Terrassenreiniger-Test 2023

7 Bürstenreiniger im Vergleich

Aus selbst 7/2023

Reinigungsgeräte mit rotierenden Bürstenwalzen können vor allem auf Holzdecks nützlich sein – im Terrassenreiniger-Test mit dem TÜV Rheinland waren die Leistungen der Geräte generell eher ernüchternd.

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Video: Glutamat

Einfaches Reinigen von Hartböden im Außenbereich ohne Bücken – mit diesem Versprechen werden die 7 Terrassenreiniger im Vergleich angeboten. Vor allem für Besitzer von Holzterrassen schließen diese Bürstenreiniger eine Marktlücke mit der einfachen und dennoch schonenderen Bearbeitung von Holzoberflächen, auf denen der Wasserstrahl eines Hochdruckreinigers zu aggressiv wäre.

TÜV-Test elektrische Bürstenreiniger
Welcher Terrassenreiniger konnte überzeugen? Foto: sidm / MMM

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Ein weiteres Argument für den Kauf ist die Vielseitigkeit: Außer zum Reinigen von Holzterrassen, Wegen und Steinböden können einige Terrassenreiniger im Test für die Fugenreinigung, zum Kantenschneiden und sogar zur Rasenpflege umgerüstet werden. So war das Zubehör für die Fugenreinigung bei den von uns getesteten Geräten mit entsprechender Umrüstmöglichkeit gleich dem Lieferumfang beigelegt.

Diese Marken haben wir getestet:

  • Einhell

  • Gloria

  • Kärcher

  • Ryobi

  • Worx

In unserem Terrassenreiniger-Test kämpften 7 Bürstenreiniger um den Titel. Dabei traten neben den Modellen der aufgelisteten Hersteller auch ein Gerät von Grizzly und Yard Force an. Die Bestnote "sehr gut" konnte zwar kein Gerät erreichen, dafür überzeugten aber fünf Modelle mit einer "guten" Leistung. Die restlichen drei Reinigungsgeräte konnten immerhin ein "befriedigend" erreichen.

Was ist ein Terrassenreiniger?

Ein Terrassenreiniger ist ein Reinigungsgerät für die Oberfläche von Terrassen- oder Balkonböden. Seltener wird das Gerät auch Bürstenreiniger genannt.Bei der Anwendung arbeiten Terrassenreiniger meist mit einem Hochdruck-Wasserstrahl und daher ähnlich wie ein Hochdruckreiniger. Da die Terrassenreiniger aber Bürsten haben und mit rotierenden Bewegungen arbeiten, können Sie den Schmutz noch besser als ein Hochdruckreiniger ablösen. Gerade auf empfindlichen Oberflächen ist ein Terrassenreiniger besser geeignet als ein Hochdruckreiniger.

Welcher Terrassenreiniger ist der beste?

Nur einer kann der beste Terrassenreiniger werden. Um den Testsieger zu finden, mussten alle Geräte die Anwendung unter gleichen Bedingungen absolvieren.

Dabei konnten wir verschiedene Vorteile und Nachteile entdecken. Was um am häufigsten positiv oder negativ aufgefallen ist, erfahren Sie hier.

Positiv aufgefallen im Terrassenreiniger-Test

  • Einige der Geräte sind vielseitig über Reinigungs-Aufgaben hinaus nutzbar.
  • Gute Ergebnisse erzielten wir bei der Fugenreinigung.

Negativ aufgefallen im Terrassenreiniger-Test

  • Einige der Geräte wirbeln beim Bürsten viel Staub auf.
  • Auf Stein und Pflaster konnte keines der Testgeräte wirklich überzeugen.

Terrassenreiniger kaufen: Worauf achten?

Wer einen guten Terrassenreiniger kaufen möchte, sollte auf ein paar Dinge achten. Auch in unserem Test haben wir spezielle Funktionen berücksichtigt. Auf welche fünf Dinge wir besonders geachtet haben, sehen Sie hier.

  • Ergonomie: Bei einigen Modellen ist die Sicht auf die zu reinigende Oberfläche eingeschränkt, auch die Führung der Geräte ist nicht immer einfach.
  • Werkzeugwechsel: Fast immer werden die Bürsten werkzeuglos montiert.
  • Vielseitigkeit: Geräte, die einen Wasseranschluss oder über die Reinigung hinausgehende Funktionen bieten, haben wir hier besonders positiv bewertet.<
  • Reinigen: Mit allen Geräten haben wir Stein- und Pflasteroberflächen trocken und mit Wasserzugabe bearbeitet. Jeweils gleich große Oberflächen wurden auf Zeit bearbeitet und dann vergleichend bewertet, dabei haben wir auch die Reinigung von Rändern einbezogen.
  • Sicherheit:Der TÜV Rheinland nahm eine Überprüfung formaler Anforderungen vor, die Geräte wurden einem Check auf Verletzungsgefahren unterzogen.

Insgesamt traten 7 Terrassenreiniger im Test an. Bevor Sie aber unseren Test herunterladen (Download weiter unten) möchten wir Ihnen einige der Geräte aus dem Vergleich bereits hier vorstellen. Hier finden Sie X Bürstenreiniger aus dem Test:

Hersteller: Einhell Picobella
Anzahl der rotierenden Bürsten: 2
Gewicht (mit Akku und Bürste, kg): 4,7
Durchmesser der Bürsten (cm): 11
Fazit: Einfache Handhabung, gute Ergebnisse an Holz, gut am Rand

Hersteller: Gloria Multibrush li-ion Plus
Anzahl der rotierenden Bürsten: 1
Gewicht (mit Akku und Bürste, kg): 4,2
Durchmesser der Bürste (cm): 10
Fazit: Vielseitigstes Gerät, kein Anschluss an Schlauch, Werkzeugwechsel aufwendiger

Hersteller: Kärcher Terrassenreiniger Anzahl der rotierenden Bürsten: 2
Gewicht (mit Akku und Bürste, kg): 4,4
Durchmesser der Bürsten (cm): 10
Fazit: Reinigungsleistung gut, aber schwer zu dirigieren, verschmutzt Umgebung

Hersteller: Ryobi RY 18PCB
Anzahl der rotierenden Bürsten: 1
Gewicht (mit Akku und Bürste, kg): 4,3
Durchmesser der Bürste (cm): 10
Fazit: Gute Ergebnisse an Holz, gut führbar, weniger vielseitig

Hersteller: Worx WG441E.9
Anzahl der rotierenden Bürsten: 1
Gewicht (mit Akku und Bürste, kg): 3,7
Durchmesser der Bürste (cm): 11
Fazit: Vielseitiges Gerät, Werkzeugwechsel aufwendiger, verschmutzt Umgebung

Hersteller: Yard Force LW CPC1W
Anzahl der rotierenden Bürsten: 2
Gewicht (mit Akku und Bürste, kg): 4,3
Durchmesser der Bürsten (cm): 11
Fazit: Einfache Handhabung, gute Ergebnisse an Holz, Drehrichtung wählbar

Aktuellen Terrassenreiniger-Test herunterladen

Sieben Bürstenreiniger haben wir eingehend getestet – mit gemischten Ergebnissen.

Terrassenreiniger-Test 2023

Umfang: 6 Seiten - kostenlos!

PDF herunterladen >> (1.15 MB)
TÜV-Test elektrische Bürstenreiniger
Foto: sidm / MMM

Um zu erfahren, welcher Terrassenreiniger Testsieger wurde und welches Modell im Preis-Leistungs-Verhältnis am besten abschnitt, können Sie sich den Vergleich kostenlos downloaden. Dort finden Sie dann eine übersichtliche Tabelle mit allen getesteten Geräten, den wichtigsten Funktionen und auch die einzelnen Noten.

Wann Terrasse reinigen?

Wenn es endlich wieder wärmer wird und die ersten Sonnenstrahlen die Kälte vertreiben, möchte man sich am liebsten direkt auf den Balkon oder die Terrasse setzen. Doch Regen und Schnee haben der Terrasse im Winter ganz schön zugesetzt. Grünbelag und Schmutz setzen sich dabei vor allem in den kleinen Ritzen von Terrassendielen fest. Doch diesen können Sie reinigen. Aber wann ist der beste Zeitpunkt, um die Terrasse zu reinigen?

Sobald kein Schnee mehr droht, können Sie mit dem Frühjahrsputz auf der Terrasse beginnen. Wenn sich das gute Wetter noch nicht so wirklich zeigt, können Sie die Terrasse aber auch später noch reinigen und herrichten. Wer die Terrasse aber frühzeitig reinigt, kann diese direkt bei den ersten Sonnenstrahlen genießen. Es ist übrigens ratsam, die Terrasse zweimal im Jahr zu reinigen. Einmal im Herbst zur Vorbereitung auf den Winter und einmal im Frühjahr.
Praxistipp: Der Vorteil bei der Reinigung im Herbst zeigt sich auch, wenn Sie die Terrasse im Frühjahr reinigen. Denn die Reinigung im Herbst sorgt dafür, dass die Anwendung im Frühling leichter von der Hand geht und weniger Arbeit verursacht.

Wie Terrasse reinigen?

Grünbelag, Algen und Schmutz lassen sich oft nicht immer so einfach entfernen. Also wie bekomme ich meine Terrasse richtig sauber? Normalerweise nutzt man für die Reinigung einfach nur warmes Wasser und einen Schrubber. Wer nicht mit viel Ausdauer und Kraft die Oberflächen schrubben möchte, kann sich einen Akku-Terrassenreiniger zulegen. Doch auch hierbei lässt sich der Schmutz nicht immer direkt entfernen. Deutlich verbessern können Sie die Reinigungsleistung dann mit der Zugabe von Wasser und – im Test nicht berücksichtigt – einer Vorreinigung mit flüssigen Reinigungsmitteln. Vier Geräte aus dem Test bieten außerdem den Anschluss eines Gartenschlauchs, sodass der zu reinigende Bereich direkt mit Wasser benetzt wird. Diese Funktion ist aus unserer Testerfahrung in der Praxis hilfreich und verbessert die Reinigungsleistung auch auf Steinflächen und Pflaster sichtbar. Ideal ist es, wenn die Wasserzugabe unmittelbar vor dem Reinigungsbereich erfolgt, weniger günstig ist der Spülvorgang bei nach hinten rotierenden Bürsten. Diese sorgen schnell für nasse Schuhe. Oft kann die Wasserzugabe mit einem Ventil gedrosselt werden, sodass der Effekt verringert werden kann.

Ein Problem bei der Reinigung ist oft der Rand. Hier reinigen die Modelle unterschiedlich gut. Zwar reichen die Bürsten aus dem Vergleich oft bis zum äußeren Geräterand, doch dafür bleibt manchmal ein Schmutzrand innerhalb der äußeren Borstenreihe stehen. In Arbeitsrichtung hinterlassen sogar alle Geräte einen Schmutzrand, wenn die Fläche mit einer erhöhten Kante versehen ist oder an einer Wand endet. Wie groß dieser ist, haben wir mit einer Versuchsanordnung mit Fugensand ermittelt. Gerade bei benachbarten Wandflächen ist es ärgerlich, wenn zwar der Boden nach der Arbeit gut gepflegt erscheint, dafür aber die Wand oder die Balkonbrüstung verschmutzt sind. Teilweise ist dieser Effekt aber schwer kontrollierbar, weil die Reinigungsbürste nach vorn rotiert. Zwar fliegt dann der Schmutz nicht auf die Füße des Anwenders, dafür aber in die Umgebung.

Womit Terrasse reinigen?

Natürlich reicht es, wenn Sie die Terrasse einfach mit einem Schrubber reinigen. Aber viel einfacher wird es mit einem Terrassenreiniger. Doch welche Reinigungsmittel kann man verwenden? Es gibt Spezial-Reiniger für die Terrasse. Diese lösen effektiv auch hartnäckigen Schmutz und auch Grünbelag und Algen lassen sich gut lösen.

Wer aber keine chemischen Reinigungsmittel verwenden möchte, kann auf nachhaltige Schmierseife zurückgreifen. Diese wird im warmen Wasser gelöst und dann auf dem Belag aufgetragen. Nach etwa 20-30 Minuten Einwirkzeit wird dieser Belag dann mit dem Schrubber oder dem Bürstenreiniger entfernt.

Worauf muss man beim Kauf von Bürstenreiniger achten?

Wir empfehlen, beim Kauf der Maschine auf die Art der mitgelieferten Bürsten zu achten. Denn der Nachkauf einer Zusatzbürste kann bis über 20 Euro kosten. Mit den richtigen Bürsten lassen sich aber auch praktische zusätzliche Funktionen nutzen. So besaßen ein paar der Geräte aus dem Test auch die Funktion der Fugenreinigung. Und diese war in unserem Test bei allen drei dafür geeigneten Geräten besonders überzeugend. Diese Funktion bieten allerdings nicht alle Geräte an – es lohnt sich beim Kauf also durchaus, diese Zusatzfunktion zu berücksichtigen. Dann sparen Sie sich auch den Kauf eines elektrischen Fugenreinigers.

Welcher ist der beste Steinreiniger?

Bei der Bearbeitung von Stein- und Pflasteroberflächen konnten die Geräte aus unserem Test generell nicht überzeugen, für die Reinigung unempfindlicher Hartflächen ist ein Hochdruckreiniger generell das bessere Werkzeug. Akzeptable Ergebnisse sind mit einigen Geräten bei erhöhtem Andruck der Maschine zwar auf kleineren Flächen möglich, jedoch verschleißt dann die Bürste stark – und Ersatz ist teuer. Hilfreich ist es auch, wenn Sie ein spezielles Mittel für die Reinigung verwenden.

Übrigens: Die besten Ergebnisse in der Kernaufgabe der Maschinen – dem Säubern von Oberflächen im Außenbereich – haben wir bei der Reinigung von Terrassendielen beobachtet. Für diese Anwendung empfehlen die Hersteller die Nutzung einer Bürste mit weichem Bürstenbesatz, um die Holzoberfläche nicht zu stark zu strapazieren – unserer Testerfahrung nach schädigen aber auch härtere Borsten das Holz nicht, wenn man das Gerät nicht zu stark aufdrückt.

Wer reinigt meine Terrasse?

Das Reinigen der Terrasse kann auch mit einem Terrassenreiniger lange dauern. Wer Zeit sparen möchte, kann deswegen auch eine professionelle Terrassenreinigung vornehmen lassen. Reinigungsfirmen können dann diese Arbeit übernehmen. Oft lohnt sich das vor allem bei großen Terrassen, bei sehr hartnäckigen Verschmutzungen oder einfach dann, wenn Sie diese Arbeit nicht mehr selbst erledigen können. Doch wie viel kostet eine Terrassenreinigung? Natürlich ist es günstiger, wenn Sie die Terrasse selber reinigen. Wenn Sie sich aber für eine professionelle Reinigung der Terrasse entscheiden, müssen Sie mit Kosten von etwa 5,50 Euro pro Quadratmeter rechnen.
Praxistipp: Vergleichen Sie die Preise. Oft gibt es deutliche Unterschiede bei verschiedenen Anbietern.

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