Garage planen – Parkplatz direkt am Haus

Inhalt
  1. Garage planen: Diese 5 Punkte sollten Sie beachten
  2. Garage bauen: Kosten
  3. Garage planen: Baugenehmigung

Nie mehr einen Parkplatz suchen zu müssen, ist der Traum vieler Autofahrer: In der eigenen Garage direkt am Haus steht der Wagen sicher und trocken. Lesen Sie, worauf es noch ankommt.

Anleitungen: Garage bauen

19.026 Fahrzeuge wurden 2017 laut Bundeskriminalamt dauerhaft entwendet. Doch nicht nur zum Schutz vor Kriminalität ist eine Garage eine sinnvolle Investition. In der Garage parkt das Auto auch sicher vor der Witterung oder vor Schäden durch Nager. Geldwerte Vorteile, die sich spätestens bei den Prämien der Kfz-Versicherung niederschlagen.

Planen Sie den Bau der Garage oder des Carport sorgfältig. Nehmen Sie sich Zeit, messen Sie nach, zeichnen Sie mehrere Möglichkeiten in den Lageplan Ihres Grundstücks. Die meisten Planungsschritte sind für beide Stellplatzvarianten notwendig und hilfreich. Wir verraten Ihnen genau, worauf Sie achten müssen, wenn Sie eine Garage planen.

Garage bauen – Parkplatz direkt am Haus

 

Garage planen: Diese 5 Punkte sollten Sie beachten

  1. Platzbedarf für Garage ermitteln: Öffentliche Parkboxen messen maximal 5 m x 2,50 m. Der Privatparkplatz darf gerne breiter sein. Messen Sie nach, wie groß Ihr Auto ist – bei weit geöffneten Türen! Planen Sie bereits jetzt eine Platzreserve ein, wenn vielleicht mal ein größeres Auto geparkt werden soll.
  2. Garagen-Zufahrt planen: Wichtig ist natürlich auch, dass Sie Ihren Stellplatz gut erreichen – mit dem Auto und auch zu Fuß. Empfehlenswert ist es, den Parkplatz nah am Haus und gut beleuchtet zu planen und ggf. sogar mit einem überdachten Stichweg an den Hauseingang anzubinden. Zufahrten ohne Kurven lassen sich mit dem Wagen leicht befahren, sind gut einsehbar, verbrauchen wenig Platz auf dem Grundstück und dienen gleichzeitig als (vielerorts zwingend erforderliche) Abstellfläche vor der Garage. Hier steht das Auto sicher, ohne den Verkehr zu behindern, während das Garagentor öffnet.
  3. Stauraum in Garage einkalkulieren: Nützlich ist es, zusätzlichen Stauraum in einem Anbau neben der Garage zu schaffen. So kann das Auto nicht beim Rangieren durch Gartengeräte oder Fahrräder beschädigt werden.
  4. Dachform der Garage berücksichtigen: Viele Garagen oder Carports tragen ein Flachdach. Prinzipiell ist jede andere Dachform möglich. Grundsätzlich sinnvoll und häufig sogar vorgeschrieben ist es, den anfallenden Niederschlag zur Gartenbewässerung in Regentonnen aufzufangen oder auf dem Grundstück versickern zu lassen. Sonst wächst die versiegelte Fläche des Grundstücks, und damit steigen die Abwassergebühren.
  5. Elektrische Garagentorantriebe sind heute weitestgehend Standard. Eine EU-Richtlinie sorgt dafür, dass die Antriebe nicht nur komfortabel sind, sondern auch sicher: Trifft das Tor auf ein Hindernis (Ball, spielendes Kind), stoppt der Motor und fährt sofort wieder ein Stück hoch, so dass niemand von einem sich schließenden Tor eingeklemmt werden kann. Sicher gegen Einbruch sind Garagentore aber erst, wenn Sie über eine mechanische Aufschiebesicherung verfügen. Versucht jemand, das Tor gewaltsam zu öffnen, senkt sich ein Dorn in der Antriebsschiene und blockiert die Antriebskette.

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Garage bauen: Kosten

Die Kosten für eine Garage lassen sich pauschal nicht ermitteln. Entscheidend ist vor allem die Materialwahl und wie viel Sie selber Hand anlegen möchten und können. Grundsätzlich gibt es folgende Punkte, die in den Preis einfließen (können), wenn Sie die Garage selber bauen:

Sparen können Sie etwa, indem Sie Putz- und Malerarbeiten selber übernehmen oder auf eine Fertiggarage zurückgreifen. Bei Fertiggaragen ist die Materialwahl entscheidend. Besonders günstig sind Stahlfertiggaragen. Sie bestehen aus Einzelteilen (Seiten- und Rückwände, Dach) und werden vor Ort montiert. Diese Arbeit kann man häufig auch selbst erledigen. Betonfertiggaragen werden meist komplett mit dem Tieflader angeliefert und per Kranarm zentimetergenau abgesetzt. Hier wird vor allem die Lieferung teuer.

Praxistipp: Beachten Sie bei Fertiggaragen genau, was im Preis enthalten ist: Sind Garagentor und Antrieb enthalten oder kosten diese extra? Folgt die Lieferung bis zum Aufstellungsort oder nur bis zur Bordsteinkante? Vergleichen Sie die Leistungsbeschreibungen verschiedener Anbieter genau, um keine teure Überraschung zu erleben.

Als grobe Orientierung können Sie in etwa mit folgenden Preisen rechnen:

  • Stahlgarage: 2.000 bis 5.000 Euro
  • Holzgarage: 3.000 bis 5.000 Euro
  • Betongarage: 7.000 bis 8.000 Euro
  • Gemauerte Garage: 15.000 bis 20.000 Euro

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Garage planen: Baugenehmigung

Ob Sie für den Bau einer Garage eine Baugenehmigung benötigen, hängt von den Regelungen der einzelnen Bundesländer ab. Grundsätzlich benötigen Sie eine Genehmigung in Bayern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, und im Saarland. Ohne Genehmigung aber nur unter bestimmten Auflagen dürfen Sie in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein eine Garage bauen. Gänzlich ohne Baugenehmigung geht der Bau in Sachen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Praxistipp: Informieren Sie sich vorher genau, was Sie für einen Bauantrag benötigen. Halten Sie mindestens den amtlichen Bauantrag, eine Flurkarte (nicht älter als 6 Monate), einen Lageplan, einen Bebauungsplan, eine Baubeschreibung, eine Baubezeichnung und die Angabe der Nachbarn sowie der Eigentümer der Nachbargrundstücke bereit.

Quelle: selbst ist der Mann

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