Lavendel: Pflege

Lavendel kennen die meisten von Postkarten aus dem Mittelmeerraum. Auch hierzulande wächst die genügsame Pflanze jedoch problemlos und dabei benötigt sie nicht einmal viel Aufmerksamkeit und Pflege.

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Video: Xcel Production

Im Beet angepflanzt, ist Lavendel recht anspruchslos. Teilweise können Sie die Pflanze einfach mehrere Monate gewähren lassen, ohne dass Sie sich um sie kümmern müssen. Einige Kniffe gibt es bei der Lavendel-Pflege natürlich trotzdem zu beachten. Wir verraten Ihnen, was Sie über die Themen Gießen, Düngen und Rückschnitt wissen müssen. Eine schnelle Einführung in die Pflege von Lavendel gibt das Video oben.

Lavendel anpflanzen
Lavendel wächst in Deutschland aufgrund seiner niedrigen Ansprüche recht gut – trotzdem können Sie ihn mit der richtigen Pflege unterstützen. Foto: Helix

Weniger ist mehr: Lavendel gießen

Lavendel wächst im Mittelmeerraum und ist daher trocknes Klima gewöhnt. Gießen Sie daher erst, wenn der Boden trocken ist und am besten frühmorgens, sodass der Lavendel über den Tag trocknen kann. Mit trockenem Boden kommt der Lavendel wesentlich besser zurecht als mit Staunässe. Ist der Boden nicht durchlässig genug, faulen die Wurzeln und können im Winter sogar erfrieren. Seien Sie daher zurückhaltend mit Wasser.

Lavendel düngen

In der Lavendel-Pflege ist weniger oft mehr: Das gilt nicht nur für das Gießen, sondern auch für den Dünger. Lavendel bevorzugt nährstoffarme Erde. Dünger ist daher nicht nötig und kann sich sogar negativ auf das Wachstum der Pflanze auswirken. Düngen Sie daher, wenn überhaupt, sehr sparsam unmittelbar nach dem Pflanzen und wenn die Blüte nachlässt.

Lavendel kalken

Im Gegensatz zu Dünger ist Kalk jedoch bei Lavendel – mit Ausnahme von Schopflavendel – sehr beliebt. Von Natur aus bevorzugen die allermeisten Lavendelsorten humusarme, sandige, aber kalkhaltige Böden, wie sie sie aus ihrer Heimat, den Sanddünen aus den Küstenregionen des Mittelmeeres, her kennen. Kalken Sie den Boden daher mindestens zwei Mal im Jahr mit handelsüblichem Gartenkalk.

Praxistipp: Idealerweise kalken Sie Ihren Lavendel einmalig zu Beginn der Vegetationsphase – etwa ab März/April. Bei Neupflanzungen im Gartebeet sollten Sie das Pflanzloch extra große ausheben und darin 2/3 humusarme Blumenerde mit 1/3 Sand mischen und eine Handvoll Gartenkalk unterheben, bevor Sie den Lavendel einpflanzen und angießen.

Ein-Drittel-Zwei-Drittel: Lavendel schneiden

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist für Lavendel besonders wichtig, sonst verholzen die Pflanzen. Sie werden kahl und blühen nicht mehr. Schneiden Sie ihn nach dem Ein-Drittel-Zwei-Drittel-Prinzip: Den Lavendel unmittelbar nach der Blüte um ein Drittel zurückschneiden und im Frühjahr nach dem letzten Frost um zwei Drittel. Schneiden Sie jedoch niemals bis ins Holz zurück. Verwelkte Blütenstände und komplett verholzte Triebe können Sie jedoch jederzeit zurückschneiden.

Lavendel überwintern

Echter Lavendel ist winterhart und überwintert daher in unseren Breitegraden problemlos. Junge Pflanzen und Topfpflanzen müssen jedoch immer zusätzlich geschützt werden. Einige Sorten wie Schopflavendel vertragen Frost überhaupt nicht. Sie müssen den Winter in einem hellen und kühlen Winterquartier verbringen.

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