Heizungsrohre isolieren

Aus selbst ist der Mann 2/2019

Wenn Sie die Heizungsrohre isolieren, können Sie viel Energie und Kosten sparen: Auch die Rohrisolierung der Wasserleitung kann sinnvoll sein!

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Heizungsrohre: Rohrschalen

Heizungsrohre isolieren

Die einseitig geschlitzten Rohrschalen aus Glaswolle werden einfach über die Rohre gestülpt

Heizungsrohre: selbstklebende Lasche

Heizungsrohre isolieren

Dann ziehen Sie nur noch den Papierstreifen ab und drücken die selbstklebende Folienlasche an

Heizungsrohre: Enden zuschneiden

Heizungsrohre isolieren

Bei rechtwinkligen Bögen bis 5 cm Radius schneidet man die Rohrschalen-Enden im 45-Grad-Winkel zu

Heizungsrohre: Schalen ausschneiden

Heizungsrohre isolieren

Bei größeren Bogenradien schneiden Sie die Schalen in 30-Grad-Winkeln keilförmig aus. Rund um ...

Heizungsrohre: Übergänge umwinkeln

Heizungsrohre isolieren

... Armaturen sind individuelle Zuschnitte gefragt. Übergänge stets mit Aluklebeband umwinkeln!

Heizungsrohre: Kunststoff-Rohrschalen

Heizungsrohre isolieren

Einfache Kunststoff-Rohrschalen isolieren Heizungsrohre und Wasserleitungen schnell und günstig – und sparen dauerhaft Heizkosten!

Foto: sidm / KEH, Hersteller

Gerade Rohrstrecken isolieren

Rohrschalen sind bei Saarpor für Rohre mit unterschiedlichen Durchmessern sowie in mehreren Dicken erhältlich.

Foto: sidm / KEH, Hersteller

Gerade Rohrstrecken isolieren

 Kautschuk-Schalen sind flexibler als Schalen aus Polyethylen und verfügen oft über eine praktische Selbstklebefläche.

Foto: sidm / KEH, Hersteller

Gerade Rohrstrecken isolieren

Die Schale wird über das Rohr gestülpt, zusammengedrückt und mit Aluminiumband oder über die Klebefläche geschlossen.

Heizungsrohre: Rohrbögen bis 5 cm

Heizungsrohre isolieren

Bei Rohrbögen mit einem Radius von bis zu 5 cm ...

Heizungsrohre: Rohrschalenenden zuschneiden

Heizungsrohre isolieren

... zwei Rohrschalenenden im 45-Grad-Winkel zuschneiden. Präzise Schnitte gelingen mit einer Gehrungslade.

Heizungsrohre: Rohrschalen überstülpen

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Die zugeschnittenen Rohrschalen über die Rohrabschnitte stülpen und bündig zusammenschieben.

Heizungsrohre: Mit Aluminiumband abdichten

Heizungsrohre isolieren

Stoß mit selbstklebendem Aluminiumband abdichten.

Heizungsrohre: Rohrbögen über 5 cm

Heizungsrohre isolieren

Bei Rohrbögen mit einem Radius von über 5 cm ...

Foto: sidm / KEH

Kleine Rohrbögen isolieren

Legen Sie die Schale in die Gehrungslade und schneiden Sie im 45-Grad-Winkel in das Material.

Foto: sidm / KEH

Kleine Rohrbögen isolieren

Achten Sie auf saubere, grade Schnitte, damit ein bündiger Abschluss möglich ist.

Foto: sidm / KEH

Kleine Rohrbögen isolieren

Stülpen Sie die zugeschnittenen Rohrschalen über den Bogen und drücken Sie sie zusammen. Dichten Sie mit Klebeband ab.

Heizungsrohre: Rohrschale mit Längsschlitz

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... eine Rohrschale mit Längsschlitz nach oben in eine Gehrungslade legen, zwei 45-Grad-Keile herausschneiden, aber Schale nicht ganz durchtrennen.

Heizungsrohre: Rohrschale überstülpen

Heizungsrohre isolieren

Nun die Rohrschale über den Rohrbogen stülpen und zusammenschieben.

Heizungsrohre: Mit Aluminiumband abdichten

Heizungsrohre isolieren

Stöße wieder mit Aluminiumband abdichten.

Heizungsrohre: Überlappung verschließen

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Bei geraden Strecken die Rohrschale am Längsschlitz aufbiegen, Schutzpapier der Überlappung abziehen, Schale übers Rohr stülpen, zusammendrücken und Überlappung verschließen.

Foto: sidm/Archiv

Heizungsrohre isolieren

PE-Rohrschalen von Saarpor stülpt man einfach über die Rohre und dichtet die Stöße mit (ggf. integriertem) Klebeband ab. Für kleine ...

Foto: sidm / Archiv

Heizungsrohre isolieren

... Rohrbögen schneiden Sie zwei Schalen im 45-Grad-Winkel ab, sodass sie sich über Eck dicht zusammenschieben lassen.

Foto: sidm / Archiv

Heizungsrohre isolieren

Dieser Vorgang wird dahinter ein weiteres Mal wiederholt, sodass zwei Keile entstehen. So lässt sich die Schale an einem Stück ...

Foto: sidm / Archiv

Heizungsrohre isolieren

... auch über große Rohrbögen stülpen. Drücken Sie die Schale fest zusammen und dichten Sie die Stöße mit Klebeband ab.

Heizungsrohre: T-förmige Abzweigungen

Heizungsrohre isolieren

Praxistipp: Bei T-förmigen Rohrabzweigungen sollten die Längsschlitze der Schalen zum Raum zeigen, um das Schließen zu erleichtern. Aus einer Schale ein 90-Grad-Stück bis zur Mitte heraustrennen, ...

Heizungsrohre: Schalen zuschneiden

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... eine andere Schale am Ende mit zwei 45-Grad-Schnitten zuspitzen, so dass beide nach der Montage auf Stoß sitzen.

Heizungsrohre: Mit Aluminiumband abdichten

Heizungsrohre isolieren

Dort mit Aluminiumband abdichten.

Foto: sidm / Archiv

Heizungsrohre isolieren

Bei Abzweigungen einen Keil bis zur Mitte heraustrennen und eine weitere Schale mit zwei 45°-Schnitten passgenau zuschneiden.

Eine alte Faustregel bei Heizungsrohren: Je kürzer die Leitungswege, desto besser. Doch das ist nicht in jedem Haus gewährleistet – im Gegenteil: Bevor das warme Wasser im Heizkörper oder in der Dusche ankommt, muss es in vielen Häusern erst einen weiten Weg durch lange Rohrstrecken zurücklegen. Wenn Sie die Heizungsrohre isolieren, können Sie viel Energie und Kosten sparen. Bei einer zentralen Warmwasserbereitung kann auch eine Rohrisolierung der Wasserleitung sinnvoll sein, um z. B. laute Strömungsgeräusche zu dämpfen.

Wo wird Gedämmt? Sowohl Wärme-(rot) als auchKältedämmung (blau) sollte an allen erreichbaren Rohren angebracht werden. Foto: Hersteller / Saarpor

Eigentlich logisch: Je mehr Wärme das Wasser auf dem Weg zur Dusche oder zum Heizkörper verliert, desto stärker muss es von der Heizungsanlage erhitzt werden. Wenn Sie Ihre Heizungsrohre isolieren, vermeiden Sie somit einen Wärmeverluste und sparen Energie. Denn Schätzungen zufolge verursachen nichtisolierte Rohre pro Jahr bis zu 25 Euro Mehrkosten pro Meter. Doch man kann den Ärger über die hohe Heizkostenrechnung am Ende des Monats vermeiden, indem man den Wärmeverlust so gering wie möglich hält. Das funktioniert am besten durch eine gezielte und fachgerechte Dämmung der Rohre. 

Zum Teil ist diese Energiesparmaßnahme bereits gesetzlich geregelt. So müssen alle frei zugänglichen Heizungsrohre, Warm- wasserleitungen und Armaturen in nicht beheizten Räumen bis zum 31.12.2006 gedämmt werden. Das sieht die Energieeinsparverordnung aus dem Jahre 2002 vor. Auch wenn Sie damit später Energie und mithin Geld sparen, verlangt es zunächst eine Investition, die in diesem Fall jedoch ebenso wie der Arbeitsaufwand gering ausfällt. Genau hier sollten Sie aber abwägen: Oft sind die teuren Rohrschalen simpler, sicherer und schneller zu verarbeiten als die preiswerten.

Gründe um Heizungsrohre zu isolieren

Übrigens ist nicht nur der Energieverbrauch ein Grund dafür, Ihre Warm- und Kaltwasserrohre zu dämmen. Die Rohrschalen spielen auch eine entscheidende Rolle bei der Schallreduzierung. Körperschall entsteht durch Schwingungen in den Rohren, wenn Wasser durch sie fließt, und ist ein häufig vorgebrachter Reklamationspunkt für Bauherren. Entsteht in Ihren Rohren viel Körperschall, müssen Sie unter Umständen auf spezielle Systemdämmschalen aus Faserpolsterlage, Folie und Gittergewebe zurückgreifen. Andernfalls reichen die Rohrschalen, die Sie zur Wärmedämmung einsetzen, bereits aus, um die Geräuschbelastung zu reduzieren.

Wichtige Infos beim Heizungsrohre isolieren

Wichtig bei Ihrer Dämmung ist grundsätzlich, dass die Rohrschalen Stoß an Stoß liegen und möglichst keine Lücken in der Gesamtummantelung entstehen. Achten Sie deshalb darauf, die Übergänge zwischen den Rohrschalen mit Klebe- oder Aluminiumband vernünftig abzudichten. Sollte bei den Schalen keine Klebefläche vorhanden sein – oder wenn Sie Gehrungsschnitte vornehmen –, müssen auch diese Stellen abgedichtet werden. Generell gilt, egal bei welchem Dämmmaterial: Je größer der Rohrdurchmesser und Durchfluss ausfällt, desto dicker sollte die Rohrschale zu Dämmung sein. Unterschiedlich dicke Verschalungen für alle Bedürfnisse sind im Fachhandel erhältlich.

Heizungsrohre isolieren

Die durchgängig geschlitzten Schalen, die einfach über die Rohre gestülpt werden, brauchen in diesem Fall nicht mit separatem Klebeband abgedichtet zu werden.

Heizungsrohre isolieren: Rohrschalen mit Selbstklebelaschen

Haben Sie ein Haus, in dessen Keller noch ungedämmte Heizungs- und Trinkwasserrohre auf Putz verlegt sind, können Sie diese problemlos mit Rohrschalen selbst dämmen. Eine große Arbeitserleichterung stellen z. B. Rohrschalen mit Selbstklebelaschen dar. Die durchgängig geschlitzten Schalen, die einfach über die Rohre gestülpt werden, brauchen in diesem Fall nicht mit separatem Klebeband abgedichtet zu werden. Sie müssen nur ein Papier abziehen und die integrierte Klebefolie über den Schlitz andrücken. Auch wenn man auf Gehrungsschnitte verzichten kann, spart man viel Zeit. Nur Geld spart man damit nicht: Diese Ausstattungsmerkmale lassen sich die Hersteller mit einem höheren Preis bezahlen. Praxistipp: Für Zuschnitte im 45- und 30-Grad-Winkel sollten Sie eine Gehrungslade verwenden. Eventuell kann man diese auch beim Baustoffhändler, wo man die Rohrschalen kauft, ausleihen.

Das Video zeigt Schritt für Schritt, worauf Sie beim Isolieren von Heizungs- oder Leitungsrohren achten sollten:

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Kunststoff, Mineralwolle oder Kautschuk zum Heizungsrohre dämmen?

Checkliste Werkzeug

  • Filzstift

  • Gehrungslade

  • Maßband

  • Messer

Im Baumarkt und Baustoffhandel finden sich sogenannte Rohrschalen aus unterschiedlichen Materialien und für verschiedene Rohrdurchmesser. Diese werden einfach über die Rohre gestülpt, was nur einige Zuschnitte erfordert. Anschlüsse und Schnittkanten klebt man mit Dichtband ab. Verlaufen Rohre im beheizten Wohnbereich über Putz, kann man sich das Dämmen aber sparen, denn hier trägt die abstrahlende Wärme ja zur Raumerwärmung bei. Es gibt Rohrschalen aus unterschiedlichen Materialien. Preiswert, aber weniger feuerfest sind dabei Kunststoffrohrschalen aus PE (Polyethylen, Brandklasse B2, je nach Durchmesser 70 Cent bis ca. 2 Euro/lfd. Meter). Höheren Brandschutz (Klasse A1/A2) bieten Rohrschalen aus Mineralwolle, die um die 2 Euro/lfd. Meter kosten. Etwas mehr kosten Kautschuk-Rohrschalen (3 bis 4 Euro/lfd. Meter), die aber immerhin „schwer entflammbar“ sind (Brandklasse B1) und sich dank ihrer Flexibilität leicht verarbeiten lassen. Hinsichtlich der Dämmwirkung müssen Sie auf die Wärmeleitfähigkeit W/(mK) achten (je niedriger, desto besser).
Praxistipp: Je größer der Rohrdurchmesser und Durchfluss ausfällt, umso besser und dicker sollte die Dämmung sein!

Heizungsrohre isolieren: Kautschuk-System

Mit Kautschuk-Rohren können Sie im Nu Ihre Heizungsrohre isoliere. Kautschuk-Rohrschalen sind realtiv teuer, doch man spart sich aufgrund der Flexibilität des Materials nicht nur die Zuschnitt-Arbeit, der Kautschuk ist zudem noch deutlich feuerfester als das leichter entflammbare Polyethylen. Bei besonders hohen Brandschutzanforderungen hat man alternativ die Möglichkeit, auf Rohrschalen aus Mineralwolle zurückzugreifen.

  1. Die Kautschuk-Rohrisolierung stülpen Sie wie gehabt über das Rohr.
  2. Sie können diese Isolierung auch ohne Gehrungsschnitt im Winkel an einem Stück verlegen – das spart Arbeit.>
  3. Einfach zugleich drehen und schieben.
  4. Der Schlitz in der Rohrschale kann anschließend dank der Selbstklebelaschen direkt verklebt werden – Sie brauchen kein separates Gewebeklebeband und auch keine Verschlussklammern.

Heizungsrohre isolieren mit Polyethylen-Rohrschalen

Rohrschalen aus Polyethylen bekommen Sie ganz einfach im Baumarkt oder beim Fachhändler. Die Do-it-yourself-Variante bei der Rohrisolierung funktioniert natürlich nur bei freiliegenden Rohren. Gerade in Altbauten oder in Kellern ist ein Großteil der Heizungsrohre offen zugänglich und kann mit Rohrschalen isoliert werden. Die Schalen werden mit wenigen Handgriffen über das Rohr gestülpt und mit Klebeband abgedichtet. In Kurven oder an T-Stück-Verbindungen müssen die Elemente unter Umständen zugeschnitten werden, was mit dem Polyethylen-Material sehr einfach geht. Wie Sie Heizungsrohre mit Polyethylen-Rohrschalen isolieren, zeigt die Bildergalerie oben.

Fotos: sidm / Archiv, Hersteller

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