Metall bohren

Löcher in Metall bohren

Aus selbst ist der Mann 9/2022

Mit der richtigen Drehzahl und der Zugabe von etwas Bohröl können Sie auch in Metall saubere Löcher einbringen – Voraussetzung zum Metall bohren ist ein scharfes Bohrgerät.

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Foto: sidm / MMM, Archiv

Löcher in Metall bohren

Ein scharfer Bohrer erzeugt einen zusammenhängenden, gewellten Span – kommt hier nur Mehl, ist das Werkzeug stumpf.

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Bohren in Metall

Jede Bohrstelle mit einem Körner markieren. Sonst können die Hauptschneiden das Material nicht erreichen.

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Bohren in Metall

Bohrer und Bohrstelle mit Schneidöl benetzen. Ein bis zwei Tropfen genügen – notfalls Nähmaschinenöl verwenden.

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Bohren in Metall

Rotierenden Bohrer in mehreren Etappen ins Material absetzen, dabei immer wieder tropfenweise Schneidöl angeben.

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Bohren in Metall

Den Bohrgrat am Lochrand können Sie mit einem Senker entfernen. Er schafft auch Platz für Schraubenköpfe.

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Rundmaterial bohren

Standbohrmaschinen weisen für das Bearbeiten von Rundmaterial oft solche Führungsnute und eine Klemmung auf.

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Rundmaterial bohren

Spannen Sie das Rohr fest ein – bei Bedarf einen Maschinenschraubstock verwenden. Justieren Sie den Bohrer exakt ein.

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Rundmaterial bohren

Zunächst etwas Schneidöl an Bohrerspitze und gekörnte Bohrstelle geben, dann erst den Bohrer vor Eingriff ins Material starten.

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Rundmaterial bohren

Nach dem Bohrvorgang Bohrstelle leicht ansenken und Grat auf der Innenseite des Rohres mit einer Rundfeile entfernen.

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Bohren mit Bohrkrone

Saubere Bohrungen mit größeren Durchmessern auch in dickeren Werkstücken erlauben solche HM-bestückten Bohrkronen.

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Bohren mit Bohrkrone

Der Zentrierbohrer (hier das System von Felo) erlaubt eine exakte Führung – auch bei Bohrungen ohne Bohrständer.

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Bohren mit Bohrkrone

Auch bei der Arbeit mit Bohrkronen die Oberfläche ankörnen, damit der Zentrierbohrer nicht abgleitet.

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Bohren mit Bohrkrone

Bohr-und Schneidöl auftragen. Auch während des Bohrvorgangs für eine gute Kühlung der Bohrstelle sorgen.

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Bohren mit Bohrkrone

Zunächst durchbohrt der Zentrierbohrer das Werkstück und sorgt dann für die sichere Führung der Bohrkrone.

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Bohren mit Bohrkrone

Passen Sie die Drehzahl dem Durchmesser der Bohrkrone an, um eine Überhitzung der Schneiden zu vermeiden.

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Bohren mit Bohrkrone

Da die Schneiden der Bohrkrone eher fräsend arbeiten, entstehen feinere Bohrspäne.

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Bohren mit Bohrkrone

Die Bohrung gelingt auch frei Hand sehr sauber und mit glatter Innenwandung. Eine Nachbearbeitung ist meist nicht nötig.

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Große Durchmesser bohren

Ein Schnellwechselsystem (hier Power-Change von Bosch) ermöglicht einen Werkzeugwechsel im Handumdrehen: Die Bohrkrone wird einfach auf den Antrieb  gesteckt und verriegelt ähnlich wie bei einem Bithalter automatisch.

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Große Durchmesser bohren

Mit Bohrkronen wird bei niedrigen Drehzahlen gebohrt. Je nach Material Kühlmittel zugeben.

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Stufenbohrer

Bohrstelle ankörnen, ...

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Stufenbohrer

... dann Bohrer mit langsamer Drehzahl bis zum gewünschten Bohrdurchmesser absenken.

Bohrungen in Metall sind keine Kunst, bedürfen allerdings einer gewissen Vorbereitung und gelingen nur bei Einhaltung wichtiger Rahmenbedingungen. Besonders wichtig beim Metall bohren ist ein scharfer, für das jeweilige Material geeigneter Bohrer, der insbesondere die nötige Härte aufweist.

Welchen Bohrer zum Metall bohren?

Preiswerte Metallbohrer für den gelegentlichen Einsatz sind rollgewalzte HSS-Bohrer – allerdings sind sie nicht sehr dauerhaft. Besser: Aus dem vollen Material geschliffene HSS-G-Bohrer und beschichtete Bohrer, die länger scharf bleiben.

Wählen Sie zunächst die zu Material und Bohrdurchmesser passende Drehzahl: In Edelstahl und legierten Stählen mit langsamer Drehzahl arbeiten (bis zu 700 Umdrehungen pro Minute), in Grauguss und Baustahl die Drehzahl vom Bohrdurchmesser abhängig machen: Kleine Durchmesser mit ca. 2000 Umdrehungen pro Minute bohren, große Durchmesser langsamer (700 bis 1500 Umdrehungen).

In Aluminium und Schraubenmessing kann die Drehzahl noch höher gewählt werden. Zur exakteren Bestimmung der Drehzahl können Sie entsprechende Tabellen nutzen, die auf Standbohrmaschinen oft sogar aufgedruckt sind. 

Stufenbohrer sind für die Blechbearbeitung ausgelegt und weisen hinter der von Spiralbohrern bekannten Spitze zum Anbohren der Oberfläche kegelförmige Stufen auf, die von einer Spannut durchbrochen sind. Blechschälbohrer arbeiten ähnlich, weisen aber keine festen Stufen auf.

Metall bohren: Bohrstelle kühlen

Damit die Bohrerschneiden nicht überhitzen und damit vorschnell verschleißen, sollten Sie unbedingt immer Bohr- und Schneidöl einsetzen, um die Bohrstelle zu kühlen. Diese Kühlmittel sind entweder flüssig und werden aus einer Dosierflasche zugegeben oder – für Laien praktischer – aus einer Spraydose per Tülle direkt auf die Bohrstelle gesprüht. Einige Produkte schäumen dann auf, um die Verweildauer an der Bohrstelle zu verlängern. Werden dicke Werkstücke oder – zum Beispiel per Bohrkrone – besonders große Durchmesser gebohrt, sollte außerdem der Vortrieb verringert werden, um die Reibung zusätzlich zu reduzieren. Bei Rauch- und Geruchsentwicklung können Sie den Bohrvorgang auch unterbrechen, um die Abkühlung von Werkstück und Bohrer zu ermöglichen, das schont das Werkzeug.

Bei schwierigen Bohrungen können Sie außerdem zunächst mit kleinerem Durchmesser vorbohren und das Loch dann größer aufbohren – allerdings funktioniert das nicht bei Einsatz von Bohrkronen, weil hier die Führung des Zentrierbohrers essenziell ist. Egal, welchen Bohrertyp Sie einsetzen: Körnen Sie die Bohrstelle vor Beginn der Arbeit unbedingt an – sonst können die Schneiden des Bohrers nämlich gar nicht ins Material eingreifen. Die Folge: Der Bohrer gleitet ab und beschädigt die Oberfläche des Werkstücks.

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