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Geht auch ganz einfach:

Bohrer schärfen Bohrer, Beitel und Messer schärfen

Nur mit scharfen Werkzeugen ist präzises Arbeiten möglich. Hand aufs Herz: Wann haben Sie sich zuletzt darum gekümmert? So können Sie Bohrer schärfen.

Mit einer der gezeigten Schärfstationen können Sie auch ohne genaue Kennntnis der erforderlichen Schleifwinkel Ihre Beitel, Sägeketten und Bohrer schärfen.

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Die Geräte sind dafür mit einer Justierlehre (Scheppach) oder fest vorgegebenen Schablonen (Toolcraft) versehen. Beide Geräte zum Bohrer schärfen haben jeweils Vor- und Nachteile: So geht der Schärfvorgang bei Toolcraft schneller von der Hand, dafür können mit Scheppach auch Zwischengrößen bearbeitet werden.

 

Womit kann man Bohrer schärfen?

Viele Schärfgeräte sind für verschiedene schneidende Werkzeuge nutzbar– bei den hier gezeigten Geräten gehören Messer und Beitel dazu. Alle Bohrerschärfgeräte können aber nur unvergütete Metallbohrer bearbeiten, also zum Beispiel keine Holzbohrer. Freilich funktioniert das Schärfen mehr oder weniger gut – so bietet der Messerschleif-Vorsatz bei Scheppach keine sichere Führung und der Nachschliff von Beiteln ist bei Toolcraft eine wackelige Angelegenheit.

Praxistipp: Nicht nur Bohrer können Sie selbst schärfen. Mit dem Schärfgerät von Einhell können Sie auch Sägeketten schärfen. Wie genau, zeigt das Video:

 

Sägekettenschärfgerät von Einhell

Das Akku-Sägekettenschärfgerät GE-CS 18 Li-Solo von Einhell (knapp 40 Euro ohne Akku und Ladegerät) ist für den Nachschliff von Sägeketten vorgesehen. Die freie Einstellbarkeit von Schleifwinkel und Schneidenabstand ermöglicht die Bearbeitung praktisch aller handelsüblichen Ketten.

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Es können dabei die gängigen 18-Volt-Akkus des Herstellers genutzt werden (Power-X-Change System).

  • Vorteile: Netzunabhängiger Betrieb, daher auch im Wald nutzbar, einfache werkzeuglose Anpassung an verschiedene Kettengeometrien, leichte Anwendung
  • Nachteile: Skalen teils schwer ablesbar

Multischleifer von Scheppach

Der Multischleifer GS650 von Scheppach (knapp 50 Euro) arbeitet elektrisch. An eine kompakte Motoreinheit mit Schärfkörper können drei verschiedene Schärfeinrichtungen montiert werden, um Bohrer, Beitel sowie Scheren und Messer zu schärfen. Zur Aufbewahrung können alle drei Vorsätze am Gerät „geparkt“ werden, sodass keine Einzelteile verloren gehen.

  • Vorteile: Kompaktes Gerät, vielseitig nutzbar, winkelgenaues Schärfen von Bohrern, Anpassung des Schärfwinkels möglich (Beitel)
  • Nachteile: Schleifstein hinterlässt deutliche Riefen, Anschlag am Schärfvorsatz für Beitel wackelig

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Schärfgerät von Toolcraft

Das Universal-Schärfgerät S1D-DW03-58 von Toolcraft (gut 50 Euro) besteht aus vier Komponenten – einer Motoreinheit und drei Vorsatzgeräten, die mit einem Bajonettverschluss an den Motor gekoppelt werden. Dabei verfügt jeder Vorsatz über einen eigenen Schärfkörper. Geschärft werden können Bohrer, Messer sowie Beitel und alle anderen größeren Schneiden.

  • Vorteile: Vielseitig nutzbar, riefenarmes Schleifergebnis, einfaches, winkelgenaues Nachschärfen von Bohrern, sichere Führung beim Messerschliff;
  • Nachteile: Wackelige Auflage beim universellen Vorsatz

Praxistipp: Beim Einsatz eines Kettenschärfgerätes kommt es darauf an, die Schärfwinkel der jeweils genutzten Kettengeometrie anzupassen – das gelingt ganz gut, indem man den Schleifstein bei abgeschaltetem Motor probehalber absenkt, um den Abtrag „peilen“ zu können. Der eigentliche Schärfvorgang fällt dann recht leicht.

 

Anleitung: Wie kann man Bohrer schärfen?

Bohrer sind ja meistens dann stumpf, wenn man sie gerade benutzen möchte. Doch mit einem Schärfgerät können Sie ihn auch recht schnell selber schärfen. Die Bedienung der Geräte ist so einfach, dass auch Laien es nutzen können.

Richtig schärfen

Bei dem Schärfgerät von Scheppach müssen Sie zuerst den richtigen Vorsatz auswählen. Dann können Sie den Bohrer in die Führung legen und den Bohrer so justieren, bis die Schneiden am Anschlag liegen. Dann fixieren Sie den Bohrer und und starten das Gerät. Anschließend können Sie das Gerät ausschalten, den Bohrer entnehmen und den Bohrer über Kopf einsetzen. Wenn Sie den Vorgang nun wiederholen, können Sie den Bohrer wieder wie gewohnt nutzen.
Praxistipp: Beim Schärfvorgang sollten Sie unbedingt darauf achten, dass der rotierende Schleifstein nur kurzfristig mit der Bohrerspitze Kontakt hat – sonst kommt es zu einer Überhitzung und in der Folge zum Ausglühen der Schneide. Betroffene Bohrer verschleißen dann schnell und sind praktisch wertlos.

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Beim Gerät von Toolcraft können Sie nur angegebene Bohrer schärfen. Dabei stecken Sie die Schneide in die entsprechende Führung. Da Sie den Bohrer um 180° drehen, werden beide Schneiden gleichezeitig geschliffen.

Quelle: selbst ist der Mann 10 / 2019

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