Majoran pflanzen, ernten & verwenden

Majoran gehört zu den beliebtesten Gewürzen. Besonders in deftigen Speisen und Eintöpfen wird Majoran gerne verwendet. Was viele aber nicht wissen: Majoran hat auch heilende Kräfte.

Majoran pflanzen, ernten & verwenden
Das grüne Kraut kann jeder selbst anbauen. Foto: iStock / scisettialfio
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Majoran gilt als recht anspruchsloses Kraut. Daher können auch Garten-Anfänger das Gewürz anbauen. Der Vorteil: Man hat immer frischen Majoran zuhause.

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Majoran wird meist mit deftigen Eintöpfen in Verbindung gebracht. Aber eigentlich ist das Gewürz so vielfältig, dass man ihn nicht nur dann einsetzen kann. Wir zeigen, wie Sie Majoran selber anbauen können und wozu das intensive Aroma noch passt.

Was ist Majoran?

Majoran ist ein Küchenkraut und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Doch von dort aus hat er sich mittlerweile auch in weiteren Teilen der Welt verbreitet. Majoran stammt aus der Familie der Lippenblütler und ist auch als Wurstkraut bekannt. Praxistipp: Auch Thymian ist ein Lippenblütler und somit in der gleichen Familie wie Majoran und Oregano.

Übrigens: Diese fünf mediterranen Balkonkräuter kann jeder selbst ziehen. Das Video zeigt, weilche Kräuter vom Mittelmeer auch bei Ihnen auf dem Balkon wachsen – und gibt praktische Tipps für deren Pflege!

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Da Majoran mit wissenschaftlichem Namen Origanum majorana heißt, kommt es immer wieder zu Verwirrung und viele fragen sich "Ist Majoran und Oregano das gleiche?". Die Antwort ist ganz einfach. Nein, Majoran und Oregano sind nicht das gleiche und ähneln sich auch kaum. Sobald man sich etwas mit dem Kraut auseinander setzt, wird man merken, dass sich die Gewürze im Aussehen und auch beim Aroma recht deutlich unterscheiden lassen. Oregano (Origanum vulgare) und Majoran befinden sich nur in der gleichen Gattung (Origanum) und sind lediglich miteinander verwandt.

Wie sieht Majoran aus?

Origanum majorana kann als krautige Pflanze oder als Halbstrauch wachsen. Dabei kann er eine Wuchshöhe von etwa 50 cm erreichen. Die Blätter des Majorans haben eine ovale Form und eine glatte Oberfläche. Besonders Laien fällt der Unterschied zum Oregano oft nicht auf. Die Blätter zeigen aber eigentlich recht deutlich, ob es sich um Majoran oder Oregano handelt. Denn die Blätter vom Oregano sind eher spitz zulaufend und fein behaart.
Praxistipp: Den Unterschied erkennt man auch an dem Duft und dem Geschmack. Wenn Sie die frischen Blätter zwischen den Fingern reiben, verbreitet Majoran einen herb-süßen Geruch.

Wie schmeckt Majoran?

Das Kraut hat einen sehr intensiven und würzigen Geschmack. Meist wird er als eher herb mit einer süßen Würze beschrieben. Er hat eine leicht pfeffrige Schärfe, die aber sehr angenehm ist. Im Vergleich zu seinem Verwandten, dem Oregano, ist Majoran viel lieblicher und nicht so bitter.

Majoran anbauen

Wie bereits erwähnt ist Majoran keine anspruchsvolle Pflanze. Deshalb können Sie, auch wenn Sie keinen grünen Daumen haben, den Majoran selber pflanzen. Dabei haben Sie die Wahl zwischen Majoran aus Samen ziehen oder Jungpflanze kaufen und diese ins Beet einpflanzen. Beim Auspflanzen sollten etwa 25cm zwischen den Jungpflanzen liegen.

Neben Majoran können auch andere Kräuter einfach angepflanzt werden. Welche das sind, zeigt das Video:
 

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Praxistipp: Im Beet sollten Sie Majoran nur dann anbauen, wenn Sie nicht schon im vorherigen Jahr an der gleichen Stelle Majoran gepflanzt haben. Denn das Kraut ist eine selbstunverträgliche Pflanze. Am besten ist ein Abstand von 4 Jahren. Auch andere Lippenblütler wie z.B. Thymian sollten Sie nicht im gleichen Beet anbauen.

Wann Majoran pflanzen?

Majoran können Sie bereits im März oder April im Haus vorziehen. Wer die Samen aber direkt im eigenen Garten säen möchte, sollte die Eisheiligen im Mai abwarten. Denn die Majoran-Pflanze ist frostempfindlich und würde auch späten Frost nicht überstehen. Damit ist auch klar, dass Majoran nicht winterhart ist.
Praxistipp: Majoran ist ein Lichtkeimer. Die Samen dürfen daher nur leicht mit Erde berieselt werden.

Welchen Standort braucht Majoran?

Da Majoran ursprünglich aus dem Mittelmeerraum kommt, kann man leicht erraten, welchen Standort das Kraut bevorzugt. Ein sonniger Standort, der windgeschützt ist, ist für die Pflanze optimal. Wenn jetzt auch noch der Boden stimmt, sind die Bedingungen für den Majoran perfekt. Doch welche Erde braucht der Majoran? Der Majoran bevorzugt einen gut durchlässigen, nährstoffreichen und trockenen Boden. Staunässe mag er hingegen nicht so sehr. Ideal ist es auch, wenn der Boden einen hohen Kalkanteil aufweist. Daher kann er auch in Kies oder in lehmigen Böden gedeihen. Nur im reinen Sand sollten Sie die Pflanze nicht anbauen.
Praxistipp: Damit der Boden frei von Unkraut und locker bleibt, sollten Sie die Erde um den Majoran herum ab und zu hacken.

Wann blüht Majoran?

Etwa zwei Monate (Juni-August) nach der Aussaat bilden sich an den Stängeln der Pflanze Scheinähren. An diesen entwickeln sich dann schon bald Blütenstände.

Wenn der Majoran dann blüht, können Sie kleine Blüten entdecken. Meisten sind diese weiß, manchmal können sie aber auch rosa sein. Sind die Blüten ausgebildet sollten Sie auch einen recht starken süß-deftigen Geruch wahrnehmen.

Wann Majoran ernten?

Das Gerücht, dass man Majoran nach der Blüte nicht mehr essen sollte, hält sich hartnäckig. Aber es stimmt nicht, dass Majoran nach der Blüte giftig wird. Deswegen können Sie das Kraut auch noch nach der Blüte ernten und verwerten. Die beste Zeit zum Ernten ist übrigens der Vormittag. Dann sind die Pflanzen tautrocken. Wer ganze Stängel braucht, schneidet diese am besten mit einem scharfen Messer oder einer Schere ab. Einzelne Blätter können Sie einfach von den Stängeln abzupfen.
Praxistipp: Vor dem Aufgehen der Blüte enthält die Pflanze besonders viele ätherische Öle und dadurch eine hohe Konzentration an Aromastoffen und Heilkräften. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für die Ernte.

Für was wird Majoran verwendet?

Majoran ist immer dann die richtige Wahl, wenn es sich um deftige Gerichte oder schwere Speisen handelt. Und was würzt man mit Majoran? Die intensive Würze entfaltet er besonders bei Fleischgerichten mit Geflügel, Schwein, Wild oder Kaninchen. Da er auch für viele Wurstarten (z.B. Bratwürste) verwendet wird, wird das Kraut auch Wurstkraut genannt. Eine geringe Menge an Majoran können Sie aber auch für Gemüsegerichte, Aufläufe oder auch Dips und Soßen verwenden.

Praxistipp: Sie können frischen oder getrockneten Majoran auch in Quark oder Frischkäse geben. So schmeckt er auch auf Brot.

Wofür ist Majoran gut?

Das Küchenkraut Majoran wird auch als Heilpflanze ausgewiesen. Denn die Pflanze steckt voller gesunder Inhaltsstoffe. Ätherische Öle, Vitamin C, Flavonoide und Gerb- und Bitterstoffe sorgen für eine positive Wirkung auf den Körper. Mit diesen Inhaltsstoffen kann er die Verdauung fördern, Magen-Darm-Beschwerden lindern und den Fettstoffwechsel unterstützen. Außerdem kann er auch Krämpfen und Entzündungen entgegenwirken. Wer die heilenden Kräfte ausprobieren möchte, kann mehr mit Majoran kochen. Die leckersten Rezepte mit Majoran finden Sie hier >>

Praxistipp: Sie können aber auch einen Majoran-Tee kochen. Dafür nehmen Sie einfach 1-2 Teelöffel Majoran und übergießen diesen mit 250ml kochendem Wasser. Dann nur noch 5 Minuten ziehen lassen und schon können Sie den gesunden Tee trinken.

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