Holzschutz: Lasuren, Öle, Farben

Besonders im Garten hat der Baustoff Holz mit sehr vielen äußeren Einflüssen zu kämpfen. Ein Hauptfeind für Möbel, Gartenhaus und Co. ist dabei die Nässe.

Feuchtigkeit dringt in die unbehandelten Poren und greift das Holz an. In Kombination mit Pilzen und Schädlingen dauert es nicht lange, bis das Material instabil wird und zu faulen beginnt. Daher ist ein guter Holzschutz so wichtig!

Doch auch sonnige Tage bergen ihre eigenen Gefahren: Wird das Holz im Außenbereich nicht entsprechend geschützt, greifen die UV-Strahlen der Sonne das stabilisierende Lignin an, das bei anschließendem Regenfall allmählich ausgeschwemmt wird. Probleme wie diese können bereits im Voraus angegangen werden. Bei der Planung eines neuen Gartenhauses, Carports oder einer Holzterrasse kann durch konstruktiven Holzschutz, also eine bestimmte Bauweise, dafür gesorgt werden, dass die Projekte von Anfang an haltbar und wetterresistent angelegt werden: Carports und Terrassenüberdachungen können mit Dachüberstand verhindern, dass die Tragbalken und die Wände bei jedem Regenfall nass werden. Pfostenschuhe oder ein Fundament aus Beton vermeiden, dass das Holz Kontakt zum Erdreich hat, wo Schädlinge freien Zugriff auf den Baustoff hätten.

 

Holzschutzmittel verarbeiten

Holzschutz

Das richtige Werkzeug ist bei der Verarbeitung von Holzschutzmitteln entscheidend: Der Lasurpinsel WoodStar von COLOR EXPERT z. B. verfügt über einen integrierten Farbtank aus Naturborsten und wird umgeben von einer speziellen Kunststoffborsten-Mischung, was die Farbhaltung vereinfacht.

Holzschutz

Bei Nadelhölzern, die dauerhaft der Witterung ausgesetzt sind, sollten Sie vor dem eigentlichen Holzschutz-Anstrich einen Bläueschutz auftragen! Denn die nicht resistenten Nadelhölzer müssen vor Pilzen
und Bläue geschützt werden – zum Beispiel mit dem Imprägniergrund W210 von PNZ.
In der Galerie oben stellen wir eine Auswahl verschiedener Produkte sowie ihren jeweiligen Anwendungsbereich vor. Grundsätzlich gilt aber: Lesen Sie sich vor Kauf bzw. Anwendung genau durch, ob das Mittel für Ihr Garten-Holzprojekt geeignet ist.

 

Holzschutz im Garten

Das Gleiche gilt für den Bau einer Terrasse: Durch untergelegte Randsteine, Betonfundamente oder Gehwegplatten kann stehende Nässe an hölzernen Unterkonstruktionen vermieden werden. Damit das Wasser sich nicht auf den Terrassendielen sammelt, sollten sie immer ein leichtes Gefälle vom Haus weg haben – so kann das Wasser gefahrlos abfließen. Doch trotz aller Vorsichtsmaßnahmen werden Sie um eine regelmäßige Oberflächenbehandlung des Holzes im Außenbereich nicht herumkommen. Zunächst müssen unbehandelte Hölzer allerdings grundiert bzw. imprägniert werden. Dabei dringen die Wirkstoffe tief in das Material ein und verhindern das Wachsen von Bläuepilzen auf Nadelhölzern. Zudem kann durch diese Behandlung ein späterer Deckanstrich besser haften.

Holzschutz
Holzschutzlasur

Holz im Garten muss geschützt werden: Hier ein Überblick zum Thema Holzschutzlasuren

Welches Mittel für Ihre Gartenmöbel und Ihre Terrasse verwendet werden kann, hängt vom verwendeten Holz ab: Öle eignen sich beispielsweise in der Regel eher für Harthölzer. Holzöl dringt beim Anstreichen in das Holz ein und kristallisiert darin zu einer Schutzschicht, sodass kein Wasser eindringen kann. Lack hingegen funktioniert als Holzschutzmittel, indem er die Oberfläche vollständig versiegelt. Aber Vorsicht: Dringt über eine undichte Stelle Feuchtigkeit ein, kann diese nicht mehr verdunsten, was zu Quellungen und Spannungsrissen im Holz führen kann. Lack sollte daher besonders sorgfältig verarbeitet und Risse in der Lackschicht so schnell wie möglich ausgebessert werden. Mit Lasuren lässt sich das Holz auch optisch aufwerten, denn das Mittel dringt nicht nur in das Holz ein und schützt die Poren, es kann je nach verwendetem Produkt auch die Oberfläche einfärben, während es gleichzeitig die Holzmaserung durchscheinen lässt. Dünnschichtlasuren dringen tiefer in das Holz ein und bilden eine dünne, diffusionsoffene Schicht. Eine Dickschichtlasur hingegen eignet sich für Fenster und Türen, die ihre Maßhaltigkeit nicht verlieren dürfen. Sie dringt weniger tief ein und bildet eine deutlichere Oberflächenschicht aus. In den letzten Jahren hat sich das Angebot im Holzschutz-Bereich entschieden erweitert.

Beliebte Inhalte & Beiträge
Copyright 2019 selbst.de. All rights reserved.