Auto: Batterie wechseln

Batteriewechsel bei Fahrzeugen

Aus selbst ist der Mann 8/2022

Hatten Sie im vergangenen Winter schon manchmal Startschwierigkeiten? Dann ist jetzt die richtige Zeit zum Autobatterie wechseln.

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Batteriewechsel bei Fahrzeugen

Achten Sie beim Neukauf auf die Abmessungen – die Kapazität darf auch etwas größer sein.

Foto: sidm / MMM, PB

Batteriewechsel bei Fahrzeugen

Entfernen Sie zunächst die auf den Pluspol aufgeklemmte Abdeckung, um die beiden Batterieanschlüsse zu erreichen.

Foto: sidm / MMM, PB

Batteriewechsel bei Fahrzeugen

Zuerst die Verschraubung am Minuspol der Batterie lösen. Diese Klemme ist mit dem Chassis des Fahrzeugs verbunden (Masse).

Foto: sidm / MMM, PB

Batteriewechsel bei Fahrzeugen

Masseklemme abziehen und zur Seite biegen, damit später die Batterie aus der Halterung gezogen werden kann.

Foto: sidm / MMM, PB

Batteriewechsel bei Fahrzeugen

Pluspol ebenfalls abschrauben. Nun die Befestigung der Batterie lösen. Schraube nicht komplett demontieren, denn meist ...

Foto: sidm / MMM, PB

Batteriewechsel bei Fahrzeugen

... ist der Befestigungsbügel an der Batterie nur eingehängt und kann bei nur teilweisem Lösen der Schraube ausgehängt werden.

Foto: sidm / MMM, PB

Batteriewechsel bei Fahrzeugen

Entfernen Sie nun die alte Batterie und setzen die neue ein.
Praxistipp: Achten Sie beim Neukauf auf die Abmessungen, damit die Autobatterie in das Fach unter der Motorhaube passt – die Kapazität darf auch etwas größer sein!

Foto: sidm / MMM, PB

Batteriewechsel bei Fahrzeugen

Nachdem die Batterie getauscht wurden, den Befestigungsbügel wieder einhängen und Halteschraube festziehen.

Foto: sidm / MMM, PB

Batteriewechsel bei Fahrzeugen

Zuerst den Pluspol wieder mit der neuen Batterie verbinden und die Klemme mit der Halteschraube sichern. Erst danach ...

Foto: sidm / MMM, PB

Batteriewechsel bei Fahrzeugen

... auch die Masseverbindung wieder herstellen. Zuvor demontierte Schutzabdeckungen wieder aufstecken – fertig!

Foto: sidm / MMM, PB

Batteriewechsel bei Fahrzeugen

Bleibatterien neigen allmählich zur Sulfatierung – dagegen sollen solche elektronischen Geräte helfen. Mit dosierten Stromstößen reaktiviert ein Aktivator auch ältere Batterien.

Foto: sidm / MMM, PB

Batteriewechsel bei Fahrzeugen

Die Montage ist mit geringem Aufwand nachträglich möglich: Befestigungsschraube an der Batterieklemme lösen.

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Batteriewechsel bei Fahrzeugen

Die offene Anschlussklemme des Aktivators am richtigen Pol (rot = plus) unter die Montageschraube schieben.

Foto: sidm / MMM, PB

Batteriewechsel bei Fahrzeugen

Da nur ein kleiner Strom zwischen Aktivator und Batterie fließt, genügt diese provisorisch wirkende Verbindung.

Foto: sidm / MMM, PB

Batteriewechsel bei Fahrzeugen

Montageschraube wieder anziehen, dabei darauf achten, das sich die Klemme des Aktivators nicht verdreht.

Foto: sidm / MMM, PB

Batteriewechsel bei Fahrzeugen

Den Aktivator am besten mit Kabelbindern an der Verkabelung der Batterie fixieren.

Foto: sidm / MMM, PB

Batteriewechsel bei Fahrzeugen

Das von uns eingebaute Modell zeigt mit einer LED den Takt der kleinen Stromstöße zur Batterie an.

Wann haben Sie sich zuletzt mit Ihrer Autobatterie beschäftigt? Meist wird der zentrale Stromspender erst dann gewürdigt, wenn er seinen Dienst versagt – und die Passagiere die geplante Fahrt nicht oder erst verzögert antreten können.

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Dabei werden Sie mit einem gelegentlichen Blick auf Ihre Fahrzeugbatterie solche Pannen ziemlich sicher abwenden. Denn vielleicht müssen Sie einfach nur die Autobatterie wechseln. Was Sie dazu wissen müssen und wie Sie die Autobatterie wechseln, erfahren Sie hier.

Gründe für das Wechseln der Autobatterie

Kontrollieren Sie zunächst den Ladezustand mit einem Multimeter, dazu sollten Sie das Fahrzeug einige Stunden nicht benutzt haben. Wird die Batterie trotz längerer Fahrten nicht mehr richtig voll, sollten Sie der Ursache auf den Grund gehen.

Säurestand messen

Wichtig für die Funktion von Bleibatterien ist der Säurestand in den Zellen. Vor allem bei preiswerten Flüssigbatterien können Sie den Säurestand leicht selbst überprüfen und ergänzen. Achtung: Bleibatterien enthalten sehr aggressive Schwefelsäure. Tragen Sie deshalb bei dieser Arbeit Schutzhandschuhe – am besten aus Neopren – und eine Schutzbrille. Reinigen Sie die Oberfläche der Batterie vor dem Öffnen gründlich, denn eindringender Schmutz wird die Leistungsfähigkeit der Batterie vermindern. Deshalb sollten Sie zur Ergänzung der Batterieflüssigkeit auch nur destilliertes Wasser verwenden, denn Mineralien und Chlor in üblichem Trinkwasser verunreinigen die Batterieflüssigkeit ebenfalls.

Übrigens können auch viele als „wartungsfrei“ gekennzeichnete Batterien auf ihren Säurestand kontrolliert werden. Oft sind nämlich dennoch Wartungsöffnungen vorhanden, die nur mit einer Plastikblende abgedeckt sind. In diesem Fall lohnt es sich, diese nach einigen Jahren Nutzungsdauer vorsichtig abzulösen und den Säurestand zu inspizieren. Tatsächlich fällt der Flüssigkeitsstand auch bei diesem Batterietyp allmählich unter den kritischen Wert – erkennbar an nicht mehr mit Batteriesäure bedeckten Bleiplatten. Ein Auffüllen kann die Lebensdauer dann noch einmal um mehrere Jahre verlängern.

Zu alte Autobatterie

Ist der Stromspeicher älter als fünf Jahre, spielt der normale Alterungsprozess von Bleibatterien eine wichtige Rolle. Dabei werden die Bleiplatten in der Batterie an den Außenflächen allmählich in Bleidioxid oder Bleisulfat umgewandelt. Diese Materialien lagern sich an den Bleioberflächen an und vermindern die Reaktionsfähigkeit im Inneren der Batterie, außerdem entsteht – je nach Bauweise – ein Bodensatz, der sogenannte Bleischlamm, der schließlich sogar zu einem elektrischen Schluss zwischen den Bleiplatten führen kann. Der dabei entstehende Zellenschluss führt dann zu einem abrupten kompletten Versagen der Batterie. Gegen die Zersetzung der Bleioberflächen sollen sogenannte Aktivatoren helfen – kleine elektronische Geräte, die die Sulfatierung mit regelmäßigen dosierten Stromstößen verlangsamen sollen. Vor allem an bereits geschädigten Batterien kann eine positive Wirkung erreicht werden.

Praxistipp: In der Bildergalerie zeigen wir die recht einfache Nachrüstung mit einem solchen Gerät >>

So wechseln Sie Ihre Autobatterie

Nutzen alle Maßnahmen nichts mehr, steht ein Tausch an – ebenfalls keine komplizierte Arbeit. In der folgenden kurzen Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie die Autobatterie wechseln. In der Bildergalerie oben finden Sie eine ausführlichere Anleitung >>

  1. Zuerst müssen Sie an die Batterieanschlüsse gelangen. Dafür lösen Sie zuerst die Verschraubungen am Minuspol. 
  2. Ziehen Sie die Masseklemme ab und biegen Sie diese leicht zur Seite.
  3. Dann schrauben Sie auch den Pluspol ab und lösen die Befestigung der Batterie. 
    Wichtig: Demontieren Sie die Schraube nicht komplett! 
  4. Nun können Sie die alte Batterie herausnehmen und die neue einsetzen.
  5. Jetzt den Befestigungsbügel wieder einsetzen und die Schraube festziehen. 
  6. Anschließend zuerst den Pluspol verbinden und danach die Masseverbindung wieder herstellen.

Autobatterie wechseln: Das muss man beachten

Wichtig ist es, den richtigen Stromspender zu finden. Schauen Sie zunächst in der Fahrzeugdokumentation nach, welcher Akkutyp unterstützt wird: AGM-Batterien halten zum Beispiel zwar länger, erfordern jedoch ein besonderes Ladeverfahren und würden daher in nicht dafür vorgesehenen Fahrzeugen nicht lange halten.

Wichtig ist auch der vorhandene Bauraum im Fahrzeug, der zum Beispiel in japanischen Fahrzeugen andere Proportionen aufweist als in europäischen Fabrikaten – daher könnte eine Ersatzbatterie trotz gleicher Kapazität dennoch nicht passen. Zusätzlich sollten Sie die Lage der Pole kontrollieren, denn auch hier gibt es Abweichungen. Standardmäßig wird die Lage des Pluspols angegeben (rechts oder links auf der Seite der Anschlüsse). Wählen Sie mindestens die Kapazität, die für Ihr Fahrzeug in der Gebrauchsanleitung empfohlen wird, eine etwas größere Speicherfähigkeit kann jedoch nicht schaden – wenn Sie zum Beispiel Zusatzgeräte im Auto betreiben oder besondere Belastungen zu erwarten sind (Anhänger, Winterbetrieb).

Autobatterie wechseln: Spannung messen

Prüfen Sie den Ladezustand der Batterie. Stellen Sie den Messbereich so ein, dass Spannungen bis 15 Volt gemessen werden können. Beträgt die Spannung 12,8 Volt, so ist die Batterie voll geladen, bei 12,4 Volt ist der Ladezustand etwa halbvoll. Messen Sie nur 12 Volt, so ist die Batterie entladen – noch geringere Werte deuten auf eine Tiefentladung oder einen Defekt hin.

Batterieflüssigkeit wechseln

Bei Bleibatterien ist eine ausreichende Füllung mit Batteriesäure sehr wichtig. Außer bei komplett gekapselten Batterien können Sie den Stand der Flüssigkeit kontrollieren. Säubern Sie dazu zunächst die Oberfläche der Batterie und öffnen Sie dann die Dreh- oder Klippverschlüsse auf dem Batterieblock. Fehlende Flüssigkeit ausschließlich mit destilliertem Wasser auffüllen. Batterie danach laden.

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