Horizontalabdichtung Wand trockenlegen: Injektionsverfahren

Feuchte Wände sind ein großes Problem, für das es kein Patentrezept gibt. Eine Möglichkeit, wie Sie eine Wand trockenlegen können, ist das Injektionsverfahren.

Durch das Injektionsverfahren werden die Poren im Mauerwerk mit einem bestimmten Stoff geschlossen, sodass diese keinen Platz mehr haben, um Feuchtigkeit aufzunehmen. Die Methoden hierfür können je nach Fall ganz unterschiedlich sein. Wichtig ist jedoch, dass das Mauerwerk vorher ausreichend getrocknet wurde, damit kein Wasser das Injektionsmittel am Eindringen hindert.

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Injektionsverfahren: Mittel und Vorgehen

Das Injektionsverfahren ist vor allem dann hilfreich, wenn man nicht gleich den ganzen Keller freilegen möchte, um die feuchte Kellerwand abdichten zu können. Ob das Verfahren jedoch reicht, um die Wand trockenzulegen, sollte immer von einem Experten geprüft werden. Schließlich gibt es verschiedene Gründe für das Eindringen von Wasser – manchmal nicht nur einen. Die Quelle muss zweifelsfrei geklärt sein, ehe man versucht, den Keller trockenzulegen. Entsprechend der Ursache wird ein Experte auch das richtige chemische Mittel auswählen, welches ins Mauerwerk injiziert werden soll. Von Paraffin über Wachsen bis hinzu Kunststoff ist hier alles denkbar, um eine Kellerabdichtung von Innen per Injektion durchzuführen. Auch das Injektionsverfahren muss entsprechend angepasst werden. In einigen Fällen reicht das injizieren mit einer Gießkanne, in anderen Fällen muss die Lösung mit Hochdruck ins Mauerwerk gepresst werden.

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Wie Heimwerker Mauern horizontal abdichten

Durchnässt das Mauerwerk von unten, sollen horizontal eingebrachte Dichtmittel helfen. Praktisch: Jetzt gibt es auch ein Heimwerkerset, um per Injektionsverfahren Wände trockenzulegen! In der Galerie oben, zeigen wir Schritt für Schritt, wie die Mauerwerkstrockenlegung per Injektionsverfahren funktioniert!

Das Set umfasst eine Handpresse, einen Schlauch und ein Sicherheitsventil/Adapter, sechs Kartuschen mit Dichtgel, zehn Kunststoffpacker sowie einen sogenannten Einschlagdöpper (Hilfsmittel
zum Einschlagen). Kostenpunkt: 193 Euro inkl. Versand, erhältlich z. B. beim Hersteller unter permagel.de/shop. Laut Polymertechnik Hegemann eignet sich das Mittel nicht für Hochlochziegel, Beton oder großformatige Blöcke. Wände aus alten Vollziegeln, Natur-, Kalksand- oder Leichtbetonsteinen sollen aber dauerhaft abgedichtet werden. Die Polymermasse bindet das Wasser in den Wänden und bildet eine  durchgängige Abdichtebene.

Fotos: sidm / Archiv

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