Regenwasser – das ideale Gießwasser

Womit soll man seine Blumen, den Rasen und das Gemüsebeet gießen? Leitungswasser ist selten die beste Wahl – es ist vergleichsweise teuer und kann den Pflanzen sogar schaden! Das beste Gießwasser fällt kostenlos vom Himmel!

Regenwasser, bestes Gießwasser
Foto: Hersteller / Gardena

Wie wertvoll Wasser ist, merken wir in den Dürre-Sommern der letzten Jahre besonders. Verbote in einzelnen Kommunen, den Rasen mit Leitungswasser zu bewässern, erinnern uns auch daran, dass unser Trinkwasser aus der Leitung zum Gießen im Garten viel zu schade ist – und zu teuer. Außerdem kann kalkhaltiges Leitungswasser empfindlichen Pflanzen sogar Schaden zufügen. Regen hingegen ist nahezu kalkfrei und fällt kostenlos vom Himmel. Wer das kostbare Nass in Regenwasserbehältern sammelt, kann damit auch in Trockenphasen die Gartenbewässerung bestreiten!

Gartenpflege
Regentonne

Direkt neben dem Treibhaus sammelt die Regentonne das auf dem Dach anfallende Wasser

Wasser ist Wasser, oder? Es macht aber schon einen Unterschied, ob man Leitungswasser oder Regenwasser für die Gartenbewässerung nutzt. Je nach Gebiet und Wasserquelle kann Leitungswasser zum Beispiel Stoffe enthalten, die aus dem Boden gelöst und in das Wasser eingetragen wurden. Das können Mineralien wie Kalzium und Magnesium sein, unter anderem aber auch Kalk.
Viele Pflanzen, wie Farne, Rhododendren oder Heidelbeeren, reagieren empfindlich auf einen hohen Kalkgehalt. Bevor man Leitungswasser zum Gießen nutzt, sollte man deshalb den Härtegrad kennen.
Zudem erhöht eine hohe Karbonathärte im Gießwasser den pH-Wert, also den Säuregrad des Bodens. Die meisten Nährstoffe lassen sich nur noch schwer lösen. Das lässt Pflanzen, die einen sauren Boden bevorzugen, kümmern.

Gartenpflege
Bodenprobe: pH-Wert

Die Pflanzen im Garten wachsen nur schlecht? Dann überprüfen Sie den pH-Wert Ihres Bodens

Kaltes Leitungswasser kann an heißen Tagen die Pflanzen sogar schocken. Das schwächt sie bei Hitze zusätzlich.

 

Kostenfrei und umweltfreundlich

Regenwasser ist dagegen ein ideales Gießwasser. Vor allem für sensible Pflanzen ist es weder zu kalt noch zu kalkhaltig. Regenwasser enthält zudem auch keine pflanzenschädlichen Zusätze wie Chlor oder Fluor. Es ist außerdem eine kostengünstige sowie umweltfreundliche Lösung. Und schont die kostbare Ressource Trinkwasser. Durchschnittlich fallen in Deutschland im Jahr etwa 800 Liter pro Quadratmeter an Niederschlägen, die man für die Gartenbewässerung sammeln kann.
In kleinen Gärten reicht oft bereits eine einfache Regenfass als Sammelbehälter unter dem Regenrohr für die Blumenbewässerung aus. Ein Deckel schützt vor Verunreinigungen und verhindert, dass Stechmücken die Wasserstelle zur Eiablage nutzen.

Sonstiges Dachrinne für Gartenhaus
Mit diesen Tipps verjagen Sie Mücken aus Regentonnen!

Warum siedeln Mücken überhaupt in Regentonnen oder Regenfässern an? Diese Frage kann ganz einfach damit beantwortet werden, dass das Wasser in der...


Bei der Bewässerung mit Regnern, Brausen oder mit einem wassersparenden Tropfsystem helfen Pumpen, um das Wasser aus Regentonnen, Brunnen oder Zisternen zu fördern. Das ist sogar per Akku-Pumpe möglich, falls kein Stromanschluss zur Verfügung steht. Wer nicht weiß, welche Pumpe für die jeweilige Anwendung die richtige ist, dem leistet der Pumpenberater Hilfe.

 

Beliebte Inhalte & Beiträge
Copyright 2020 selbst.de. All rights reserved.