Petersilie pflanzen

Sie verfeinert Suppen, Saucen, Kartoffeln, Fisch und noch vieles mehr: Petersilie! Anstatt jedoch regelmäßig einen neuen schnell dahinsiechenden Topf aus dem Supermarkt zu kaufen, können Sie auch im eigenen Garten oder auf dem Balkon Petersilie pflanzen.

Petersilie im Beet
Foto: AllNikArt / Pixabay
Inhalt
  1. Petersilie pflanzen und säen
  2. Petersilie pflegen
  3. Petersilie ernten und schneiden
  4. Petersilie einfrieren oder trocknen?

Obwohl die Petersilie „nur“ ein einfaches Küchenkraut ist, ist sie bezüglich Standort und Pflege sehr anspruchsvoll. Dafür belohnt die Petersilie den fleißigen Gärtner nach der erfolgreichen Ernte nicht nur mit einem aromatischen Geschmack, sondern auch mit viel Calcium, Magnesium und Eisen sowie Vitaminen A, B, C und E.

Praxistipp: Petersilie gibt es als glatte und als krause Variante. Während die krause Petersilie hübscher aussieht und daher häufig als Dekoration auf diverse Speisen landet, ist die glatte Petersilie wesentlich aromatischer.

 

Petersilie pflanzen und säen

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Petersilie wird ab Mitte März bis in den August hinein direkt ins Freiland gesät. Ab Februar können Sie die Pflanzen bereits auf der Fensterbank vorziehen. Halten Sie bei der Aussaat ausreichend Abstand und setzen Sie die Samen in einem Abstand von zehn Zentimetern und einem Reihenabstand von 20 Zentimetern etwa einen Zentimeter tief in die Erde. Die Keimdauer beträgt einen Monat. In diesem Zeitraum muss die Erde feucht gehalten werden. Die Ernte erfolgt den ganzen Frühsommer bis in den Spätherbst.

Als Doldenblütler verträgt Petersilie nicht den Kontakt zu anderen Doldenblütlern im Beet, wie etwa Karotten, Pastinaken, Dill und Sellerie. Zudem ist die Petersilie auch mit sich selbst unverträglich. Das bedeutet, dass sie frühestens nach fünf Jahren wieder am gleichen Standort ausgesät werden sollte. Als gute Beetpartner für die Mischkultur mit Petersilie eignen sich Spinat, Porree, Mangold, Tomaten und Radieschen.

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Praxistipp: Auf dem Balkon lässt sich Petersilie ebenfalls anpflanzen. Topfpetersilie bekommen Sie in jedem Supermarkt. Die Exemplare sind jedoch auf einen schnellen Verzehr ausgelegt und halten meist nicht lange. Mehr Freude werden Sie an Pflanzen aus dem Fachgeschäft haben. Auch diese Sorten sollten Sie jedoch möglichst schnell umtopfen.

 

Petersilie pflegen

Petersilie bevorzugt einen hellen, halbschattigen Standort, der nicht direkt im Sonnenlicht liegt. Der Boden sollte humos und durchlässig sein, denn Staunässe verträgt das Kraut nicht. Nichtsdestotrotz sollte die Erde stets feucht gehalten werden. Eine regelmäßige Düngegabe benötigt Petersilie nicht. Es reicht, wenn Sie den Boden im Herbst – einige Monate vor der Aussaat – mit Kompost anreichern. Frischen Kompost verträgt die Petersilie jedoch nicht.

Petersilie im Beet
Foto: tokamuwi / pixelio.de
 

Petersilie ernten und schneiden

Ab dem Frühsommer kann die Petersilie laufend geerntet werden. Nach der Blüte im zweiten Jahr werden die Blätter allerdings ungenießbar. Bei der Ernte sollten Sie Folgendes beachten:

  • äußere Triebe zuerst ernten
  • nur mit dem kompletten Stiel ernten
  • nur Stiele mit drei Blattpaare ernten
  • bevor das Grün im Spätherbst abstirbt, alles abernten
 

Petersilie einfrieren oder trocknen?

Haben Sie zu viel Petersilie oder möchten Sie sich einen Vorrat für den Winter anlegen, lässt sich die Pflanze durch Einfrieren konservieren. Hacken Sie die Blätter klein, füllen Sie sie in kleine Beutel und packen Sie sie in die Tiefkühltruhe. Theoretisch lässt sich Petersilie auch trocknen. Allerdings verliert sie dadurch sehr viel von ihrem Aroma.

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Vorsicht: Petersilie wird oft nachgesagt, dass sie in der Schwangerschaft gefährlich sei. Das gilt jedoch nur, wenn man Petersilie in unüblich großen Mengen verzehrt. Tatsächlich schädlich sind allerdings Wurzeln und Samen der Petersilie. Sie enthalten den Stoff Apiol, der eine abtreibende Wirkung haben kann. Nach der Blüte der Pflanze ist der gleiche Stoff auch in den Petersilien-Blättern enthalten. Die Pflanze wird daher nach der Blüte nicht nur für Schwangere ungenießbar.

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