Smoker bauen

In Amerika ist der Smoker weit verbreitet. In Deutschland erhält diese spezielle Methode des Grillens immer weiter Einzug.

Smoker bauen
Ein Smoker, wie ihn viele kennen. Der Rauch wird in der Side-Fire-Box mit Holz und Holzkohle erzeugt und in die Garkammer geleitet. Foto: R.J. Hinkle / Alamy

Steaks, Spare Ribs und Co. werden im Smoker meist über mehrere Stunde indirekt gegrillt – mit Kohle und speziellem Holz, das für einen besonders rauchigen Geschmack sorgen soll. Wer dieses Grillvergnügen im Garten selbst ausprobieren möchte, kann sich einen Smoker bauen.

Der Methode, die heutzutage im Smoker genutzt wird, wurde in den USA bereits im 18. und 19. Jahrhundert etabliert. In eine Erdgrube wurde die Glut gegeben und darüber über mehrere Stunden bei niedriger Temperatur Fleisch gegart. Im 21. Jahrhundert brauchen Sie aber kein Loch zu graben, um einen Smoker zu bauen. Stattdessen können Sie zwei unterschiedlich großen Fässern aus Metall greifen, um einen klassischen Smoker zu bauen.

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Smoker selber bauen – aus 2 Fässern!

Das kleinere Fass bildet dabei die sogenannte Side-Fire-Box, also eine seitlichen Feuerraum, der sich an einer Seite des großen Fasses befindet. Es ist nach unten versetzt angebracht, damit der Rauch nach oben in das große Fass steigt. In der Side-Fire-Box werden Kohlen, Holz und auch Kräuter angezündet. Der Rauch gelangt durch die Verbindung in das großen Fass, in dem das Fleisch auf einem Grillrost liegt. Anders wie beim indirekten Grillen mit einem Holzkohlegrill kommt das Fleisch so nie in Berührung mit der Glut, wird als nur durch den Rauch gegart. Der Rauch wird dann durch einen kleinen Schornstein abgeleitet.

Sowohl das große als auch das kleine Fass haben einen aufklappbaren Deckel, den man mit einer Metallsäge aus dem Fass aussägen kann und anschließend mit Scharnieren am Fass befestigt. Griffe aus Stahl anbringen, diese erleichtern das Öffnen der Deckel. Und keine Angst – die Stahlgriffe erhitzen sich nur minimal. Man kann diese auch während des Grillens ohne Handschuhe anfassen. Als letzten Schritt kann man den Smoker noch mit hitzefestem Lack lackieren – natürlich in mattem Schwarz, so wie ein klassicher Smoker.

 

Barbecue-Grill zum Smoker machen

Wenn man sich keinen Smoker bauen will, kann man auch einen normalen Barbeque-Grill als Smoker nutzen. Hierbei wird das Fleisch nicht wie in einem klassischen Smoker über mehrere Stunden nur durch den Rauch gegart, sondern indirekt durch die Glut gegrillt. Das geht um einiges schneller, allerdings wird das Fleisch dann nicht ganz so zart und entwickelt auch nicht einen so starken Rauchgeschmack. 

Smoker bauen1 und 2: Im Deckel des Smokers befinden sich rechts und links die Lüftungsklappen. Die sollte man schließen, um den Rauch im Smoker zu halten. Gleichzeitig wird so auch verhindert, dass Sauerstoff nachstörmt, was die Glut noch mehr anheizen würde. Sie sollten diese Klappen auch während des Grillens nie verstellen.

3 und 4: Lüftungsklappen rechts und links im Feuerkessel. Beim Anfeuern des BBQ-Grills sollten Sie diese immer offen halten! Später beim Grillen kann man damit die Temperatur noch nachregeln. Je weiter die Klappen geöffnet sind, desto mehr Sauerstoff strömt nach und die Glut wird wärmer.

5: Die große Lüftungsklappe unten ist beim Anfeuern immer offen. Wenn das eigentliche Grillen anfängt, geschlossen halten, da sonst zu viel Feuer entsteht und somit das Fleisch verbrennen würde.

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Zeichnung: Konny Reimann; Benutzer:Thogru - Eigenes Werk , Copyrighted free use, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34785893

Quelle: selbst ist der Mann

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