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Geht auch ganz einfach:

Kabelquerschnitt Hausinstallation Elektroinstallationen: Auf das Kabel kommt es an

Stromkabel in einer festen Hausinstallation haben immer einen Kern aus massivem Kupfer. Die Stärke dieses Kupferdrahtes richtet sich nach dem maximalen Strom, der durch die Ader fließen soll. Welche Kabelquerschnitte die Hausinstallation haben sollte, erfahren Sie hier im Video:

Video Platzhalter
Inhalt
  1. Was ist der Kabelquerschnitt?
  2. Wann welcher Kabelquerschnitt?
  3. Welches Stromkabel für Lampen?
  4. Wie misst man Kabelquerschnitt?
  5. Warum ist der Kabelquerschnitt wichtig?

Der Querschnitt des Stromkabels wird wie die Verlegung der Hausinstallation selbst in der DIN 18015 "Vorschriften für das Verlegen elektrischer Leitungen in Wohnungen oder Häusern" festgelegt. Die Auswahl im Baumarkt macht manchmal sprachlos, aber selbstverständlich muss jede Elektroleitung für die vorgesehen Aufgabe ausgelegt sein. Übrigens: Neben der Strommenge bedingt auch die Verlege-Art des Kabels den Aufbau und den Kabelquerschnitt der Hausinstallation.

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Sicherheit bei Elektroinstallationen

Egal ob Sie eine neue Steckdose einbauen oder nur eine Lampe anschließen möchten: Bei Elektroinstallationen sollten Sie immer auf Ihre Sicherheit achten! Im Video finden Sie die Sicherheits-Basics, die wirklich jeder befolgen sollte:

 

Bei allen Arbeiten an elektrischen Geräten und Anlagen ist die ausführende Person für die Einhaltung der gültigen VDE-Vorschriften verantwortlich. Nehmen Sie also nur Arbeiten vor, bei denen Sie sich über die richtige Ausführung absolut sicher sind. Arbeiten Sie nie an Geräten oder Installationen, die unter Spannung stehen! Messen Sie immer nach, ob die Leitung tatsächlich keine Spannung aufweist! Ganz besondere Sorgfalt ist bei Arbeiten im Außenbereich notwendig, hier gelten auch besondere Bestimmungen.

 

Was ist der Kabelquerschnitt?

Der Kabelquerschnitt wird auch Leitungsquerschnitt genannt. Dieser sagt aus, wie viel Strom durch das Kabel transportiert wird.

Ein großer Querschnitt zeigt so, dass eine hohe Spannung besteht und viel Strom über das Kabel transportiert wird. Der Kabelquerschnitt zeigt den Wert, der die Größe des Flächeninhalts des Kabelschnittes beschreibt. Er wird daher in mm² angegeben. Wichtig zu wissen: Der Kabelquerschnitt beschreibt nicht den Durchmesser, die Länge oder die Dicke des Kabels!

Praxistipp: Da der Strom über das Kabel während des Transports immer an Leistung verliert, sollten die Elektroleitungen immer möglichst kurz sein.

 

Wann welcher Kabelquerschnitt?

Bei üblichen Hausinstallationen muss jede Ader einen Querschnitt von mindestens 1,5 mm² haben, derartige Leitungen werden dann mit einer Sicherung von 16 Ampere (A) abgesichert. Stärkere Ströme, etwa an einem Elektroherd, müssen mit stärkeren Leitungen angeschlossen werden, hier sind wenigstens 2,5 mm² vorgeschrieben.

Zum Anschluss ortsveränderlicher Verbraucher – also auch üblicher Haushaltsgeräte – sind flexible Leitungen vorgeschrieben. Hier werden die Adern in der Leitung aus vielen feinen Kupferdrähten gebildet, die gemeinsam in die Isolation eingebettet werden. Dadurch sind die Leitungen flexibler, die Kupferleiter brechen nicht.

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Alle für Elektroarbeiten zugelassenen Leitungen haben eine Kurzbezeichnung. Die Buchstaben geben den Leitungstyp an, die Zahlen bezeichnen Anzahl und Querschnitt der Adern.

 

Welches Stromkabel für Lampen?

Die Kabelquerschnitte der Hausinstallation bemessen sich vor allem nach der Belastung, der das Stromkabel ausgesetzt ist und danach, wie das Kabel verlegt wird. Standard-Kabel der Hausinstallation ist das NYM-J / 3 x 1,5 mm²: Hier handelt es sich um ein drei-adriges Installationskabel, dessen einzelne Kupferleitungen je einen Querschnitt von 1,5 mm² aufweisen und PVC-ummantelt sind. NYM-J ist geeignet für die Verlegung über, auf und in Putz in trockenen, feuchten und nassen Räumen sowie in Mauerwerk und Beton. Wird die Elektroinstallation in Hohlrohren verlegt, genügt ein Ho7V-U-Kabel: Hier ist die Aderleitung aus Kupfer nur mit einer Lage Kunststoff geschützt.

 

Wie misst man Kabelquerschnitt?

Aber woher weiß ich, ob ich den richtigen Kabelquerschnitt benutze? Dafür gibt es verschiedene Methoden. Am einfachsten ist es, wenn Sie den Querschnitt mit einem Messschieber oder der Kabellehre messen. Denn hier können Sie den Wert direkt ablesen. Da es aber auch damit schwer ist, den ganz exakten Wert zu messen, ist es am genauesten, wenn Sie den Querschnitt berechnen. Für das Berechnen benötigen Sie aber eine recht komplizierte Formel. Einfacher ist es dann, wenn Sie sich die folgende Faustregel merken oder einen Elektriker beauftragen.

NYM-J / 3 x 1,5 mm² Kabel werden in privaten Haushalten üblicherweise für Beleuchtung und Steckdosen verwendet. Als Faustregel für den Kabelquerschnitt der Hausinstallation können Sie sich merken:

  • 1,5 mm² für Beleuchtung und weniger belastete Steckdosen
  • 2,5 mm² für hoch belastete Steckdosen (Wäschetrockner, Geschirrspüler, Heizkessel, etc.)
  • 4 mm² für Elektroherde und stärkere Maschinen in der Hobbywerkstatt oder Garage

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Zum Berechnen gibt es auch Online-Rechner, die die Berechnung übernehmen. Doch nicht immer ist das notwendig. Die folgende Tabelle zeigt ein paar Beispiele, bei denen Sie aber unbedingt den Kabelquerschnitt berechnen (lassen) sollten:

  • Mobile Stromversorgung (Wohnmobil) installieren
  • Notstromaggregat anschließen
  • Heizung/Kälteanlage betreiben
  • Photovoltaikanlage installieren
  • Elektrokabel in Fahrzeugen verlegen
  • Hausinstallation aufbauen oder erweitern
  • Wallbox (Elektro-Auto-Ladegeräte) installieren
 

Warum ist der Kabelquerschnitt wichtig?

Weil sich schnell hohe Stromverluste summieren, ist der Kabelquerschnitt zu klein oder die Länge der Elektroleitung zu groß! Bei einer Stromzuleitung mit 25 m Länge entsteht bspw. schnell ein Leistungsverlust von mehr als 58 Watt.

Bei einem zu kleinen Kabelquerschnitt kann es im schlimmsten Fall sogar zu einem Kabelbrand führen, weil durch die entstehende Wärme die Ummantelung schmelzen kann. Daher sollte der Kabelquerschnitt weder zu klein noch zu groß sein.

Installationszonen

Für die Verlegung von Elektroleitungen in und unter Putz gibt es so genannte Installationszonen, in denen die Leitungen liegen müssen. Damit kann man später in allen anderen Wandbereichen gefahrlos bohren und nageln.

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Achtung: In Decken dürfen die Leitungen auch diagonal verlegt werden, das Kabel kann also direkt in Richtung des entsprechenden Schalters zur Wand geführt werden. Verteilerdosen müssen ebenso wie Schalter und Steckdosen ebenfalls in den Installationszonen montiert werden.

Quelle: selbst ist der Mann

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