Bohrkronen

Bohrkronen, Lochsägen, Kernbohrer, Rundschneider – am Ende meinen alle das Gleiche: Ein Werkzeug, um große Lochdurchmesser zu bohren. Wir haben uns dafür geeignete Werkzeuge angesehen: Schneller Arbeitsfortschritt und hohe Präzision müssen aber meist teuer erkauft werden!

Bohrkronen weisen – der Name legt es nahe – eine geschlossene Schneidkrone auf, sie sind meist hartmetall- oder diamantbestückt und können auch im Schlagbohr- oder Hammerbetrieb in harten Baustoffen wie Beton verwendet werden.

Bei Bohrkronen sitzt die Zahnung auf einem geschlossenen Bohrkörper, der auf einen oft für mehrere Durchmesser wechselbaren Antriebsschaft montiert werden kann. Dieser Bohrertyp ist meist mit einer Zahnung versehen, es gibt jedoch auch bestreute und hartmetallbesetzte Ausführungen, die je nach Baustoff trocken (Mauerwerk) oder mit Kühlung verwendet werden.

Holzwerkstatt
Bohrkrone für Steckdosen

In Gipskartonwände lassen sich Hohlwanddosen für nachträgliche Steckdosen am einfachsten einlassen. Eine einfache Lochsäge im richtigen Durchmesser (...

 

Richtig arbeiten mit der Bohrkrone

Zur Bauanleitung

Wichtig ist außerdem die richtige Arbeitstechnik: Schlagbohren verbessert den Vortrieb in Stein, Hammerbohren mit speziell dafür geeigneten Elektrowerkzeugen sichert optimale Ergebnisse in Beton. PRaxistipp: Vergessen Sie nicht, dass übliche Wände eine weiche Putzschicht über dem harten eigentlichen Baustoff aufweisen – diese sollte unbedingt ohne Schlag gebohrt werden, um ein Ausfransen des Bohrlochs zu vermeiden. Wenn die Putzschicht durchdrungen ist und der Widerstand beim Bohren deutlich steigt, können Sie den Schlag oder das Hammerwerk zuschalten.

Ein Spezialgebiet sind Bohrungen in Fliesen und Feinsteinzeug. In diesem spröden Werkstoff sollten Sie zunächst speziell geeignete Bohrkronen mit Diamantbesatz nutzen, um saubere Ergebnisse zu erzielen. Danach übernimmt dann der zum übrigen Wandbaustoff passende Bohrer die Arbeit, da sich die Diamantbohrer schnell zusetzen würden. Je nach Umfang der Bohrarbeiten gibt es für Keramik verschiedene Bohrsysteme. Einzelne Löcher bohrt man am besten mit den in der Galerie gezeigten Trockenbohrern.

 

Diamantbesetzte Bohrkrone von Wolfcraft

Saubere Bohrlöcher in Fliesen und Beton gelingen mit diamantbesetzten Lochsägen: Auch für Feinsteinzeug, Granitplatten oder für Kacheln sind diese geeignet. Wir haben die Bohrkronen von Wolfcraft "selbst ausprobiert".
Der Grundkörper der Sägen bestehen aus Vollmaterial und Industriediamanten. Mit den Diamant-Lochsägen wird ein ein Schwamm mit geliefert, der eine Wasserkühlung ermöglicht. Eine Staubbildung beim Bohren wird dadurch verhindert.

Lochsägen von Wolfcraft

"Selbst ausprobiert" Fazit: Wolfcraft Bohrkronen
  • + Einfache Montage der Lochsägen
  • + Präzise Führung möglich
  • + Bohrkronen haben kaum Verschleiß
  • – Hoher Kaufpreis

Hoher Arbeitsfortschritt, exakte Führung und saubere Lochkanten: Mit den Diamant-Bohrkronen Ceramic von Wolfcraft können sogar dickere Betonplatten bis 45 mm leicht bearbeitet werden. Die Bohrkronen mit einem Durchmesser von 20 bis 68 Millimetern (ab ca. 20 Euro) werden an den Aufnahmedorn eines Winkelschleifers montiert. Die hohe Drehzahl dieses Geräts erlaubt ein problemloses Ansetzen und eine gute Führung des Werkzeugs selbst in Waschbeton-Oberflächen. Auch im Sanitärbereich gelingen sichtbare Durchdringungen problemlos.

Quelle: selbst ist der Mann 1 / 2016

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