Kräutertee

Diese Wirkung hat Melissentee

Melisse, auch als Zitronenmelisse bekannt, gilt seit Jahrtausenden als Heilkraut. Für die gesundheitsfördernde Wirkung kann man z.B. Melissen-Tee zubereiten und trinken. Worauf muss man bei Melissentee achten?

Melissentee
Beruhigend & antibakteriell: So entfaltet Melissentee seine heilenden Kräfte. Foto: iStock / rezkrr
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Wenn man die Blätter der Melisse (Melissa officinalis) zwischen den Fingern zerreibt, verbreiten sie einen herrlichen Geruch nach Zitrone. Doch das ist nicht das Einzige, was die Zitronenmelisse kann.

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Denn als Melissen-Tee kann das heilende Kraut gesundheitliche Probleme und Beschwerden lindern. Aber für was ist Melissentee gut? Wobei hilft Melissentee?

Melissentee: Wirkung

Das Melisse gesund ist, wusste man bereits in der Antike. Heute verwendet man die Zitronenmelisse mit ihren ätherischen Ölen und den wertvollen Inhaltsstoffen häufig in Arzneimitteln oder ganz einfach als Tee. Aber wieso macht man das? Und was bewirkt Melissenblätter-Tee?

Ein frischer Melissentee schmeckt gut und verbreitet eine angenehme Wärme. Aber das trifft so auf ziemlich jeden Tee zu. Was ist dann das Besondere an Melissentee? Melissentee hat noch eine viel größere Wirkung. Denn der Tee wirkt beruhigend, antibakteriell und kann auch Magen-Darm-Beschwerden beseitigen. Eine Wirkung kann der Melissentee auch bei Kopfschmerzen, Herzbeschwerden, Menstruationsschmerzen, Unruhe oder einer Erkältung zeigen. Melisse ist so gesund, dass sie sogar ganz natürlich bei Depressionen helfen soll.

Es gibt viele verschiedene Heilpflanzen. Einige davon können Sie auch in Ihrem Garten oder auf dem Balkon anpflanzen. Welche das sind, wie Sie diese anbauen und wobei Sie helfen, zeigt das Video:

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Praxistipp: Wer den Tee nicht trinken mag, kann ihn auch zur äußeren Anwendung nutzen. Fettige Haut, Hautunreinheiten oder Lippenherpes kann so behandelt werden.

Immer wieder hört man auch davon, dass Melisse bei Schlafstörungen helfen soll. Also ist Melisse schlaffördernd? Ja, Melisse kann beim Einschlafen helfen. Besonders auf nervöse oder ängstliche Menschen kann Melisse eine beruhigende und angstlösende Wirkung haben. Das sorgt dann auch dafür, dass man besser einschlafen kann. Dafür sind vor allem die Wirkstoffe Citronella und Citral zuständig. Diese sind auch für den Zitronen-Geruch und -Geschmack zuständig. Flavonoide, Phenolcarbonsäure und Gerbsäure (z.B. Rosmarinsäure) sorgen ebenfalls für Beruhigung und machen müde.

Melissentee: Nebenwirkungen

Die gute Nachricht direkt vorweg: Melissentee hat keine bekannten Nebenwirkungen. Allerdings kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Wenn Sie also Melissenblätter nicht vertragen, kann es zu Beschwerden des Magen-Darm-Trakts, zu Kopfschmerzen, Schwindel oder Erbrechen kommen. Wenn Sie wissen, dass Sie auf bestimmte Pflanzenstoffe empfindlich reagieren, sollten Sie einfach auf den Melissentee verzichten.
Praxistipp: Wenn Sie bereits viel Melissen-Tee getrunken haben und die ersten Anzeichen von Müdigkeit oder Entspannung bemerken, sollten Sie keine Maschinen bedienen oder Autofahren. Denn Ihre Konzentration könnte dann stark nachlassen.

Wie oft darf ich Melissentee trinken?

Wem Melissentee besonders gut schmeckt, der trinkt ihn gerne und viel. Aber gibt es beim Trinken eine Menge, die man nicht überschreiten sollte? Melissentee dürfen Sie auch mehrmals am Tag trinken. Aber es gibt auch eine Empfehlung für den Konsum an Melisse. So sollten Sie max. fünf Mal am Tag eine Tasse Melissentee trinken bzw. eine Menge von 1,5-4,5 Gramm aufnehmen.

Aber passiert etwas, wenn man mehr Melissentee trinkt? Ist zu viel Melisse schädlich? Einen übermäßigen Konsum des Tees sollten Sie vermeiden. Denn der Kräutertee enthält Alkoloide (Pyrrolizidinalkaloide). In großen Mengen können diese die Leber schädigen oder sogar Krebs verursachen. Wenn die Leber zu stark geschädigt wird, können Giftstoffe nicht mehr aus dem Körper geleitet werden. Daher sollten Sie Melissentee nur in Maßen trinken. Wenn Sie wegen Beschwerden den Tee trinken und sich diese nach 6 Wochen nicht bessern, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Melissentee: Wann trinken?

Gibt es eine bestimmte Zeit, in der man den Tee zu sich nehmen sollte? Eine Uhrzeit, in der Sie den Tee trinken sollten, gibt es nicht. Bei Einschlafstörungen wird aber empfohlen, dass Sie den Melissentee 30-45 Minuten vor dem Zubettgehen trinken.

Rezept: Melissen-Tee zubereiten

Wer Melisse im Garten hat, kann sich für den Melissentee ein paar frische Stängel abschneiden. Wenn Sie die Melisse bei der letzten Ernte getrocknet haben oder trockene Melisse gekauft haben, können Sie auch diese Melissenblätter für den Tee verwenden.

  • Wenn Sie frische Stängel verwenden, zupfen Sie die Blätter von den Stielen ab und waschen diese kurz mit kaltem Wasser ab.
    Praxistipp: Wenn Sie getrocknete Melisse verwenden, entfällt dieser Schritt.
  • Danach können Sie 5 frische Blätter oder 2 TL getrocknete Melisse in einen Teesieb geben.
  • Dann lassen Sie das Wasser aufkochen. Kurz bevor es kocht, gießen Sie dann etwa 150-250 ml Wasser über die Melisse.
    ​Praxistipp: Wenn Sie die Blätter mit kochendem Wasser übergießen, verflüchtigen sich die guten ätherischen Öle.
  • Jetzt decken Sie den Tee ab und lassen ihn etwa 10 Minuten ziehen. Wer das Aroma etwas intensiver haben möchte, kann ihn auch länger ziehen lassen.
  • Anschließend können Sie den Tee in eine Tasse abseihen. Sie können die Blätter aber auch im Tee lassen und mitessen.
  • Nun können Sie den Tee trinken. Wer mag, kann den Melissentee mit Zucker oder Honig süßen.

Praxistipp: Sie können natürlich auch Teebeutel kaufen. Hier sollten Sie darauf achten, dass der Tee aus biologischen Anbau ist.

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