Akkus laden

So werden Akkus richtig aufgeladen

Ist der Akku leer, muss die Arbeit unterbrochen werden. Sie glauben, dass man beim Akkus laden nichts falsch machen kann? Sie werden sich wundern. Nur so sollten Sie Ihre Akkus laden.

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Dauerladen belastet den Akku und die Stromrechnung – daher Ladegerät nur bei Bedarf einstecken. Foto: sidm / KEH
Kühl gelagert verlieren Li-Ion-Akku besonders wenig Ladung und altern wenig – statt Kühlschrank eignet sich auch der Keller. Foto: sidm / KEH
Akkus reparieren
Kurzschluss: Li-Ion-Akkus reagieren extrem auf Kurzschlüsse und Nässe – daher Akkupacks geschützt lagern. Foto: sidm / KEH
Hitze vertragen Li-Ion-Akkus erheblich schlechter als Kälte. Akkus daher nicht im Auto oder an Heizquellen lagern. Foto: sidm / KEH
Kapazität nutzen: Akkupacks nicht nach kleineren Anwendungen gleich wieder nachladen, sondern länger nutzen. Foto: sidm / KEH
Nachladen: Schaltet das Gerät mit leerem Akku ab, nicht wieder einschalten – sonst wird die Mindestspannung unterschritten. Foto: sidm / KEH
Akku vorwärmen
Wärmen: Kalte Akkus geben ihre Leistung nur unwillig ab – Abhilfe schafft ein Vorwärmen in Körpernähe. Foto: sidm / KEH

Ständiges Nachladen und das lange Laden der Akkus schaden auf Dauer dem Akku. Die Anzahl der Entlade- und Ladevorgänge ist bei modernen Stromspeichern zwar mit einigen tausend Vorgängen recht groß – aber dennoch endlich. Am besten ist es, das Akkupack bis kurz vor die Ladeschluss-Spannung zu entladen und dann bis etwa 80 Prozent den Akku aufzuladen. Die Bildergalerie oben zeigt, wie Sie Akkus richtig laden und lagern – und was Sie besser nicht tun sollten >>

Wann sollte man Akkus laden?

Stoppen Sie die Arbeit, wenn Sie ein Nachlassen der Leistung spüren – und sparen Sie Zeit beim nun fälligen Ladevorgang: Nach etwa zwei Drittel der angegebenen Ladezeit sind meist schon rund 80 Prozent Füllung erreicht, zum Ende des Ladevorgangs wird relativ viel Zeit benötigt, um die letzten paar Prozent des maximalen Füllstands zu erreichen, dabei wird der Akku ggf. stark belastet. 

Warum sich bei Kälte Li-Ion-Akkus schneller entleeren, erklärt das Video:

Video Platzhalter
Video: ShowHeroes

Gelegentlich sollte der Akku auch über Nacht im Ladegerät bleiben, denn so hat die Ladeelektronik die Gelegenheit, ungleiche Ladezustände der einzelnen Zellen auszugleichen – man spricht vom sogenannten „Ballancing“. Ebenfalls sollte der Akku gelegentlich doch einmal bis zum Ansprechen der automatischen Abschaltung leergearbeitet werden, um die chemischen Prozesse in den Zellen aktiv zu halten. Danach den Akku falls nötig erst abkühlen lassen und danach wieder wenigstens halbvoll laden – so kann die Spannung auch bei Nichtgebrauch nicht in den kritischen Bereich abfallen.

Akkus laden vor und nach einer langen Lagerung

Vor einer absehbaren, längeren Lagerung sollten Li-Ion-Akkus etwa halbvoll geladen werden – das ist zum Beispiel bei Akku-Gartengeräten sinnvoll, die im Winter nicht genutzt werden. Da es praktisch keine Selbstentladung gibt, sinkt die Spannung selbst nach mehreren Monaten kaum ab. Selbst eine Überwinterung bei Frost schadet Li-Ion-Akkus nicht. Soll ein kalter Akku dann allerdings seine Energie abgeben, wird er das nur widerwillig tun, denn die chemischen Prozesse in seinem Inneren sind bei Kälte verlangsamt. Am besten wärmen Sie Akkus deshalb im Winter in der Hosentasche auf, bevor die Arbeit beginnt. Kalte Akkus nicht aufladen, da die Zellen die vom Ladegerät angelieferte Energie nicht aufnehmen und beschädigt werden könnten. Lagern Sie die Akkus vor dem Ladevorgang über Nacht bei Zimmertemperatur.

Wo kann man Akkus lagern?

Akkus geht es gut, wo es auch uns Menschen gut geht – nach dieser Faustregel finden Sie schnell den richtigen Ort zum Laden und Lagern. Optimal ist eine trockene Umgebung bei rund 15 °C bis Raumtemperatur. Metallteile nicht in unmittelbarer Nachbarschaft aufbewahren. Bei der Nutzung und Lagerung können Sie einiges tun, um die Lebensdauer des Akkupacks zu erhalten – eine gewisse Alterung ist allerdings normal und kann nicht verhindert werden. Die heute weit verbreiteten Lithium-Ionen-Akkus reagieren vor allem sehr empfindlich auf Hitze und Kälte – die interne Elektronik schaltet die Stromabgabe deshalb bei extremen Temperaturen ab. Doch schon zuvor kann das chemische Gleichgewicht in den Akkuzellen leiden – dann altert der Akku schneller als nötig.

Vermeiden Sie, dass sich der Akku stark erhitzt: Setzen Sie ihn nicht starker Sonnenbestrahlung aus – etwa im Auto oder auf oder an der Heizung. Gönnen Sie dem Akkuwerkzeug eine Pause nach extremer Belastung, denn auch dabei erwärmt sich der Stromspeicher. Meist erkennt auch das Ladegerät ein im Inneren zu warmes Akkupack und signalisiert dies durch eine LED-Anzeige. Mit der Ladung wird automatisch erst begonnen, wenn die Akkuzellen sich in einem definierten Temperaturbereich befinden.

Auch Frost schadet Akkupacks: Wer seine Akkus im Winter in der unbeheizten Gartenhütte einlagert, riskiert den Totalausfall. Versehentlich einmal unterkühlte Akkus auf keinen Fall gleich laden oder nutzen, sondern zunächst einige Stunden auf Zimmertemperatur erwärmen. Das Ladegerät signalisiert dann, ob der Akku noch brauchbar ist und nachgeladen werden kann.
Praxistipp:  Hochwertige Ladegeräte können den Akku auch bei geringen Temperaturen schonend laden und starten den Ladevorgang bei Frost nicht, um mögliche Kurzschlussbildung sicher zu verhindern.

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