Mungobohnensprossen

In 7 Schritten Mungbohnensprossen ziehen

Mungobohnensprossen kennt man nur aus der asiatischen Küche. Dabei kann man Mungobohnensprossen auch hierzulande pflanzen und ernten.

Aus den Mungobohnen wachsen Keimlinge: Die Mungobohnensprossen.
Aus den Mungobohnen wachsen Keimlinge: Die Mungobohnensprossen. Foto: iStock / AD077
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Viele kennen Mungbohnen-Sprossen gar nicht. Und dass, obwohl viele die leckeren Sprossen in Wok-Gerichten verwenden. Denn gerade bei asiatischen Gerichten passt diese Zutat einfach perfekt. Aber warum kennen nur die wenigsten Mungobohnen? Das liegt daran, dass die Sprossen viel mehr unter einem anderen (falschen) Namen bekannt sind. Was Mungobohnensprossen sind und wie Sie diese anbauen und in der Küche zubereiten, erfahren Sie hier.

Was sind Mungobohnensprossen?

Mungobohnensprossen (Sukju Namul) werden auch Mungbohnensprossen genannt. Die Sprossen werden zwar häufig in Asien angebaut, können aber auch in Europa selbst gezogen werden. Die Mungobohne ist eine kleine grüne Bohne und ähnelt daher Erbsen. Sie wird auch Jerusalembohne oder Lunjabohne genannt und oft als Mung Dal oder Mung Daal zubereitet. Mungbohnensprossen sind dabei die Keimlinge der Pflanze.

Praxistipp: Unsere kurze Anleitung im Video zeigt, wie Sie Sprossen selber ziehen können:

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Fälschlicherweise werden die Sprossen häufig Sojasprossen genannt. Doch was ist der Unterschied zwischen Mungobohnen und Sojasprossen? Wenn man von Sojasprossen spricht, meint man meistens Mungbohnensprossen. Das ist auch der Grund, warum die bekannten Sojasprossen oft gar nicht aus Soja sind. Denn in Wahrheit handelt es sich ja um die Keimlinge der Mungbohne. Ob es sich wirklich um Sojabohnen handelt, erkennt man vor allem an der Größe und der Farbe. Sojasprossen sind deutlich größer als Mungbohnen-Sprossen und haben eine hellere Farbe.

Mungobohnensprossen selber machen

Die Sprossen der Mungbohne mögen es feucht und warm. Bei der richtigen Pflege können Sie daher auch dieses Gemüse selber ziehen und so einen biologischen Anbau ermöglichen. Ob Sie die Mungobohnensprossen drinnen oder draußen ziehen, ist dabei egal. Aber: Die Sprossen können Sie im Freiland nur zu bestimmten Monaten anbauen. Im Haus oder der Wohnung können Sie das Gemüse aber das ganze Jahr über säen und ernten.
Praxistipp: Zum Säen benötigen Sie ein Glas. Oft reicht ein normales Einmachglas. Es gibt aber auch spezielle Keimgläser.

  1. Zuerst waschen Sie die Bohnen gründlich ab.
  2. Danach geben Sie diese in das Glas und füllen dieses mit kaltem Wasser.
  3. Jetzt muss das Saatgut etwa 8-12 Stunden quellen.
  4. Nach dem Quellen gießen Sie das Wasser ab und können alle Bohnen, die nicht aufgequollen sind, aussortieren.
  5. Füllen Sie die aufgequollenen Mungobohnen in das Glas und stellen Sie dieses nun an einen warmen Ort (am besten bei 18-22°C). Wichtig ist dabei, dass die Samen an einem dunklen Ort stehen.
  6. Nun sollten Sie die Sprossen täglich wässern. Achten Sie dabei darauf, dass keine Staunässe entsteht. Denn das ist auch der optimale Nährboden für Schimmel.
  7. Nach kurzer Zeit sollten Sie dann die ersten Keimlinge entdecken.

Mungobohnensprossen: Ab wann essbar?

Und wann kann man dann die Mungobohnen ernten und essen? Mungbohnensprossen wachsen, wie andere Sprossen auch, sehr schnell. Daher können Sie die leckeren Keimlinge auch schon ein paar Tage nach dem Anbau ernten. Sie sind dann auch direkt für den Verzehr geeignet.

Praxistipp: Die Mungbohnensprossen werden schnell schlecht. Wenn Sie diese aber nicht alle essen können, können Sie diese auch haltbar machen und einfrieren.

Wie bereitet man Mungobohnensprossen zu?

Anbau, Ernten Zubereiten. Aber wie isst man Mungobohnensprossen? Mungobohnen-Sprossen werde meistens gebraten oder gedünstet. Besonders mit anderem Gemüse (Möhren, Frühlingszwiebeln, …) schmecken Sie so besonders lecker. Mit ihrem leckeren Geschmack können Sie die Sprossen aber auch als besondere Zutat in Suppen, Salaten, mit Reis oder auch Nudeln essen.

Kann man Mungobohnenkeime roh essen?

Mungobohnensprossen müssen Sie aber nicht immer anbraten oder dünsten. Denn diese Sprossen gehören zu den Arten, die man auch roh essen kann. Das ist besonders dann praktisch, wenn man keine warmen Sprossen in seinen frischen Salat geben mag. Denn dadurch wird der Salat häufig matschig. Auch für Menschen, die die Sprossen gerne knackiger essen, ist das gut. So können Sie die Sprossen auch einfach kurz vor dem Servieren auf den Tellern verteilen.

Praxistipp: Auch bei Mungbohnensprossen ist aber wichtig, dass diese noch gut sind. Am besten ist es, wenn Sie die Sprossen vor dem Verzehr gründlich mit frischem Wasser abspülen.

Welche Sprossen darf man nicht roh essen?

Doch nicht alle Sprossen darf man roh essen. Denn viele enthalten den giftigen Eiweißstoff Phasin. Da Phasin den Sauerstofftransport im Blut verhindert, kann es bei einem Verzehr zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Da dies schon bei kleineren Mengen passieren kann, sollten Sie diese Sprossen vor dem Verzehr immer erhitzen. Das Phasin wird dabei komplett zerstört. Zu den Sprossen, die man nicht roh essen sollte, gehören z.B. Kichererbsen, Linsen oder Adzukibohnen.

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