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Geht auch ganz einfach:

Feuchter Keller Außenwand abdichten

Zu recht sind viele Hausbesitzer mehr als besorgt, wenn Sie abplatzenden Putz, modrigen Geruch oder feuchte Stellen im Keller wahrnehmen. Wir verraten, ab wann ein feuchter Keller zum echten Problem wird und wie Sie im Notfall handeln!

Inhalt
  1. Feuchtigkeit im Keller erkennen
  2. Warum ist der Keller feucht?
  3. Was tun, wenn der Keller feucht ist?

Nasse Flecken, abblätternder Putz und modriger Geruch – bei diesen Signalen sollten Ihre Alarmglocken klingeln, denn all das sind Indizien für einen zu feuchten Keller! Egal ob der nasse Keller eine Folge eines starken Unwetters ist oder Ihre eigene Kellernutzung dafür verantwortlich ist – jetzt ist schnelles Handeln und Ursachenforschung gefragt, um schwere Folgen abwenden zu können!

 

Feuchtigkeit im Keller erkennen

Bevor Sie in Panik verfallen, sollten Sie überprüfen, ob Ihr Keller überhaupt ein Feuchtigkeitsproblem hat. Wie bereits erwähnt, sind die häufigsten Anzeichen dafür nasse Wände, ein muffiger Geruch, abblätternder Putz oder Risse in den Wänden und Salzausblühungen. Besteht die hohe Feuchtigkeit schon seit längerer Zeit, werden Sie möglicherweise auch Schimmel entdecken können. 

Möchten Sie auf Nummer sicher gehen, können Sie Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Ihrem Keller überwachen. Die idealen Werte liegen je nach Nutzung bei 12°C bis 20°C und 40 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Mit speziellen Messgeräten lässt sich zusätzlich die Wandfeuchte messen. Mit regelmäßigen Messungen können Sie so feststellen, welche Teile der Wand durchfeuchtet sind, wie großflächig sich die Feuchte im Mauerwerk ausgebreitet hat und auch, ob die Wand zwischendurch wieder abtrocknet. All diese Informationen helfen Ihnen ungemein bei der Bestimmung der Ursache für Ihren feuchten Keller.

Feuchter Keller
Eine Feuchtigkeitsmessung an den Kellerwänden kann Aufschluss über die Ursachen geben. Foto: iStock/pictorius

Zuverlässige Werte erhalten Sie nur bei korrekter Anwendung des Messgeräts. Die besten Tipps, die Sie bei der Anwendung beachten sollten, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

  1. Es kommen zwei unterschiedliche Verfahren in Frage: Beim kapazitiven Verfahren (zerstörungsfrei) wird mittels elektrischem Feld etwa 50 mm tief gemessen. Beim Widerstandsverfahren (zerstörend) messen zwei winzig kleine Messnadeln den Feuchtigkeitsgehalt in der Wand. Auch Kombigeräte sind erhältlich.
  2. Die Messung kann von vielen Faktoren gestört werden. Dazu zählen schon Farbreste und Staub (bitte vor der Messung möglichst entfernen!), aber auch Nägel, Leitungen oder Rohre im Mauerwerk. Führen Sie deshalb unbedingt mehrere Messungen an unterschiedlichen Stellen durch!
  3. Feuchtigkeitsmessgeräte geben keine absoluten Feuchtewerte an, sondern immer nur relative Skalenwerte in Abhängigkeit von der Rohdichte des gemessenen Baustoffs. Das heißt, dass die Werte auf dem Gerät (Digits) immer in Abhängigkeit vom Baustoff interpretiert werden müssen. Für Kellerwände heißt das:
  • bis zu 80 Digits → Die Wände sind trocken
  • 80 bis 100 Digits → Die Wände sind feucht 
  • 100 bis 150 Digits → Die Wände sind nass
  • 150 bis 200 Digits → Die Wände sind durchnässt
 

Warum ist der Keller feucht?

Um die Feuchtigkeit aus dem Keller zu verbannen, reicht es nicht, Symptome zu bekämpfen. Nur die Beseitigung der Ursache sorgt dauerhaft für einen Kellerraum mit gesunder Luftfeuchtigkeit. Mögliche Ursachen für einen feuchten Keller sind vielfältig. Die häufigste Ursache für feuchte Kellerwände liegt in marodem Mauerwerk. Besonders alte Gebäude haben Probleme mit der vertikalen Abdichtung, die das Mauerwerk eigentlich gegen seitlich drückendes Wasser von außen schützen soll. Die Wände weisen dann phasenweise feuchte Stellen auf – besonders sichtbar wird das Schadensbild mit ein wenig zeitlicher Verzögerung nach (starken) Regenfällen. Ist der Keller dauerhaft leicht feucht, könnte dies auf ein Problem in der horizontalen Abdichtung hinweisen. Weist diese undichte Stellen auf, steigt Bodenfeuchtigkeit durch die Kapillarwirkung der Baustoffe die Wände hoch, um zu verdunsten. Ein eindeutiges Schadensbild hinterlassen meist Wasserschäden, wie beispielsweise ein Rohrbruch. Sie werden höchstwahrscheinlich einen großen nassen Fleck erkennen, der sich ziemlich schnell nach unten hin ausbreitet. Hier ist sofortiges Handeln gefragt, um die schnelle Schimmelbildung zu verhindern!

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Eine oft unterschätzte Ursache findet sich in der eigenen Kellernutzung. Wer den Kellerraum beispielsweise zum Wäsche waschen und trocknen verwendet, sorgt für eine stetig hohe Luftfeuchtigkeit. Wird dann nicht oder falsch gelüftet, sind Feuchtigkeitsschäden vorprogrammiert. Besonders im Sommer sorgt die warme Luft von draußen, die im kühlen Keller kondensiert für einen zu feuchten Kellerraum.

Fällt es Ihnen schwer, die Ursache für die eindringende Feuchtigkeit festzumachen, ziehen Sie unbedingt einen Experten hinzu!

 

Was tun, wenn der Keller feucht ist?

Ein feuchter Keller ist nie gut – schnelles Handeln ist gefragt. Wie genau das auszusehen hat, hängt natürlich von der Ursache der feuchten Stellen ab. Grundsätzlich können Sie aber einige Sofortmaßnahmen ergreifen, um den Raum zu trocknen. Drehen Sie wenn möglich die Heizung auf – die Wärme hilft, das Wasser zu entziehen. Achten Sie dabei aber auch darauf, regelmäßig zu lüften. Zudem können Sie sich im Baumarkt einen Raumtrockner leihen.

Keller richtig lüften

Ob Ihre Kellerwände nun wegen eines Rohrbruchs, einer mangelnden Abdichtung oder Ihrer Kellernutzung feucht sind, richtiges Lüften ist in jedem Fall das A&O für ein gesundes Raumklima im Haus und vor allem im Keller.

  • Lüften Sie Ihren Keller idealerweise täglich etwa 5 Minuten stoßartig!
  • Verzichten Sie an feucht-warmen oder nebeligen Tagen auf eine Lüftung.
  • Im Sommer sollte nur an kühlen Tagen, in der Nacht oder früh morgens gelüftet werden.

Keller
Richtig Keller lüften

Unbedingt beachten: Im Sommer besser nur bei kühler Witterung den Kellerraum lüften!

Wer über einen fensterlosen Keller verfügt, muss unbedingt eine Lüftungsanlage einbauen und diese auch regelmäßig warten und reinigen, um eine einwandfreie Funktion sicherzustellen! Zudem können Luftentfeuchter zum Einsatz kommen.

Keller abdichten

Ist eine fehlerhafte Vertikalabdichtung die Ursache für feuchte Wände, wird es notwenig, die Kellerwand abzudichten. Dies kann von außen oder innen durchgeführt werden. In unserer Bildergalerie zeigen wir Schritt für Schritt, wie Sie die Außenwand abdichten können. Bei aufsteigender Feuchtigkeit durch eine mangelhafter horizontale Abdichtung können Sie ebenfalls von innen nachrüsten:

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Quelle: Sonderheft 3 / 2020

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