Kohlweißling-Raupe

Achtung: Die Kohlweißlinge fliegen wieder!

Auch wer Insekten nicht mag, macht für Schmetterlingen meist eine Ausnahme. Schließlich sind die Falter nicht nur nützlich, sondern auch wunderschön anzusehen. Mit einer Ausnahme: Kohlweißlinge!

Kohlweißling-Falter
Foto: Robin Zings / Fotolia
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Schön anzusehen ist der Kohlweißling durchaus, leider ist er alles andere als nützlich. Die Raupen des Kohlweißlings richten jedes Jahr erhebliche Schäden an Kohlgewächsen aller Art an. Der Kleine Kohlweißling ist sogar ein bedeutender Schädling in der Landwirtschaft. Im Privatanbau reicht aber auch die Gefräßigkeit des Großen Kohlweißlings aus, um die Ernte stark zu schädigen.

Kohlweißling: 2. Generation richtet Schaden an

Pro Jahr gibt es 2 bis 3 Generationen Kohlweißlinge, etwa von April/Mai bis in den Oktober hinein. Ein Kohlweißling braucht etwa 14 Tage, bis die gelb-grünen Raupen schlüpfen, verbringt dann vier bis sechs Wochen als Raupe und verpuppt sich dann für weitere 14 Tage. Während sich die erste Generation noch von Wildpflanzen ernährt, ist die 2. Generation für Kohlgewächse gefährlich.

Kohlweißling-Raupen auf Kohlblatt
Die gelb-grünen Raupen mit den schwarzen Flecken fressen anfangs noch in Gruppen. Foto: TwilightArtPictures / Fotolia

Je nach Region fliegt die zweite Generation jetzt aus oder hat ihre Eier bereits abgelegt. Behalten Sie Ihren Kohl daher aktuell besonders im Auge. Wird die Kohlweißling-Raupe zu spät erkannt, ist starker Lochfraß die Folge. Der Kleine Kohlweißling kann sich sogar bis in die Herzen der Kohlpflanzen durchfressen, wodurch die Pflanze komplett abstirbt.

Kohlweißling bekämpfen

Ein Kohlweißling-Befall ist kein Grund mit Pestiziden um sich zu sprühen. Die Raupen können zwar großen Schaden anrichten, aber ein Befall fällt meist nur klein aus, sodass auch eine mechanische Bekämpfung problemlos möglich ist:

  1. Absammeln: Die Raupen des Kohlweißlings schlüpfen nach und nach. Wenn Sie Ihre Kohlpflanzen gut im Blick haben, können Sie täglich ein paar Raupen einfach auf andere Pflanzen im Garten verteilen. So verteilt bekommen die Raupen Futter, richten aber nicht so viel Schaden an, wie wenn sie alle zusammen an nur wenigen Pflanzen fressen würden.
  2. Natürliche Feinde: Die Kohlweißling-Schlupfwespe (auch Brackwespe) ist der natürliche Feind des Kohlweißlings. Im Handel sind Karten mit Schlupfwespen-Eiern erhältlich.
  3. Mischkultur: Der Kohlweißling meidet stark riechende Pflanzen. Bauen Sie neben dem Kohl daher etwa Tomaten, Sellerie, Spinat, Kamille, Rosmarin oder Thymian an.

Praxistipp: Brennnesselsud wird häufig zur Pflanzenstärkung verwendet, das lockt die Schmetterlinge jedoch vermehrt an

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