Bewässerungssysteme

Bewässerungssysteme können von der Einzelbewässerung einer Kübelpflanze bis zur zentralen Gartenbewässerung viele Ausprägungen annehmen. Ausgeklügelte Bewässerungssysteme bieten dabei in der Regel drei Vorteile: es spart Arbeitszeit, es senkt den Wasserverbrauch und bewahrt Sie vor hohen Wassergebühren.

Hauswasserwerk Grundfos
Herzstück des Bewässerungssystems ist ein Hausautomat. Foto: epr / Grundfos
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Für Zimmer- und Balkonpflanzen genügt in der Regel ein Gießtrichter, um auch über längere Abwesenheit hinweg die Pflanze mit Wasser zu versorgen. Das Wasser aus dem Speichergefäß sickert langsam durch einen Tonkegel, der in der Erde steckt, zu den Wurzeln der Pflanze und versorgt diese mit Feuchtigkeit. Für mehrere Kübelpflanzen oder eine lange Reihe von Balkonkästen lohnt sich ein Bewässerungssystem oder die Verlegung eines Tropfschlauchs.

Praxistipp: Auch im Urlaub brauchen Ihre Pflanzen Wasser. Die besten Tipps für die Pflanzenbewässerung finden Sie im Video:

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Video: Glutamat

Welche Bewässerungssysteme gibt es?

Bewässerungssysteme für den Balkon funktionieren ohne Wasseranschluss und sind so auch in Innenräumen sicher anzuwenden. Im Garten ist die klassische Regentonne der wichtigste Baustein eines geregelten Bewässerungssystems. Das Regenfass kann überall aufgestellt werden und speichert zwischen 300 bis 1.000 Liter Regenwasser – genug zum Rasensprengen und Blumengießen.

Mit einer angeschlossenen Tauchpumpe verteilen Sie das Wasser bequem per Gartenspritze über Beete und Rasen. Ein angeschlossener Bewässerungscomputer bestimmt sogar den besten Zeitpunkt und die erforderliche Wassermenge für Sie. Je nachdem wie viel Niederschlag in Ihrer Region fällt, sollte auch die Größe der Regentonne bemessen werden: Bei einem sehr großen Grundstück macht unter Umständen sogar ein Erdtank mit 3.000 bis 6.000 Litern Volumen Sinn. Die Zisterne mit Filter und Pumpe speichert soviel Regenwasser, dass Sie damit auch die Gartendusche nutzen oder den Teich auffüllen können.

Bewässerungssysteme für Garten und Haus

Die dritte und zugleich umfassendste Option stellt die Regenwassernutzungsanlage für Haus und Garten dar. Sie bietet das größte Einsparpotenzial. Fast 50 Prozent des Trinkwassers können so ersetzt werden. Bei einem Vier-Personen-Haushalt macht das eine Ersparnis von 80.000 Litern pro Jahr!
Der Einbau ist allerdings aufwendiger und die Kosten entsprechend höher. Je nach Größe und Ausstattung liegt der Preis zwischen 2.500 und 4.000 Euro (zuzüglich Montage). Die Kosten lohnen sich aber schnell, denn anstelle des teuren Trinkwassers können Sie künftig kostenloses Regenwasser verbrauchen. Und zwar zum Wäschewaschen, zur Toilettenspülung, als Putzwasser und zum Blumengießen. Zudem sparen Sie die Einleitergebühren für versiegelte Flächen. Die liegen, je nach Kommune, bei 25 Cent bis 2,50 Euro pro Quadratmeter. Auf dem Markt haben sich Zisternen aus Beton und Erdspeicher aus Polyethylen (PE) durchgesetzt.

Zisternen aus Beton

Betonzisternen eignen sich gut für den Einbau in Verkehrs- und Stellflächen. Sie können problemlos überfahren werden. Der Montageaufwand ist geringfügig höher, da zum Versetzen ein Kran benötigt wird. Die Zubehörteile (Zu- und Ablauf) werden vor Ort befestigt. Betonspeicher können auch bei hohem Grundwasserstand eingebaut und gegen Auftrieb gesichert werden.

Erdspeicher aus PE

PE-Speicher lassen sich leichter transportieren und einsetzen. Sie eignen sich besonders für den Einbau im Gartenbereich und bei schwer zugänglichen Grundstücken. Auch bei niedrigem Grundwasserstand gilt ein PE-Speicher als die bessere Wahl. Sie werden meist anschlussfertig geliefert. Die Pumpe bildet das Kernstück der Anlage. Sie sollte daher besonders zuverlässig, langlebig und stromsparend sein. Wenn Sie hier Billigangebote nehmen, sparen Sie am falschen Ende.

Welche Pumpe für das Bewässerungssystem?

Bei der Pumptechnik gibt es zwei unterschiedliche Systeme: Zum einen die klassische Variante mit einer Saugpumpe im Gebäude. Zum anderen die komfortable, leise Variante mit einer Tauchdruckpumpe im Speicher. Tauchdruckpumpen kosten zunächst mehr. Im kompletten Anlagensystem gleicht sich der Mehrpreis aber aus. Tauchdruckpumpen können das Volumen im Speicher etwas besser ausnutzen. Zudem ist der Vakuum-Saugschlauch bei der Saugpumpe teurer. Eine Tauchdruckpumpe bietet weitere Vorteile: Sie besitzt eine unempfindliche Druckleitung und macht keinerlei Pumpgeräusche im Haus. Für die Technik wird zudem weniger Platz benötigt.

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