einwohnermeldeamt ummelden (bis eine Woche nach dem Umzug)
  • Kaution zurück fordern

**Die Rechtssprechung im Bereich des Mietrechts ist sehr vielschichtig, sodass unsere Tipps rund um Ihren Umzug nur eine allgemeine Einführung in das Thema darstellen können, die ggf. nicht für jeden Einzelfall die passende Lösung bietet. Der selbst.de-Umzugsratgeber ist keine Rechtsberatung. Um spätere Streitigkeiten mit dem Vermieter zu vermeiden, können Sie Ihren Mietvertrag auch den Beratern des Mieterschutzbundes, der Verbraucherzentralen oder Ihrem Anwalt zur Durchsicht vorlegen.

Fotos: © Daniel Ernst, Shootingankauf, Peter Atkins/ Fotolia.com

Quelle: selbst ist der Mann

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