Garagensanierung

Garage renovieren und reparieren

Aus selbst ist der Mann 6/2021

Ein altes Garagentor aus Holz sowie den darüber liegenden Betonsturz auszubessern und zu renovieren, klingt im Prinzip nicht schwer. Der Teufel steckt aber auch bei der Garagensanierung im Detail.

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Foto: sidm / GB

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Vor dem Anstrich muss die verspachtelte bzw. verputzte Fläche mindestens grundiert werden.

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Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit haben Farbe und Putz zugesetzt. Auch Algen und Moose haben sich gebildet.

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Abplatzende Putz- und Farbschichten mit dem Spachtel lösen, alle lockeren Schichten müssen entfernt werden.

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Eine Drahtbürste ist sehr hilfreich, um auch kleinere Bestandteile abzubekommen.

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Das gründliche Abfegen hat nichts mit „Putzfimmel“ zu tun, sondern ist nötig, damit folgende Beschichtungen gut haften.

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Zur Bindung von Staub und folglich zu einer guten Haftung trägt auch eine Grundierung des mineralischen Untergrunds bei.

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Tragen Sie die angerührte Spachtelmasse auf die gesäuberte Fläche auf und füllen damit die Risse, Löcher und Vertiefungen. Die Spachtelmasse kann übrigens auch auf feuchtem Untergrund aufgetragen werden.

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Abschließend ziehen Sie die Masse glatt ab, je nach Fläche mit mehr oder weniger breitem Maler- oder Flächenspachtel.

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Ein altes Holztor zunächst mit einer Bürste reinigen, dann mit 80er- oder 100er-Schleifpapier in Maserrichtung schleifen.

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Mit einem entsprechend dünnen Schleifklotz gelangen Sie auch gut zwischen die Profilbretter.

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Anschließend fegen Sie den Schleifstaub gründlich von der Fläche ab.

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Die verspachtelte Fläche ca. acht Wochen trocknen lassen, dann mit Tiefengrund vorstreichen (oder Fluat einsetzen).

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Nach kurzer Trockenzeit können Sie den Garagensturz mit einer Fassadenfarbe streichen. Praxistipp: Mit dem Pinsel nur Randbereiche streichen, sonst schlämmt die Fläche schnell zu.

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Handelt es sich nur um einen Sturzbereich, sollte man eine kleine Farbrolle bereithalten und nicht mit einer großen hantieren.

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Am Schluss das Garagentor streichen, hier mit einer UV-beständigen Außenlasur. Praxistipp: Beim Streichen des Sturzes darüber spritzt bestimmt etwas Fassadenfarbe nach unten aufs Tor, weshalb man erst oben streicht und Farbspritzer am Tor ggf. wieder kurz abschleift.

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Streichen Sie auch sorgfältig zwischen den Profilbrettern. Je nach Herstellerempfehlung und Holzzustand zweimal streichen.

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Tor und Umfeld: Auf Grund der „Nachbarschaft“ keine Augenweide, aber wieder intakt.

Zunächst ist es wichtig, alle Arbeiten vorzunehmen, die zu Dreck und Staub führen. Denn der Frust bei der Garagensanierung ist hoch, wenn man das Tor schön gestrichen hat und dann Spachtelmasse oder Fassadenfarbe darauf tropft. Oder umgekehrt, wenn oben alles schön verspachtelt wurde und sich dann der Holzschleifstaub auf der rauen Putzoberfläche absetzt.

Checkliste Werkzeug

  • Drahtbürste

  • Farbrolle

  • Handfeger

  • Malerspachtel

  • Pinsel

  • Schleifgerät

Also bei der Garagensanierung erst schleifen und lockere Putz- und Farbschichten beseitigen. Dann am besten den oberen Bereich ausbessern und beschichten, hier den Betonsturz, und dann das Tor streichen. Bei verputzten Flächen muss man jedoch durchaus vorsichtig sein, vor allem, wenn man sie farbig überstreichen möchte. So sind Alt- und Neuputz unterschiedlich alkalisch. Um daraus entstehende Ausblühungen oder Verfärbungen des folgenden Anstrichs zu vermeiden, muss die Alkalität der verschieden alten mineralisch verputzten Stellen angeglichen werden, worauf auch der Hersteller der Spachtelmasse hinweist. Lässt man die Fläche gut acht Wochen austrocknen, ist das Problem nicht mehr so akut und es reicht ein Tiefengrund aus, bevor man die verspachtelten Stellen überstreicht. In den ersten sechs bis acht Wochen aber sollte man ein Fluat auftragen. Dabei entstehen kleine Kohlesäurebläschen. Die Neutralisation des Untergrunds ist erst dann erreicht, wenn keine Bläschenbildung mehr auftritt. Es ist also ggf. ein mehrmaliger Auftrag des Fluats nötig. Danach sollte die Stelle mit Wasser nachgewaschen werden. Nach Trocknung können Sie die Fläche streichen.

Garage sanieren

Bevor Sie die Garage sanieren können, müssen Sie ein paar Vorbereitungen treffen. Dazu gehört, dass Sie abgeplatzten Putz entfernen. Das geht am besten, wenn Sie mit einem Spachtel anfangen. Anschließend nehmen Sie die Drahtbürste und dann den Handfeger um auch die kleinsten Rückstände zu entfernen.

  1. Wenn das erledigt ist, können Sie die Grundierung auftragen und Risse mit einer Spachtelmasse auffüllen.
    Praxistipp: Wir haben das Spachtelpulver Moltofill Aussen benutzt. Zum Füllen: Verhältnis 3:1, zum Spachteln und Kleben: 2,5:1. Dann mit Wasser anrühren, bis eine klumpenfreie Masse entsteht.
  2. Anschließend wird die Masse glatt gezogen.
  3. Wir haben dann noch das Holztor der Garage saniert und dafür zuerst das Holz geschliffen. Zuerst mit einem Schleifgerät und dann mit Schleifpapier, um auch zwischen die Profilbretter zu gelangen.
  4. Dann wird der Schleifstaub abgefegt und die verspachtelte Fläche gestrichen. 
  5. Zum Schluss folgte dann der Anstrich des Holztores.

Praxistipp: Die ausführliche Anleitung finden Sie oben in der Bildergalerie >>

Holz- und Fassadenschutz für die Garagensanierung

Rissige Dickschichtlasuren und Lacke müssen restlos vom Holz entfernt werden, bei Dünnschichtlasuren genügt ein Anschleifen. Dickschichtlasuren halten auf direkt bewitterten Flächen allerdings länger als dünnschichtige. Diese belassen das Holz dafür am natürlichsten. Lacke verdecken die Maserung komplett, bieten aber den längsten Schutz. Öl ist draußen nur für dauerhafte Harthölzer geeignet. Auf kleinen verputzten Flächen reicht im Prinzip eine Acrylatharz-Fassadenfarbe. Eine teure Silikonharzfarbe ist noch etwas langlebiger, Silkatfarben dürfen nur auf rein mineralischen Untergründen eingesetzt werden, also nicht auf alten Kunstharzanstrichen!

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