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Geht auch ganz einfach:

Garage bauen

In der Garage steht das Auto sicher vor Witterung, Vandalismus und Diebstahl: Wir haben den Bau einer Massivgarage begleitet und zeigen die wichtigsten Schritte beim Mauern und Verputzen. Außerdem geben wir einen Überblick über verschiedene Wandbaustoffe – so können Sie selber eine Garage bauen.

Inhalt
  1. Garage bauen: Was beachten?
  2. Was kostet Garage bauen?
  3. Garage bauen: Fundament legen
  4. Baustoffe zum Garage bauen
  5. Anleitung: Garage mauern

Wer eine Garage selber bauen möchte, sollte einige Dinge beachten. Noch bevor Sie mit dem Garagenbau beginnen, darf eine genaue Planung nicht fehlen.

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Garage bauen: Was beachten?

Überlegen Sie z.B. wie groß die Garage sein muss. Dabei sollten Sie auch an die Zukunft denken.

Benötigen Sie in ein paar Jahren ein größeres Auto (weil Sie z.B. eine Familie gründen) oder ein zweites Auto? Planen Sie lieber mehr Platz ein. Klären Sie vorab auch, welche Anforderungen Sie haben. Soll das Garagentor elektrisch sein? Oder reicht es Ihnen, wenn Sie das Garagentor manuell öffnen? Welches Baumaterial eignet sich zum Garagenbau? Und welche Bauweise ist am besten geeignet? Stellen Sie sich die wichtigsten Fragen.

Baugenehmigung für Garage erforderlich?

Von höchster Bedeutung vor dem Garagenbau ist die Frage, ob Sie eine Baugenehmigung brauchen. Denn ansonsten war der teure Bau ganz umsonst und Sie müssen die neue Garage entfernen.
Baugenehmigung ja oder nein? Im Video können Sie herausfinden, ob Sie für den Garagenbau eine Baugenehmigung brauchen:

 

Aber wie lauten dabei die Vorschriften? Ob Sie eine Baugenehmigung brauchen, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. So benötigen Sie für eine Garage/Carport unter 50 m2 und einer Wandhöhe von weniger als 3 m in Sachsen-Anhalt keine Baugenehmigung. In Nordrhein-Westfalen sind Garagen und Carports nur genehmigungsfrei, wenn Sie max. 30 m2 groß sind. Sie sehen: Der Unterschied kann schon recht groß sein. Daher sollten Sie sich vorher unbedingt genauer beim örtlichen Bauamt informieren. Zum Schluss ist es aber oft so, dass es eine Einzelentscheidung ist.

 

Was kostet Garage bauen?

Sie möchten eine eigene Garage bauen? Da fragen Sie sich sicher: Wie viel kostet es, eine Garage zu bauen? Wie schon vorher bei der Baugenehmigung kann man auch hier keine pauschale Antwort geben. Denn beim Garagenbau kommt es auf viele Faktoren an. So spielt z.B. das Material eine große Rolle.

Gartenhäuser Fertig-Garagen
Fertig-Garagen

Garagen-Hersteller gibt es viele – aber nur wenige bieten auch optisch überzeugende Fertiggaragen

Soll es Holz, Stahl, Beton oder eine gemauerte Garage sein? Soll es eine Fertiggarage sein oder doch eher eine massive Garage? Reicht eine Einzelgarage oder benötigen Sie eine Doppelgarage? Können Sie die Garage selber bauen oder müssen Sie jemanden engagieren? All diese Fragen und noch mehr müssen Sie beantworten. Schlussendlich kommt es aber auch darauf an, wie hoch Ihr Budget ist. Je nach Aufbau und Ausstattung müssen Sie nämlich schon mit Kosten zwischen 2.500 bis über 10.000 Euro rechnen.
Praxistipp: Der Preis ist Ihnen doch zu hoch? Vielleicht reicht ja dann ein Carport? Denn einen Carport können Sie schon für weniger als 1.000 Euro bauen. Natürlich gibt es aber auch hierbei nicht nur günstige Varianten.

Übrigens: Oft beobachtet man, dass die Nachbar-Garage als zusätzlicher Stauraum genutzt wird und so vollgepackt ist, dass ein Auto darin gar keinen Platz mehr findet! Das ist in den meisten Fällen gar nicht erlaubt!

 

Was in der Garage gelagert werden darf und was nicht, erklärt das obige Video – auch, welche Strafen bei Zuwiderhandlung drohen!

 

Garage bauen: Fundament legen

Ehe Sie Ihre gemauerte Massivgarage bauen können, benötigen Sie ein solides Fundament. Da man eine Garage üblicherweise nicht unterkellert, benötigt man eine geeignete Bodenplatte. Die Dicke der Betonschicht sowie der Anteil an Bewehrung hängen von der Bodenbeschaffenheit und der späteren Belastung ab. Um hierbei Fehler zu vermeiden, sollte man einen Statiker zu Rate ziehen, der die statische Berechnung übernimmt. Unabhängig davon, wie stark die Bodenplatte ausgeführt wird, muss sie stets frostsicher gegründet sein. Sie müssen das Erdreich also so weit abtragen, dass die Unterkante des Fundaments 80 cm unterhalb der Geländehöhe liegt. Unterkellerte Bauten unterbieten diese Forderungen problemlos, ohne Keller gilt jedoch: Lieber mehr ausheben als zu wenig.

Keller
Bodenplatte betonieren

Für die Terrasse brauchen Sie eine solide Bodenplatte – am besten mit einer Stahl-Armierung

Oftmals ist der Untergrund nicht fest genug und muss verdichtet werden. Darüber folgt eine Sand- und Kiesschicht, die ebenfalls verdichtet werden muss. Anschließend decken Sie die Fläche mit einer Baufolie ab. Jetzt kommt der Beton. Damit dieser nicht in der Baugrube verläuft, muss eine Schalung aus Holzbrettern angefertigt werden. Diese muss exakt den Umrissen des späteren gebauten Garage entsprechen.

Baustellenbeton vs. Transportbeton

Je nach Größe des Fundaments ist die Lieferform des Betons zu wählen: Kleine Flächen können mit selbst gemischtem Werktrockenmischungen oder Baustellenbeton hergestellt werden. Je größer die Fläche jedoch ausfällt, desto empfehlenswerter ist es, Transportbeton anliefern zu lassen, der über einen Schlauch direkt vom Lkw in die Baugrube gegossen wird. Nach Angaben des Statikers müssen dann vor und während der Betonierung Stahlmatten zur Bewehrung eingelegt werden.

Inwieweit Sie eine Bodenplatte selbst herstellen, ist nicht nur von Ihrem Zeitbudget und fachlichen Können abhängig, sondern auch eine Kostenfrage: Da teilweise sowieso Fachleute benötigt werden bzw. Transportbeton angeliefert werden muss, sollte man sich im Vorfeld genau nach den Preisen erkundigen und auch Komplettangebote einholen. Unter Umständen ist es nur unwesentlich teurer, wenn Sie das gesamte Fundament von einer Fachfirma anfertigen lassen. Dafür liegt die Gewährleistungspflicht für Mängelbeseitigung dann aber auch bei dem beauftragten Unternehmer – je nach Vertragsgrundlage für 4 (nach VOB) bis 5 Jahre (nach BGB).

 

Baustoffe zum Garage bauen

Zunächst einmal müssen Sie sich für einen Mauerstein entscheiden. Möchten Sie einen Carport bauen, der nur als Unterstellplatz fürs Auto, für Fahrräder und einige Gartengeräte dienen soll, können Sie den Wärmeschutz vernachlässigen. Handelt es sich jedoch um eine beheizte Garage, in der man beispielsweise eine Heimwerkstatt einrichten will, sollte auch auf eine gute Wärmedämmung geachtet werden. Besonders guter Schallschutz und eine hohe Druckfestigkeit spielen bei einer Garage eher eine untergeordnete Rolle. Doch genau diese Eigenschaften weisen Kalksandsteine auf, die in unserem Fall verbaut wurden. Der Grund für die Verwendung ist simpel: Kalksandsteine sind oft sehr preiswert.

Die Verarbeitung der verschiedenen Wandbaustoffe unterscheidet sich nur im Detail. Bei vielen Steinsorten und -formaten kann heute auf eine Stoßfugenvermörtelung verzichtet werden; die Steine greifen mit Nut und Feder ineinander. Mörtel wird nur dann gebraucht, wenn Sie ein Passstück an der Stirnseite zuschneiden müssen, also die Feder abtrennen und diesen Stein stumpf gegen einen anderen stoßen. Ebenso hat heute fast jeder Hersteller sogenannte Plansteine bzw. Planziegel im Sortiment, bei denen die Lagerfuge nur noch mit einer etwa 2 mm starken Schicht Dünnbettmörtel ausgeführt wird.

Dennoch sieht man häufig noch die herkömmliche Methode mittels Dickbettverfahren. Auch hier ist der Grund simpel: Plansteine weisen nur geringe Maßtoleranzen auf und sind entsprechend teuer in der Herstellung, mithin im Preis. Bei Ihrer Wahl müssen Sie jedoch berücksichtigen, dass das Mauern mit Plansteinen ab der zweiten Schicht einfacher ist.

Baustoffe
Grundwissen Baustoffe

In unserem Grundwissen erhalten Sie einen Überblick über verschiedene Baustoffe

Praxistipp: Auch hinsichtlich Wärmedämmung schneiden Plansteine besser ab, denn je dicker die Mörtelschicht zwischen den Steinen ausfällt, desto größer ist die Gefahr, dass Wärme aus dem Gebäude entweicht.

 

Anleitung: Garage mauern

Bauen Sie eine beheizte Garage oder ein Haus und möchten dennoch keine teuren Plansteine verbauen, sollten Sie statt Normalmörtel (NM) sogenannten Leichtmörtel (LM) verwenden. Dieser verhindert durch seine Zusammensetzung die Bildung von Wärmebrücken, wie sie bei Normalmörtel auftreten. Ebenso wie Dünnbettmörtel wird Leichtmörtel meistens in Form von Werktrockenmörtel verwendet, denn die exakte Mischung selbst herzustellen ist nahezu unmöglich bzw. führt schnell zu Abweichungen. Normalmörtel dagegen lässt sich auch selbst mischen.

Neben der Verarbeitung an sich spielen beim Mauern auch die Handhabung und das Gewicht eine Rolle. Als praktisch erweisen sich Griffmulden rechts und links im Stein, sodass man ihn gut packen kann. Das hilft jedoch nur wenig, wenn es schon beim ersten Stein schwerfällt, ihn hochzuheben. So wiegt beispielsweise ein Kalksandstein etwa viermal so viel wie ein Porenbetonstein im selben Format. Spätestens nach einem Tag Mauern wird man es deshalb vielleicht schon bereut haben, den eventuellen Mehrpreis für Porenbeton gespart zu haben.

Quelle: selbst ist der Mann

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