Amaryllis überwintern So schneidet man verblühte Amaryllis zurück

Der Ritterstern schenkt uns zur Weihnachtszeit traumhafte Blüten. Doch wenn die Amaryllis verblüht ist, bedarf es guter Pflege, damit auch im nächsten Jahr aus derselben Zwiebel wieder prächtige Blütenstengel wachsen. Diese Tipps gilt es beim Amaryllis überwintern zu befolgen.

verblühte Amaryllis
Foto: sidm / BW
Inhalt
  1. Amaryllis überwintern heißt "durch den Sommer bringen"
  2. Verblühte Amaryllis zu neuer Blüte anregen
  3. Praxistipps: Verblührte Amaryllis überwintern

Dabei ist "Amaryllis überwintern" ja eigentlich irreführend – schließlich muss die verblühte Amaryllis durch den Sommer gebracht werden! Im Folgenden finden Sie alle nötigen Informationen zur Pflege Ihrer Amaryllis – von der Frage "Wie schneide ich die Amaryllis zurück?" über "Was tun mit der Amaryllis-Zwiebel?" bis zu "Wie bekomme ich meine Amaryllis wieder zum Blühen?"

 

Amaryllis überwintern heißt "durch den Sommer bringen"

Irgendwann im Januar lässt selbst die ausdauernd blühende Amaryllis ihre welken Blüten traurig hängen. Jetzt ist es Zeit für einen ersten Rückschnitt der Amaryllis! Schneiden Sie den verblühten Stengel – wie im Video zu sehen – knapp über der Zwiebel ab. Die Blätter des Rittersterns bleiben aber stehen. Sie benötigt die Pflanze, um über die Photosynthese in den nächsten Monaten ausreichend Nährstoffe in der Zwiebel einzulagern, um im nächsten Winter wieder genug Energie gespeichert zu haben, damit neue prachtvolle Blüten wachsen können.

 

Für die nächsten Monate sollte die Amaryllis hell und warm stehen (Fensterplatz), regelmäßig gegossen werden (der Ritterstern darf während der Wachstumsphase im Sommer nicht trocken fallen) und ab und zu freut sich die Amaryllis über eine Düngergabe. Diese Sommer-Pflege ist total simpel und sollte bis Ende August fortgesetzt werden.
Ab September stellen Sie das Gießen ein und lassen das Laub der Amaryllis verwelken. Schneiden Sie nun auch das Blattwerk des Rittersterns bündig mit der Zwiebel ab und stellen die Pflanze an einen kühlen, dunklen Ort.

 

Verblühte Amaryllis zu neuer Blüte anregen

Ab November können Sie die Amaryllis dann aus ihrem kurzen "Winterschlaf" wecken: Topfen Sie die Zwiebel in frische Erde – der Topf sollte nur minimal größer sein – und wässern die Pflanze zum Beginn einmalig. Warten Sie dann mit dem Gießen, bis sich der erste Trieb zeigt! Wenn die Amaryllis an einem warmen, hellen Ort in der Wohnung steht, zeigen sich nach 12-14 Tagen die ersten Triebe. Bis der Blütenstengel Knospen trägt, vergehen nach dem Einpflanzen der Zwiebel je nach Sorte, Standort und Temperatur gut und gerne sechs bis acht Wochen. Das sollten Sie einrechnen, wenn Ihre Amaryllis pünktlich zu Weihnachten blühen soll!

Amaryllis pflegen
So kennen wir die Amaryllis: Eine kleine Knolle, aus der später ein mächtiger Blütenstengel emporwächst! Foto: Viktoriya Pavlova / pixabay

Ist die Amaryllis erstmal gut angewachsen, beschränkt sich die regelmäßige Pflege des Rittersterns auf wöchentliches Gießen und mäßiges Düngen (während der Blütezeit).

 

Praxistipps: Verblührte Amaryllis überwintern

  • Topfen Sie die Amaryllis nicht zu tief ein: Ein Drittel der Zwiebel sollte über die Erde hinausragen
  • Wachsüberzogene Zwiebeln brauchen gar kein Pflanzsubstrat – ein Untersetzer mit etwas Wasser genügt meist (dafür lassen sich die gewachsten Zwiebeln schlecht überwintern)
  • Ab August das Gießen reduzieren und dann ganz einstellen: Die verwelkten, eingezogenen Blätter abschneiden, ehe es ins Winterquartier geht
  • Die kurze Ruhephase nach dem Sommer ist wichtig: Dunkel und kühl muss die Zwiebel lagern (am besten ohne Erde drumherum) damit Sie nach dem erneuten Eintopfen wieder kräftig austreibt
  • In der Regel bilden Amaryllis zuerst den Blütenstengel, dann die Blätter.
  • Im Garten gesetzte Amaryllis sollten – wie Dahlien – im Herbst ausgegraben werden und im Haus überwintern!
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