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Geht auch ganz einfach:

Akkupack Diese Akku-Systeme gibt es

Obwohl in Akkupacks meist die gleichen Zellen eingebaut sind, kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen – endlich gibt es Ausnahmen.

Akkupack Diese Akku-Systeme gibt es
Kompatible Akkupacks sind für Heimwerker praktisch. Foto: sidm / MMM

Warum hat jeder Werkzeughersteller sein eigenes Akkupack, obwohl die darin enthaltenen Zellen meist gleich sind? Ganz einfach: Ein eigenes Akkupack hält die Konkurrenz auf Abstand – schließlich hat der Kunde beim Nachkauf des Stromspeichers keine Alternative, und auch weitere Maschinen passend zum bereits vorhandenen Akku können nur aus der eigenen Fertigung kommen. Kein Wunder also, dass auch Bosch diese Art der Marktabschottung viele Jahre mit den verschiedensten Argumenten verteidigte – auch wenn das ganz offensichtlich schon dem Namen des hauseigenen Akkusystems One for All widersprach.

 

Kompatible Akkupacks

Die Akkus von Bosch befinden sich nun auch in Staubsaugern, Gloria-Reinigungsgeräten und sogar in einem Kinderwagen mit Motorunterstützung – man zeigt sich offen für weitere Partnerschaften. Vorgemacht hat es der Mitbewerber Metabo: Das eigene, ausgereifte und äußerst leistungsfähige Profi-Akkusystem mit 18 Volt öffnete man bereits 2018 unter dem Namen CAS (Cordless Alliance System) für Kooperationspartner – inzwischen sind es 17, darunter so prominente Namen wie Birchmeier, Edding, Fischer, Starmix, Steinel, Mafell und Rothenberger.

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Akkuwerkzeuge

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Der Vorteil für den Anwender liegt auf der Hand: Neue Akkuwerkzeuge können künftig ohne eigenen Akku und Ladetechnik günstiger eingekauft werden, denn es passen ja die bereits vorhandenen Stromspeicher. Außerdem kann die Reichweite einzelner Maschinen mit den Akkus aus anderen Werkzeugen verlängert werden. Und gerade bei seltener genutzten Maschinen und Gartengeräten werden die Akkus erheblich effizienter genutzt und liegen nicht monatelang herum. Schließlich stehen nicht ein halbes Dutzend Ladegeräte in der Werkstatt, sondern nur eins – der Systemgedanke spart also Ressourcen und Geld. Und auch für die Hersteller hat ein solches System Vorteile: Gerade kleinere Anbieter profitieren von der Akku-Erfahrung eines großen Herstellers und können ein ausgereiftes System in den eigenen Maschinen anbieten, für das es mit großer Sicherheit auch in einigen Jahren noch zuverlässig Support und Ersatzteile geben wird.

Akkupacks: Blick in die Zukunft

Werden CAS und All for One also Schule machen? Vermutlich ja und nein. Ja, weil ein gemeinsames Akkusystem gerade kleineren Nischenanbietern die Chance gibt, hochwertige und langlebige Akkugeräte zu einem günstigen Preis anbieten zu können. Denn der Megatrend zu akkubetriebenen Werkzeugen wird weiter um sich greifen – bald werden Heimwerker wohl selbst in der eigenen Werkstatt kaum noch zur nächsten Steckdose rennen, um ihr Elektrowerkzeug mit Strom zu versorgen. Längst gibt es sogar Werkstattsauger und Hochdruckreiniger mit Akkubetrieb, und der Trend wird wohl weitergehen – zumal die Akkupacks immer leistungsfähiger und gleichzeitig preiswerter werden.

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Auf der anderen Seite werden große Werkzeuganbieter mit einem schon jetzt breiten Sortiment an Akkumaschinen nur schwer zu einer Kooperation zu bewegen sein – schließlich müssten dafür alle Geräte neu konstruiert und gestaltet werden. Hersteller wie Einhell, Makita, Ryobi und Worx bieten jeweils schon über 50 zum eigenen System kompatible Werkzeuge an – die Auswahl aus dem eigenen Baukasten ist damit für Kunden, die sich für diese Marken entschieden haben, schon sehr groß. Langfristig wäre noch auf anderem Wege eine weitere Vereinheitlichung denkbar – zum Beispiel über Regelungen der Europäischen Union ähnlich der einheitlichen Definition von USB-Ladegeräten für mobile Endgeräte. Allerdings zeigt das USB-Beispiel auch, dass dieser Weg sicher nicht einfach sein würde – schließlich strebt die EU schon seit 2009 an, das Stecker-Wirrwar zu lichten. Eine entsprechende Initiative für Akkupacks ist jedenfalls derzeit nicht erkennbar. Bei einer Vereinheitlichung würde es nicht nur um die Belegung von Kontakten, die Überwachungselektronik und die Form der Steckverbindungen gehen, sondern auch um die Kühlung beim Laden.

 

Akku-Systeme-Vergleich verschiedener Hersteller

Nicht jeder Hersteller wird also kompatible Akkupacks verwenden. Wie bereits erwähnt gibt es aber auch Marken, die bereits kompatibel sind. Damit Sie wissen, welche Akkupacks das sind, haben wir diese zusammengefasst. Hier ist unser Überblick.

Bosch

  • Kompatibel mit: Bosch Haushaltsgeräte, Gloria
  • Voltklasse: 18V
  • Gerätezahl (ca.): mehr als 30
  • Akkukapazitäten: 2,5-6 Ah
  • Akkulose Geräte: Ja
  • Durchschnittspreis*: 20-28 Euro
  • Fazit: Ausgereifte Akkutechnik, offenes System, Geräte aus allen Heimwerker-Bereichen (Werkstatt, Garten, Haushalt)

Black + Decker

  • Kompatibel mit: -
  • Voltklasse: 18V
  • Gerätezahl (ca.): 30
  • Akkukapazitäten: 1,5-4 Ah
  • Akkulose Geräte: Ja
  • Durchschnittspreis*: 18-23 Euro, smart ca. 30 Euro
  • Fazit: Ausgereifte Akkutechnik, auch mit smarten Funktionen, Geräte aus Werkstatt und Garten

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Einhell

  • Kompatibel mit: -
  • Voltklasse: 18V (für 36V koppelbar)
  • Gerätezahl (ca.): 120
  • Akkukapazitäten: 1,5-6 Ah
  • Akkulose Geräte: Ja
  • Durchschnittspreis*: 18-20 Euro
  • Fazit: Ausgereifte Akkutechnik, breites Geräteangebot, passend zu Geräten aus Werkstatt und Garten

Makita

  • Kompatibel mit: Dolmar
  • Voltklasse: 18V (für 36V koppelbar)
  • Gerätezahl (ca.): 270
  • Akkukapazitäten: 1,5-6 Ah
  • Akkulose Geräte: Ja
  • Durchschnittspreis*: 13-19 Euro
  • Fazit: Ausgereifte Akkutechnik, extrem vielfältiges Geräteangebot (Werkstatt, Garten, Haushalt)

Metabo (CAS)

  • Kompatibel mit: Birchmeier, Rothenberger, Mafell, Eisenblätter, Collomix, Haaga, Starmix, Eibenstock, Steinel u.a.
  • Voltklasse: 18V 
  • Gerätezahl (ca.): mehr als 140
  • Akkukapazitäten: 2-5,2 Ah
  • Akkulose Geräte: Ja
  • Durchschnittspreis*: 30 Euro
  • Fazit: Ausgereifte Profi-Akkutechnik, offenes System, Geräte aus allen Arbeitsbereichen (Werkstatt, Garten, Haushalt)

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Ryobi

  • Kompatibel mit: -
  • Voltklasse: 18V 
  • Gerätezahl (ca.): mehr als 100
  • Akkukapazitäten: 1,5-9 Ah
  • Akkulose Geräte: Ja
  • Durchschnittspreis*: 15-40 Euro
  • Fazit: Ausgereifte Akkutechnik, breites Geräteangebot, passend zu Geräten aus Werkstatt und Garten

Skill

  • Kompatibel mit: -
  • Voltklasse: 20V 
  • Gerätezahl (ca.): 15
  • Akkukapazitäten: 1,5-5 Ah
  • Akkulose Geräte: Ja
  • Durchschnittspreis*: 15-20 Euro
  • Fazit: Preiswerte Akkugeräte im Werkzeugbereich für Heimwerker

Worx

  • Kompatibel mit: -
  • Voltklasse: 20V (für 40V koppelbar)
  • Gerätezahl (ca.): mehr als 60
  • Akkukapazitäten: 2-5 Ah
  • Akkulose Geräte: Ja
  • Durchschnittspreis*: 17-30 Euro
  • Fazit: Ausgereifte Akkutechnik, breites Geräteangebot, passend zu Geräten aus Werkstatt und Garten

* Ungefährer Preis der erhältlichen Akkus pro Ah, ermittelt auf Basis der Preisempfehlungen des Anbieters.

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Akku: Aufbau

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  • A= Verriegelung: Ein mechanischer Riegel arretiert das Akkupack am Elektrowerkzeug.
  • B= Anzeige: Viele Akkupacks geben auf Knopfdruck Auskunft über den Ladestand.
  • C= Kontake: Außer der eigentlichen Stromversorgung gibt es oft extra Kommunikationsleitungen.
  • D= Elektronik: Sie sorgt für schonende Lade- und Entladevorgänge und überwacht die Temperatur.
  • E= Akkuzellen: Zahl und Schaltung bestimmen die Leistungsdaten des Akkupacks.
  • F= Gehäuse: Es soll möglichst leicht, aber auch schlag- und wasserfest sein.

Quelle: selbst ist der Mann 4 / 2020

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