Garage bauen

In der Garage steht das Auto sicher vor Witterung, Vandalismus und Diebstahl: Wir haben den Bau einer Massivgarage begleitet und zeigen die wichtigsten Schritte beim Mauern und Verputzen. Außerdem geben wir einen Überblick über verschiedene Wandbaustoffe – so können Sie selber eine Garage bauen.

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Foto: iStock/RobertCrum

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Für Grundstückeigentümer ein Must-Have: Wenn Sie noch keinen überdachten Stellplatz haben, erfahren Sie hier, wie Sie eine Garage bauen.

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Die armierte Bodenplatte ist bereits gegossen. Werden die Mauersteine geliefert, lassen Sie den Spediteur die Steine möglichst mittig auf der Bodenplatte abstellen. So können Sie beim Mauern der Außenwände direkt auf sie zugreifen – ohne dass sie im Weg stehen.

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Bevor Sie mit dem Mauern beginnen, muss die genaue Flucht der Wände ermittelt werden. Dies erfolgt mit Nivelliergerät und Richtlatten.

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Die Richtlatten markieren die Eckpunkte, die dazwischen gespannten Schnüre den Mauerverlauf. Damit kein Wasser von unten in die Mauer eindringt, trägt man Dichtungsschlämme oder Bitumen genau dort auf, wo die Mauer errichtet werden soll.

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Dann rühren Sie den Mörtel für die erste Steinschicht an. Dafür verwendet man Normal- oder Leichtmörtel, am besten als Werktrockenmörtel, der nur noch mit Wasser angerührt wird.

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Tragen Sie den angemischten Mörtel für die erste Steinlage direkt auf der Grundplatte auf. Etwa 10-20 mm stark kann der Mörtelbelag ruhig sein – er dient auch als Nivelliermasse, so dass die erste Steinreihe exakt waagerecht verläuft.

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Die erste Steinschicht muss exakt ein Höhenniveau aufweisen – mit der Wasserwaage kontrollieren und ggf. im dicken Mörtelbett korrigieren.

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Die weiteren Steinreihen werden im Dünnbettverfahren aufgemauert. Dafür rühren Sie entsprechenden Dünnbettmörtel an, der nur Zuschläge mit einer Korngröße von maximal 1 mm enthält und somit eine besonders feine Konsistenz aufweist.

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Tragen Sie ihn mit einem Mörtelschlitten auf. So gelingt ein gleichmäßiger Auftrag und der Mörtel wird direkt durchkämmt.

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Mit dem Hammer klopfen Sie die eingesetzten Steine dann fest. In die vertikalen Stoßfugen kommt kein Kleber. Die Verzahnung der Steine an den Stirnseiten sorgt für genügend Halt untereinander und schafft eine hohe Winddichtigkeit.

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In Ecken und an schwer zugänglichen Stellen trägt man den Mörtel besser mit einer Zahnkelle statt mit einem Mörtelschlitten auf.

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Die Lagerfuge misst bei Dünnbettmörtel nur noch etwa 2 mm. Um genug Fugenversatz (ca. 40 Prozent) zu erhalten, müssen teilweise halbe Steine verarbeitet werden.

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Wenn nicht serienmäßig bzw. passend vorhanden, müssen Sie die Steine entsprechend zuschneiden.

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Soll die Garage auch Innenwände bekommen, müssen Sie schon während Sie die Außenwände aufmauern, Mauerbinder in die Lagerfugen legen: etwa in jede zweite Lagerfuge – genau dort, wo später die Innenwand anschließen soll. Wenn Sie dann die Innenwand mauern, wird der Mauerbinder ins Mörtelbett der Querwand gedrückt. So verbinden sich Außen- und Querwand fest miteinander. Stößt ein ganzer Stein an die glatte Außenwand, ist es besonders wichtig, dessen Stirnseite üppig mit Mörtel zu bestreichen: Sein Spezialprofil hat sonst zuwenig Kontakt zur glatten Außenwand.

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Einen provisorischen Fensterausschnitt stellen Sie mit Hilfe von zugeschnittenen Brettern, Balken und Keilen her.

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Auf diese Weise können Sie in aller Ruhe mittels U-Schalen den Sturz in die Wand einbinden. Hat der Mörtel abgebunden, entfernen Sie die Bretter und Keile wieder.

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Als letzte Steinschicht, bevor die Decke aufgelegt wird, kommen ebenfalls U-Schalen zum Einsatz.

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Nachdem man eine Schicht Beton eingefüllt hat, folgt eine Bewehrung aus Stahl, bei größeren Bauvorhaben nach Angaben eines Statikers! Dieser armierte Betonkern muss ununterbrochen die gesamte Garage umlaufen. Er bildet den soganannten Ringanker. Dieser verhindert, dass die Außenwände bei Auflast aus dem Dach nach außen gedrückt werden und die Garage einstürzt.

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Haben Sie die Bewehrungseisen eingelegt, füllen Sie den restlichen Raum der U-Schalen mit Beton auf und streichen ihn oben glatt.

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Praktisch sind Fertigteildecken, die per Kran direkt auf die Wände gelegt werden. Vorgefertigte dünne, bereits armierte Filigranplatten aus Beton werden als "verlorene Schalung" auf die Außenmauern gelegt und mit Ortbeton vergossen. Bis alle Anschlüsse und der Beton darüber abgebunden haben, sichert man die Decke mit Stahlstützen und Kanthölzern.

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Einen Tag, bevor Sie mit dem Verputzen loslegen, nässen Sie die Wand vor und tragen einen Spritzbewurf auf. Dieser dient der Haftverbesserung.

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Ist der Spritzbewurf getrocknet (etwa nach einem Tag), folgt der Unterputz. Haben Sie keine Putzpistole, ...

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... tragen Sie den Putz mit einer Maurerkelle auf.

Wichtig: Vorher in gleichmäßigen Abständen Latten in der gewünschten Putzstärke an der Wand befestigen. Mindestens je eine an den Wandenden und in den Laibungen von Türen und Fenstern.

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So können Sie den Putz später mit einer Kartätsche (große Abziehlehre für beidhändiges, großflächiges Arbeiten), einem Brett oder einem anderen geraden Gegenstand über diese Lehren hinweg bündig abziehen.

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Für alle diese Arbeiten brauchen Sie eventuell ein Gerüst. Ist der Unterputz trocken, folgt der Oberputz. Hier gibt es zahlreiche Trockenmörtel, mit denen man verschiedene Strukturen herstellen kann.

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Der Auftrag erfolgt mit einer Kelle.

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Je nach Korngröße des Putzes können Sie ihn direkt mit der Kelle strukturieren oder durch Abziehen mit dem Reibebrett oder einem Glätter.

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Am Ende ergibt sich – je nach Wunsch und Verarbeitung – eine mehr oder weniger grobkörnige und strukturierte Fläche.

Wer eine Garage selber bauen möchte, sollte einige Dinge beachten. Noch bevor Sie mit dem Garagenbau beginnen, darf eine genaue Planung nicht fehlen.

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Garage bauen: Was gibt's zu beachten?

Bevor es an die Planung Ihrer Garage, geschweige denn den Bau geht, ist es wichtig, dass Sie sich genauste Überlegungen machen. Überlegen Sie beispielsweise, wie groß die Garage sein muss. Dabei sollten Sie nicht nur aktuelle Bedürfnisse einbeziehen, sondern auch an Ihre Zukunft denken.

Planen Sie vielleicht, eine Familie zu gründen? Dann wird in ein paar Jahren womöglich ein größeres oder ein zweites Auto fällig. Planen Sie lieber mehr Platz ein. Klären Sie vorab auch, welche Anforderungen und Wünsche Sie haben. Soll das Garagentor elektrisch sein? Oder reicht es Ihnen, wenn Sie das Garagentor manuell öffnen? Wünschen Sie eine zusätzliche Tür oder große Fenster? Sind Brandschutzauflagen zu beachten? Welches Baumaterial eignet sich in Ihrem Fall zum Garagenbau? Und welche Bauweise bietet sich an? Soll die Garage freistehen oder an das Wohnhaus angebaut werden? Besteht eine nutzbare Einfahrt oder müssen Sie zusätzlich eine Einfahrt selbst pflastern? Stellen Sie sich die wichtigsten Fragen, beraten Sie sich mit Familie, Freunden und Fachkräften und lassen Sie sich bei den Entscheidungen Zeit – überstürzte Handlungen führen nur selten zum besten Ergebnis.

Ist eine Baugenehmigung für die Garage erforderlich?

Von höchster Bedeutung vor dem Garagenbau ist die Frage, ob Sie eine Baugenehmigung brauchen. Denn ansonsten war der teure Bau schlimmstenfalls ganz umsonst und Sie müssen die neue Garage wieder abreißen. Damit das nicht passiert, informieren Sie sich im Vorhinein.

Baugenehmigung ja oder nein? Im Video finden Sie heraus, ob Sie für den Garagenbau eine Baugenehmigung brauchen:

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Die Vorschriften sind also auch beim Bau einer Garage von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. So benötigen Sie für eine Garage/Carport unter 50 m2 und einer Wandhöhe von weniger als 3 m in Sachsen-Anhalt zum Beispiel keine Baugenehmigung. In Nordrhein-Westfalen sind Garagen und Carports nur genehmigungsfrei, wenn Sie max. 30 m2 groß sind. Sie sehen: Der Unterschied kann schon recht groß sein. Daher sollten Sie sich vorher unbedingt genauer beim örtlichen Bauamt informieren. Zum Schluss ist es aber oft so, dass es eine Einzelentscheidung ist und Sie immer gut daran tun, die Nachbarn bei Ihrem Vorhaben auf Ihrer Seite zu haben.

Garage bauen: Was kostet das?

Noch bevor es mit der Planung losgeht, möchten viele auf Nummer sicher gehen: Wie viel kostet es denn eigentlich, eine Garage zu bauen? Wie Sie sich wohl denken können, ist eine pauschale Antwort auf diese Frage ebenso unmöglich, wie auf die Frage der Baugenehmigung. Denn beim Garagenbau kommt es auf extrem viele Faktoren an. Neben der Arbeitskraft, wird vor allem das verwendete Material zum wichtigen Kostenfaktor.

Soll es Holz, Stahl, Beton oder eine gemauerte Garage sein? Soll es eine Fertiggarage sein oder doch eher eine massive Garage? Reicht eine Einzelgarage oder benötigen Sie eine Doppelgarage? Können Sie die Garage selber bauen oder müssen Sie jemanden engagieren? All diese und noch mehr Fragen müssen Sie beantworten können, bevor Sie sich ein realistisches Bild von den Kosten machen können, die auf Sie zukommen werden. Schlussendlich kommt es aber natürlich auch darauf an, wie hoch Ihr Budget ist. Je nach Aufbau und Ausstattung können Sie grob mit Kosten zwischen 2.500 bis weit über 10.000 Euro rechnen – wie immer ist nach oben hin keine Grenze gesetzt.

Praxistipp: Der Preis ist Ihnen doch zu hoch? Vielleicht reicht ja dann ein Carport? Denn einen Carport können Sie schon für weniger als 1.000 Euro bauen. Natürlich gibt es aber auch hierbei nicht nur günstige Varianten.

Garage bauen: Fundament legen

Ehe Sie eine Garage bauen können, benötigen Sie ein solides Fundament. Je nach Garagenart reicht ein einfaches Streifen-, Punkt- oder Ringfundament. Ganze Gründungsplatten sind bei Garagen aus Holz oder Metall, die häufig ohne Boden geliefert werden, und gemauterten Massivgaragen unverzichtbar. Fertiggaragen aus Beton werden dagegen üblicherweise als geschlossene Raumzelle geliefert und benötigen dementsprechend kein durchgängiges Fundament.  

Bei einer soliden Bodenplatte hängen die Dicke der Betonschicht sowie der Anteil an Bewehrung von der Bodenbeschaffenheit und der späteren Belastung ab. Um hierbei Fehler zu vermeiden, sollten Sie besser einen Statiker zu Rate ziehen, der die Berechnung übernimmt. Unabhängig davon, wie stark die Bodenplatte ausgeführt wird, muss sie stets frostsicher gegründet sein. Sie müssen das Erdreich also so weit abtragen, dass die Unterkante des Fundaments 80 cm unterhalb der Geländehöhe liegt. Unterkellerte Bauten unterbieten diese Forderungen problemlos, ohne Keller gilt jedoch: Lieber mehr ausheben als zu wenig, sonst sind Schäden wie Absacken oder Setzungsrisse quasi vorprogrammiert.

Oftmals ist der Untergrund nicht fest genug und muss verdichtet werden. Darüber folgt eine Sand- und Kiesschicht, die ebenfalls verdichtet werden muss. Anschließend decken Sie die Fläche mit einer Baufolie ab. Jetzt kommt der Beton. Damit dieser nicht in der Baugrube verläuft, muss eine Schalung aus Holzbrettern angefertigt werden. Diese muss exakt den Umrissen des späteren gebauten Garage entsprechen. Während der Trocknung sollten Sie den Beton mit Folie abdecken, um ihn vor Umwelteinflüssen wie Nässe und Hitze zu schützen.

Baustellenbeton vs. Transportbeton

Je nach Größe des Fundaments ist die Lieferform des Betons zu wählen: Kleine Flächen können mit selbst gemischtem Werktrockenmischungen oder Baustellenbeton hergestellt werden. Je größer die Fläche jedoch ausfällt, desto empfehlenswerter ist es, Transportbeton anliefern zu lassen, der über einen Schlauch direkt vom Lkw in die Baugrube gegossen wird. Nach Angaben des Statikers müssen dann vor und während der Betonierung Stahlmatten zur Bewehrung eingelegt werden.

Inwieweit Sie eine Bodenplatte selbst herstellen, ist nicht nur von Ihrem Zeitbudget und fachlichen Können abhängig, sondern auch eine Kostenfrage: Da teilweise sowieso Fachleute benötigt werden bzw. Transportbeton angeliefert werden muss, sollte man sich im Vorfeld genau nach den Preisen erkundigen und auch Komplettangebote einholen. Unter Umständen ist es nur unwesentlich teurer, wenn Sie das gesamte Fundament von einer Fachfirma anfertigen lassen. Dafür liegt die Gewährleistungspflicht für Mängelbeseitigung dann aber auch bei dem beauftragten Unternehmer – je nach Vertragsgrundlage für 4 (nach VOB) bis 5 Jahre (nach BGB).

Schon gewusst? Oft beobachtet man ja, dass die Nachbar-Garage als zusätzlicher Stauraum genutzt wird und so vollgepackt ist, dass ein Auto darin gar keinen Platz mehr findet! Das ist in den meisten Fällen gar nicht erlaubt!

Was in der Garage gelagert werden darf und was nicht, erklärt das Video – auch, welche Strafen bei Zuwiderhandlung drohen

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Baustoffe zum Garage bauen

Die Auswahl des Mauersteins ist mehr als nur eine ästhetische Entscheidung. Möchten Sie einen Carport bauen, der nur als Unterstellplatz fürs Auto, für Fahrräder und einige Gartengeräte dienen soll, können Sie den Wärmeschutz vernachlässigen. Handelt es sich jedoch um eine beheizte Garage, in der man beispielsweise eine Heimwerkstatt einrichten will, sollte auch auf eine gute Wärmedämmung geachtet werden. Besonders guter Schallschutz und eine hohe Druckfestigkeit spielen bei einer Garage eher eine untergeordnete Rolle. Doch genau diese Eigenschaften weisen Kalksandsteine auf, die in unserem Fall verbaut wurden. Der Grund für die Verwendung ist simpel: Kalksandsteine sind oft sehr preiswert.

Die Verarbeitung der verschiedenen Wandbaustoffe unterscheidet sich nur im Detail. Bei vielen Steinsorten und -formaten kann heute auf eine Stoßfugenvermörtelung verzichtet werden; die Steine greifen mit Nut und Feder ineinander. Mörtel wird nur dann gebraucht, wenn Sie ein Passstück an der Stirnseite zuschneiden müssen, also die Feder abtrennen und diesen Stein stumpf gegen einen anderen stoßen. Ebenso hat heute fast jeder Hersteller sogenannte Plansteine bzw. Planziegel im Sortiment, bei denen die Lagerfuge nur noch mit einer etwa 2 mm starken Schicht Dünnbettmörtel ausgeführt wird.

Dennoch sieht man häufig noch die herkömmliche Methode mittels Dickbettverfahren. Auch hier ist der Grund simpel: Plansteine weisen nur geringe Maßtoleranzen auf und sind entsprechend teuer in der Herstellung, mithin im Preis. Bei Ihrer Wahl müssen Sie jedoch berücksichtigen, dass das Mauern mit Plansteinen ab der zweiten Schicht einfacher ist.

Praxistipp: Auch hinsichtlich Wärmedämmung schneiden Plansteine besser ab, denn je dicker die Mörtelschicht zwischen den Steinen ausfällt, desto größer ist die Gefahr, dass Wärme aus dem Gebäude entweicht.

Anleitung: Garage mauern

Bauen Sie eine beheizte Garage oder ein Haus und möchten dennoch keine teuren Plansteine verbauen, sollten Sie statt Normalmörtel (NM) sogenannten Leichtmörtel (LM) verwenden. Dieser verhindert durch seine Zusammensetzung die Bildung von Wärmebrücken, wie sie bei Normalmörtel auftreten. Ebenso wie Dünnbettmörtel wird Leichtmörtel meistens in Form von Werktrockenmörtel verwendet, denn die exakte Mischung selbst herzustellen ist nahezu unmöglich bzw. führt schnell zu Abweichungen. Normalmörtel dagegen lässt sich auch selbst mischen.

Neben der Verarbeitung an sich spielen beim Mauern auch die Handhabung und das Gewicht eine Rolle. Als praktisch erweisen sich Griffmulden rechts und links im Stein, sodass man ihn gut packen kann. Das hilft jedoch nur wenig, wenn es schon beim ersten Stein schwerfällt, ihn hochzuheben. So wiegt beispielsweise ein Kalksandstein etwa viermal so viel wie ein Porenbetonstein im selben Format. Spätestens nach einem Tag Mauern wird man es deshalb vielleicht schon bereut haben, den eventuellen Mehrpreis für Porenbeton gespart zu haben.

Wie Sie die Garage Schritt für Schritt selber mauern können, sehen Sie hier in der Bilder-Anleitung!

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