Roastbeef grillen

Ein Steak hat wohl jeder Hobby-Grillmeister schon einmal auf den Grill geschmissen, doch an ein ganzes Roastbeef trauen sich nur die wenigsten ran. Dabei ist dafür ebenfalls kein besonderes Kunststück nötig.

Roastbeef
Foto: H.LEITNER / Fotolia
Inhalt
  1. Roastbeef grillen
  2. Roastbeef grillen: Marinade
  3. Roastbeef grillen: Kerntemperatur
  4. Roastbeef grillen im Ganzen?
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Für einen spontanen Grillabend ist Roastbeef zugegebenermaßen kaum geeignet. Das gute Fleisch aus dem Rücken des Rindes müssen Sie vorher aussuchen, marinieren und dann mindestens eine Stunde grillen. Für ein geplantes Fest ist es jedoch genau das Richtige: Einfach zuzubereiten und dennoch etwas ganz Besonderes. Wie Sie das Roastbeef grillen, dass es Ihren Gästen auf der Zunge zergeht, verraten wir Ihnen natürlich gerne!

 

Roastbeef grillen

Um richtiges Roastbeef zu grillen, benötigen Sie einen Grill, der sich schließen lässt, sowie eine direkte und eine indirekte Zone auf dem Grill – sprich eine Zone direkt über der Wärmequelle und eine daneben. Das Roastbeef wird dann drei Minuten pro Seite direkt gegrillt, sodass eine knackige Kruste entsteht und dann noch weiter indirekt grillen, bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist. Je nach Größe des Roastbeefs kann das ein bis zwei Stunden dauern.

Praxistipp: Nehmen Sie das Roastbeef eine Stunde vor dem Grillen aus dem Kühlschrank, damit es rechtzeitig Raumtemperatur erreicht und gleichmäßig anbrät.

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Ist Ihnen die Methode am Stück zu aufwendig, können Sie das Roastbeef natürlich auch in Scheiben grillen. Das funktioniert am besten nach der 90-90-90-90-Methode: 90 Sekunden auf einer Seite grillen, um 90 °C versetzt noch einmal 90 Sekunden grillen, umdrehen und das Gleiche auf der anderen Seite. Danach werden die Stücke ebenfalls indirekt weitergegart, bis die Kerntemperatur erreicht ist, was bei dieser Methode natürlich – je nach Dicke der Scheiben – weitaus schneller geht.

 

Roastbeef grillen: Marinade

Einige mögen das Roastbeef pur mit nur etwas Salz und ein paar Rosmarinzweigen für ein leichtes Aroma. Ein richtiges gegrilltes Roastbeef braucht jedoch eine würzige Marinade. Als Basis eignen sich Knoblauch, Öl, Pfeffer und Salz. Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Petersilie und Majoran kommen je nach Ihrem Geschmack hinzu. Wer es gern schärfer mag, fügt noch Chili, Senf und Tabasco hinzu, bevor das Roastbeef in Frischhaltefolie gewickelt eine Nacht im Kühlschrank verbringt.

Roastbeef mit Marinade
Richtig aromatisch wird das Roastbeef mit einer köstlichen Marinade. Foto: peepe / pixelio.de

Praxistipp: Vor dem Marinieren die Fettschicht einschneiden, damit das Fleisch sich beim Grillen nicht verzieht.

 

Roastbeef grillen: Kerntemperatur

Wenn Sie Roastbeef grillen, ist die größte Gefahr, dass das Fleisch durchgegart wird. Richtiges Roastbeef sollte in der Mitte immer schön rosa sein. Um das zu erreichen benötigen Sie ein Fleischthermometer, das Ihnen anzeigt, wann eine Kerntemperatur von 55 °C erreicht wird. Dann ist das Fleisch noch schön saftig.

Praxistipp: Beachten Sie, dass das Roastbeef nach dem Grillen noch 5 Minuten ruhen sollte und die Kerntemperatur in dieser Zeit weiter ansteigt. Nehmen Sie das Fleisch daher 2-3 °C früher vom Grill.

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Roastbeef grillen im Ganzen?

Viele Hobbygrillmeister trauen sich nicht zu, ein Roastbeef am Stück zu grillen. Dank unserer Anleitung weiter oben, zählt das jedoch jetzt nicht mehr als Ausrede! Dennoch gibt es durchaus einen anderen guten Grund, das Roastbeef vor dem Grillen in Scheiben zu schneiden: die Röstaromen! Am Stück hat das Roastbeef wesentlich weniger Oberfläche zum Grillen. Das Fleisch steht daher im Vordergrund. In kleinere Scheiben geschnitten spielen die Röstaromen hingegen eine größere Rolle. Wozu Sie sich entscheiden, ist daher eine reine Geschmackssache. Ob Stück oder Scheibe, saftig wird das Roastbeef so oder so.

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