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Geht auch ganz einfach:

Tomatensorten Tomaten im Topf pflanzen

Lust auf frische, saftige und aromatische rote Früchte statt der wässrigen, faden Tomaten aus dem Supermarkt? Tomaten im Topf anpflanzen kann jeder – egal ob im Garten, im Gewächshaus oder auf dem kleinen Balkon!

Inhalt
  1. Tomaten im Kübel pflanzen
  2. Tomatensorten für die Anzucht im Kübel
  3. Überblick: Weitere beliebte Tomatensorten

Wer unter dem Stichwort Tomatensorten nur an Cherrytomaten, Fleischtomaten und Romatomaten denkt, sollte sein Wissen rund um die rote Frucht dringend auffrischen! Denn es existieren über 3.000 verschiedene Tomaten-Sorten auf der ganzen Welt – und das sind nur die offiziell angemeldeten Sorten. 

Obwohl jeder Deutsche rund 22 kg Tomaten pro Jahr isst, stammen davon nur etwa 6 Prozent aus dem Inland. Der Import sorgt dafür, dass bei der Züchtung hauptsächlich auf Faktoren wie die Lagerfähigkeit, die Resistenz gegen Schädlinge und das Aussehen gesetzt wird – viele Tomatensorten fallen somit aus dem Raster und der eigentlich wichtigste Faktor, der Geschmack, wird vernachlässigt.

Die besten Tipps zum Tomatenanbau hält das Video für Sie bereit:

 

Wer also statt der immer gleichen, wässrigen Tomaten aus dem Discounter die Vielfalt verschiedenster Aromen – von fruchtig-süß bis würzig – probieren möchte, baut seine Tomaten am besten einfach im eigenen Garten an!

 

Tomaten im Kübel pflanzen

Eine Gärtnerregel besagt, dass man Tomaten nicht nach Tomaten anbauen – also den Standort regelmäßig wechseln – soll. Der einfache Grund: Die Tomatenpflanzen entziehen dem Boden jede Menge Nährstoffe, sodass er 'müde' werden kann. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich hartnäckige Krankheitserreger im Boden einnisten, die sich im nächsten Jahr über die jungen Pflanzen hermachen. Eine einfache Lösung: Tomaten im Topf pflanzen! So kann die Erde Jahr für Jahr ausgetauscht werden und Sie müssen sich keine Gedanken um die ideale Fruchtfolge machen. 

Garten anlegen
Tomaten selbst aussäen

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Wählen Sie einen ausreichend großen (mindestens 20 Liter für eine, 40 Liter für zwei Pflanzen) Kübel mit Ablaufloch und einen geeigneten (sonnigen, warmen und trockenen) Standort aus. Setzen Sie die Tomatenpflanzen schön tief in die nährstoffreiche Erde und bringen Sie sie erst ab Mitte Mai in den Garten. Die Pflege unterscheidet sich im Kübel nicht maßgeblich von der im Freiland – diese Pflegetipps helfen Ihnen beim Anbau aromatischer Tomaten:

 

Tomatensorten für die Anzucht im Kübel

Nicht alle Tomatensorten eignen sich gleich gut für die Anzucht im Kübel – hier finden Sie eine Auswahl verschiedenster Tomatensorten, die auch im Topf gepflanzt eine reiche Ernte versprechen. Für entsprechende Fotos der besten Tomatensorten für den Kübel klicken Sie einfach auf den Namen der Tomatensorte. 

Tomatensorten für den Kübel
Wer Tomaten anpflanzen möchte, braucht weder ein großes Gemüsebeet geschweige denn einen Garten. In Kübeln lassen sich viele Tomatensorten sogar auf dem Balkon pflanzen. Foto: iStock/ChiccoDodiFC

Black Zebra

Die Black Zebra st eine relativ neue und sehr ertragreiche Sorte, die mit ihren etwa 5-7 cm großen, schwarzgrün-rot gestreiften Früchte alle Blicke auf sich zieht. Die bis zu zwei Meter hoch wachsende Black Zebra gehört zu den Stabtomaten und freut sich dementsprechend über etwas Unterstützung von Stäben oder Schnüren. Wer eine kleinere Variante bevorzugt, sollte sich unbedingt nach Samen der Black Zebra Cherry umschauen. 
Im Gewächshaus gepflanzt, ist die Black Zebra Tomate besonders ertragreich, aber auch im Freiland lässt sie sich kultivieren – sorgen Sie dann aber nach Möglichkeit für einen Regenschutz. Die Aussaat kann ab März bis Mai stattfinden, erntereif sind sie meist von Juli bis September. Halbreif geerntet lassen sich die Tomaten bis zu drei Monate lang lagern. Die Früchte sind schnittfest, schmecken süß-würzig und eignen sich vor allem für Salate oder Brot.

Zapotec Pleated

Die Zapotec Pleated verdankt ihren Namen den Zapoteken – einem Urvolk, das im mexikanischen Bundesstaat Oxaca lebt. Diese Tomatenpflanze erreicht im Durchschnitt eine Höhe von etwa 180 cm. Die mittelgroßen Früchte der Pflanze bestechen besonders durch ihre außergewöhnliche Form: Die dicke, geriffelte Schale lässt die Tomaten wie kleine, dunkelrote Kürbisse aussehen. 
Die Tomatensorte ist zwar ziemlich ertragreich, lässt jedoch ziemlich lange auf sich warten: Erst ab Mitte August können Sie die Früchte genießen. Dank Ihrer Hohlräume im Inneren eignen sich die Tomaten hervorragend zum Befüllen!

Cerise Gelb

Die Cerise Gelb zählt mit ihren ca. 3-4 cm kleinen Früchten zu den Cocktailtomaten. Deswegen steht sie ihren Verwandten in puncto Gesamtgröße jedoch keinesfalls nach: Auch diese Stabtomate erreicht Höhen von bis zu 2 m.
Die Aussaat dieser Sorte sollte möglichst früh, bestenfalls schon im Februar erfolgen, damit die Pflanze im Mai blühend eingepflanzt werden kann. Die Erntezeit beginnt ab Mitte Juli. Geschmacklich zählt die Cerise Gelb zu den fruchtig-süßen Sorten und lässt sich dementsprechend in vielen Gerichten verarbeiten oder frisch aus dem Garten naschen.
Die Cerise Gelb zählt zu den resistenten Sorten. Sie lässt sich problemlos sowohl im Gewächshaus, im Freiland als auch im Topf anpflanzen.

Ananas Noire

Diese Fleischtomaten-Sorte erreicht eine Wuchshöhe von etwa 160 cm, die dünne dunkelgrün-braune Schale der Früchte schützt das außergewöhnlich rot-grün marmorierte Fruchtfleisch im Innern. Die wärmeliebende Pflanze freut sich über einen Platz im Gewächshaus oder einen regengeschützten Platz im Freien. 
Erntereif sind die schweren Früchte ab August. Sie zählen zu den aromatischsten Fleischtomaten und lassen sich dank Ihres fruchtig-süßen Geschmacks sowohl frisch auf Brot oder im Salat als auch vielfältig verarbeitet z.B. in einer Tomatensuppe oder Soße genießen.

Alberta Girl

Die Alberta Girl wird auch Pfirsichtomate genannt. Das liegt an ihrer leicht behaarten Haut, die die Tomate zu einer Spezialität macht, die vielleicht nicht jedem mundet. Es wird vermutet, dass die Sorte ursprünglich aus einer sehr heißen Region stammt und sich mit ihrem Flaum vor Überhitzung geschützt hat. Auch alle anderen Pflanzenteile sind von silbrig-weißen Härchen überzogen.
Die Tomatenpflanze kann eine Höhe bis zu 2 m erreichen, die glatten, runden Tomaten weisen eine dunkelrote Farbe auf und werden unterschiedlich groß – der Durchschnitt liegt bei etwa 5 cm. Die nacheinander abreifenden Früchte sind festfleischig und machen sich gut im Salat.

Reisetomate

Die Reisetomate ist ohne Zweifel der Hingucker im Garten. Das liegt an ihrer ausgefallenen Form, denn die Früchte weisen mehrere, durch festes Fruchtfleisch getrennte Kammern auf. Das heißt, dass einzelne Teile der Frucht – ähnlich wie bei einer Orange – abgebrochen und verzehrt werden können, ohne dass zu viel Saft aus der Tomate austritt. Dieser Eigenschaft verdankt die Sorte wahrscheinlich auch ihren Namen, denn das macht sie zum idealen Snack für Picknicks und auf Reisen. 
Die Fleischtomatensorte erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 2,5 m und liebt sonnige, warme Plätze, die idealerweise noch vor Wind und Regen geschützt sind. Sowohl im Freiland, als auch im Gewächshaus fühlt sich die Reisetomate wohl. Das Saatgut können Sie bereits ab Ende Januar ausbringen, die Erntezeit reicht von Juli bis in den Oktober. 

Red Zebra

Die Tomaten-Sorte Red Zebra verdankt ihren Namen ihrer hübschen orange-rot geflammten Schale. Die Wuchshöhe der Pflanze erreicht 1,00 - 1,80 m. Sie gilt als vergleichsweise pflegeleichte Sorte mit extrem kräftigem Wuchs und reichem Ertrag. 
Die Früchte dieser Pflanze sind besonders saftig und haben ein gutes Aroma – ideal für Salate, Brot oder zu Mozzarella.
Die Aussaat kann ab Februar stattfinden, die Erntezeit beginnt meist Ende Juli. Wie fast alle Tomatensorten liebt auch die Red Zebra einen sonnigen, warmen und möglichst vor Regen geschützten Standort. 

 

Überblick: Weitere beliebte Tomatensorten

Neben unseren Top 7 Tomatensorten für den Kübel, gibt es zahlreiche weitere Sorten, die bei echten Obst- und Gemüse-Gärtnern nicht fehlen dürfen.

Tomatensorten
Die Menge an Tomatensorten ist mittlerweile zu einer unüberschaubaren Masse geworden – und sie wächst Jahr zu Jahr weiter. Foto: iStock/Vi Stadnik

Pflaumentomaten: Unter den Pflaumentomaten, auch als Romatomaten, Flaschentomaten oder Eiertomaten bekannt, sichert sich die San Marzano den Platz 1. Die beliebte alte Sorte überzeugt durch ihren süßen, fruchtigen Geschmack, den sie auch nach dem Kochen bewahrt und die San-Marzano-Tomate damit zum idealen Kandidaten für die Herstellung von Ketchup und Tomatenmark macht.

Cockailtomaten: Die beliebteste unter den Cocktailtomaten ist wohl die Lady Bird. Grund dafür: Sie ist robust, hat keine großen Pflegeansprüche, bringt einen großen Ertrag und eignet sich auch hervorragend als Balkongemüse!

Cherrytomaten: Abwechslung bringt die Black Cherry in den Garten. Dank ihrer dunklen schwarz-violetten Farbe und ihrem süßen Geschmack zählt sie zu den beliebtesten Kirschtomaten.

Fleischtomaten: Zwei Klassiker finden sich unter den Fleischtomaten: die Ochsenherztomate und die Berner Rose. Die historischen Tomatensorten sind in der Küche zwei absoluter Allrounder – sie erfreuen sich also nicht ohne Grund seit langer Zeit einer großen Beliebtheit!

Tomatensorten
Tomatensorten gibt es nicht nur in den verschiedensten Formen, sondern auch in vielen unterschiedlichen Farben! Foto: iStock/fcafotodigital

Gelbe Tomaten: Die Tomatensorte Green Zebra zählt zu den neueren Sorten und ist als grün-reife Tomate mit ihren goldgelben Streifen nicht nur ein echter Hingucker im Garten, sondern vor allem in der Küche! 

Schwarze Tomaten: Neben den bereits erwähnten Tomatensorten Ananas Noire und Black Cherry, erfreut sich vor allem die Schwarze Krim großer Beliebtheit. Sie überzeugt mit ihren sehr süßen Früchten und ihrer pflegeleichten Kultivierung.

Alte Tomatensorten

Alte Tomatensorten lassen sich im Discounter nicht finden. Das liegt daran, dass sie meist anfälliger sind, sich kaum lagern lassen und von Uniformität meilenweit entfernt sind. Umso interessanter sind sie jedoch für alle, die sich Tomaten im eigenen Garten anpflanzen möchten. Viele der historische Sorten wurden aus Zentral- und Südamerika nach Europa importiert, aber diese alten Tomatensorten fühlen sich auch in unseren Breitengraden wohl:

  • Marmande
  • Moneymaker
  • Berner Rose
  • Gelbes Birnchen
  • De Berao

Wussten Sie, dass viele historische Tomatensorten vom Aussterben bedroht sind? Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das sogenannte Saatgutverkehrsgesetz eingeführt, das den Handel von Saatgut regeln sollte.
Um Saatgut verkaufen zu dürfen, muss die Tomatensorte bestimmte Bedingungen – zum Beispiel eine Mindestkeimfähigkeit und eine Resistenz gegenüber Krankheitserregern – erfüllen und im Sortenregister eingetragen sein. Eine Eintragung in dieses Sortenregister gilt zudem nur für 10 Jahre und muss dementsprechend regelmäßig verlängert werden. Hinsichtlich des geringen Ertrags, den die Sorten im Vergleich zu neueren Sorten bringen, lohnt sich der Aufwand für Saatgutzüchter und Unternehmen nicht. Die größte Rolle im Erhalt solcher alten Tomatensorten spielen heute Hobbygärtner und Vereine.

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Unterschiede bei Tomatensorten

Tomatenpflanzen unterscheiden sich nicht nur aufgrund ihrer Früchte, sondern weisen auch andere Variationsmerkmale auf. Wir stellen die wichtigsten Unterschiede bei Tomatenpflanzen vor:

Rispentomaten: Unter Rispentomaten versteht man Tomatensorten, die – obwohl sie reif sind — noch an der Pflanze verweilen. Das ist untypisch für Tomaten, denn normalerweise lösen sie sich von der Pflanze, sobald sie gereift sind. Im Gegensatz zu anderen Tomatenpflanzen werden Rispentomaten erst geerntet, wenn alle Früchte reif sind. Das verleiht ihnen einen besonders intensiven und langanhaltenden Geschmack und verleiht ihnen jede Menge Nährstoffe, die sie weiterhin aus der Tomatenpflanze ziehen können.

Stabtomaten: Stabtomaten zeichnen sich durch ihr Längenwachstum aus. Sie wachsen vorrangig in die Höhe und werden gerne etwa 2m hoch. Egal ob im Freiland, Gewächshaus oder Kübel – eine Rankhilfe ist ein absolutes Muss beim Anbau dieser Tomatenpflanzen.

Buschtomaten: Das Gegenstück zu den Stabtomaten stellen die Buschtomaten, auch bekannt als Strauchtomaten, dar. Sie wachsen ehr kompakt und verzweigt und eignen sich dementsprechend vor allem für den Balkon oder sogar die Fensterbank, aber auch im Freiland kann eine niedrigwachsende Tomatenpflanze von Vorteil sein. Möchten Sie Buschtomaten anpflanzen, sollten Sie diese gut vor Regen schützen, denn durch ihre Wuchsform trocknen sie langsamer und sind daher anfälliger für Schädlinge und Krankheiten.

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