Wasserleitungsrohre

Trinkwasserleitung verlegen

Bei einem großen Badumbau werden meist auch die Positionen für Waschbecken & Co. verändert: Dann müssen auch die Anschlüsse und neue Wasserleitungsrohre verlegt werden!

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Foto: sidm / Archiv

Wasserleitungsrohre fachgerecht selbst verlegt

Die Anleitung zeigt, wie Sie Wasserleitungsrohre unter Putz verlegen – Schritt für Schritt ...

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Trinkwasserleitung verlegen

Möchte man auf ausladende Vorwand-Installationssysteme verzichten, muss man für neue Rohrstrecken zuerst Schlitze in die Wand stemmen.

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Trinkwasserleitung verlegen

Die Verbindung von Rohrstrecke und Waschtischanschluss stellt eine Montageeinheit mit Pressfittings dar (System von KAN-therm).

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Trinkwasserleitung verlegen

Die Montageeinheit in einer entsprechend aufgestemmten Wandvertiefung oberhalb des Abflusses verdübeln.

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Trinkwasserleitung verlegen

Verbundrohre lassen sich mit einer Rohrschere auf die nötige Länge kürzen. Vorsicht: Danach ist das Rohrende etwas scharfkantig!

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Trinkwasserleitung verlegen

Um die Dichtheit sicherzustellen, entgratet man das Rohrende deshalb mit einem Kalibrierwerkzeug, bis es rund und glatt ist.

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Trinkwasserleitung verlegen

Dafür den Kalibrierdorn bis zum Anschlag ins Rohrende stecken und mehrmals drehen.

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Trinkwasserleitung verlegen

Vorher Mutter und Klemmring des Fittingssystems auf das Rohr schieben.

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Trinkwasserleitung verlegen

Die Fittings an der Montageeinheit sind sogenannte Wandscheiben mit drei Befestigungslaschen aus Messing. Schieben Sie den Stützkörper des Fittingssystems ebenfalls bis zum Anschlag ins Rohrende.

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Trinkwasserleitung verlegen

Das Rohr in das Formstück am Fitting stecken, die Pressbacken der Handpresse über die Presshülse setzen – und verpressen.

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Trinkwasserleitung verlegen

Jetzt kann man auch ein Messingwinkel oder eine Kupplung mit der Mutter verschraubt werden, die man übers Rohr gestülpt hat. Praxistipp: Man kann so 90-Grad-Verlegungen vornehmen oder aber mittels weiterem Adapter Verbindungen zu bestehenden Kupferrohren herstellen.

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Trinkwasserleitung verlegen

Auch die Anschlüsse an die Steigleitungen können mit Fittings erfolgen. Alu-Verbundrohr mit der Rohrschere passend kürzen.

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Trinkwasserleitung verlegen

Überwurfmutter, Klemmring und Stützk.rper einsetzen, das Rohr ins T-Stück einführen und die Mutter fest damit verschrauben.

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Trinkwasserleitung verlegen

Direkte Anschlüsse wie am Spülkasten zusätzlich abdichten. Dazu Teflonband oder Hanf/Dichtpaste ums Anschlussstück wickeln.

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Trinkwasserleitung verlegen

Um verschiedene Rohrdurchmesser verbinden zu können, kann man Reduzierstücke aufschrauben. Dann eine mit Mutter, ...

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Trinkwasserleitung verlegen

... Klemmring und Stützk.rper versehene Leitung mit dem Spülkasten verbinden. Das Trinkwassersystem hier nennt sich DreMa.

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Trinkwasserleitung verlegen

Verbundrohre lassen sich kalt biegen. Dazu eine Biegefeder über das Rohr stülpen, ...

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Trinkwasserleitung verlegen

... danach kann man es vorsichtig in Form biegen und ...

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... über Eck in den Wandschlitzen zum Anschlussbereich führen.
Schließlich den Fitting an den Messinglaschen mit der Montageeinheit verschrauben.

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Trinkwasserleitung verlegen

Warm- und auch Kaltwasserrohre müssen gedämmt werden – hier mit 10 mm Kautschukrohrisolierung.
Praxistipp: Infos zur Dämmstärke z. B. im „Missel Merkblatt Dämmungen“ (im Internet unter diesen Suchworten leicht zu finden).

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Trinkwasserleitung verlegen

So sieht dann der selbst verlegte neue Wasseranschluss im Bad aus – jetzt können weitere Sanierungsarbeiten (etwa das Fliesenlegen) erfolgen.

Wollen Sie Wasserleitungsrohre verlegen, um etwa das Waschbecken im modernisierten Bad an einer anderen Wand zu platzieren, müssen Sie vorher die Trinkwasserleitungen verlegen. Wie Sie unter Putz Wasserrohre verlegen, zeigen das folgende Video und die Anleitung oben  Schritt für Schritt.

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Bevor Sie mit der Sanitärrohinstallation beginnen und Trink- und Abwasserrohre selbst verlegen, muss Ihnen klar sein, dass Sie haften, wenn später Schäden auftreten. Überlässt man die Rohrverlegung einem Fachmann, steht dieser für die Gewährleistung ein. Gerade im Mehrfamilienhaus nicht unwichtig. Allerdings gibt es Installationssysteme, bei denen Montagefehler eher weniger auftreten sollten, wie Sie in dieser Montageanleitung für ein Unterputz-Verpresssystem von Wasserrohren sehen werden. Kupferrohre löten ist aber nichts für Laien, die Verbindung mit Pressfittings schon eher. Am einfachsten lassen sich Kunststoffrohre verlegen, die man dank Fittings stecken, schrauben und auch an alte Kupferrohre anschließen kann. Löten muss heute niemand mehr!

Trinkwasserleitung verlegen: Das muss man wissen

Trinkwasserleitungen gibt es zwar auch aus Metall, Kunststoffsysteme sind aber einfacher zu verlegen. Wichtig bei den Fittings: Die Klemmringverschraubung stellt eine Quetschverbindung dar, nur durch festes Anziehen der Überwurfmutter werden Rohr und Fitting abgedichtet. Außerdem wichtig: Etagenverteiler einplanen und die Leitungen nicht durch Schornsteine, Außenwände, Lüftungsschächte und mit Steigung sowie rechtwinklig zu Wänden und Decken verlegen.

Rohre für Trinkwasserleitungen

Wenn Sie ihre Trinkwasserleitung schon selbst verlegen, sollten die verwendeten Produkte "heimwerkerfreundlich" und leicht zu verarbeiten sein. Einerseits kann nicht jeder löten, andererseits minimieren die abgestimmten Rohrleitungssysteme der Hersteller die Gefahr späterer Undichtigkeiten. Egal für welche Trinkwasserleitungen Sie sich entscheiden, achten Sie bei allen Systemen auf die Zulassung des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW).

Wasserleitungsrohre aus Kupfer

Das relativ weiche und deshalb leicht formbare Kupfer ist das am häufigsten in deutschen Haushalten verwendete Installationsmaterial. Liegt die Wasserqualität über einem pH-Wert von 7,5, ist eine Korrosion bei fachgerechter Verarbeitung nahezu ausgeschlossen. Reines Kupfer neigt jedoch bei zu weichem Wasser unter einem pH-Wert von 7 zur Korrosion, was sich gesundheitsgefährdend auswirken kann und den Verschleiß erhöht. Ein Wassertest gibt Aufschluss über die Qualität des Wassers. Zusätzlich innenverzinkte Kupferrohre kännen hingegen ohne Bedenken auch für weicheres Wasser eingesetzt werden.

Kupfer-Trinkwasserrohr
Foto: sidm / Archiv

Kupferrohre werden überwiegend mit Pressfittings verarbeitet. Daneben gibt es aber auch Klemm-, Löt- und Steckverbindungen. Die Installation von Kupfer sollte möglichst einem Installateur überlassen werden, da eine falsch ausgeführte Verlegung beziehungsweise stark verformte Rohre zu Lochkorrosion neigen können und das Wasser verunreinigen.

Wasserleitungsrohre aus Kunststoff / Aluverbund

Gebräuchliche Materialien für Kunststoffrohre sind Polyethylen (PE-X), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC-C; hier auf Weichmacherfreiheit achten!) und Polybuten (PB), zum Teil auch Polyphenylsulfon (PPSU) oder Polyvinylidenfluorid (PVDF). Alle diese Materialien korrodieren nicht, sind geräuscharm und meist günstiger als Metall.
Praxistipp: Da sich Kunststoff im Vergleich zu Metall unter Wärmeeinwirkung stärker ausdehnt, sollte bei der Verlegung mehr Spielraum in Wandschlitzen eingeplant werden!
Verbundrohre, die aus zwei Kunststoff- und einer mittleren Aluminiumschicht bestehen, weisen dahingehend eine bessere Formstabilit t auf, sind aber teurer.

Kunststoff-Trinkwasserrohr
Foto: Hersteller / Marley

Mit verarbeitungsfreundlichen Schraub-, Press- oder Stecksystemen können Kunststoffrohre selbst verlegt werden. Rohr-Erweiterungen und zusätzliche Anschlüsse lassen sich mittels Adapter an bestehende Metallrohre anschließen.
Wichtig: Den Hausanschluss an die öffentliche Versorgungsleitung inkl. Montage des Wasserzählers muss jedoch stets der Fachmann vornehmen!

Trinkwasserleitung: Rohre verbinden

Praktisch für Heimwerker: Rohrsysteme aus Kunststoff und Aluminium lassen sich durch Drehen, Stecken oder Pressen verbinden, auch mit bestehenden Rohren. Das in der Galerie oben gezeigte Presssystem besteht aus Messing-Kunststofffitting und Aluverbundrohr. Statt Rohrverbindungen zu verpressen, kann man Trinkwasserleitungsrohre auch stecken oder verschrauben.

Trinkwasserleitung zum Stecken

Kunststoff-Wasserrohr zum Stecken
Die Bauteile der Trinkwasser-Kupplung im Detail, von links: Fittingkörper mit Kontrollfenster, Hülse, Edelstahl-Greifring, Edelstahl-Stützring, PVDF-Ring, Schraubverschluss Foto: Hersteller / selfio

Schnell und preiswert: Die Verbindung dieses Verbundrohrsystems (Henco Vision, erhältlich z. B. über www.selfio.de) erfolgt durch bloßes Stecken, man muss das Rohr lediglich so weit in den Fitting einführen, bis die Kontrollfenster weiß werden. Pressgeräte und Schraubenschlüssel sind nicht mehr erforderlich. Das verkürzt die Installationszeit und spart Geld. Der Fittingkörper wird aus PVDF (Polyvinylidenfluorid) hergestellt, ein sehr druck- und temperaturbeständiger Kunststoff mit hoher Flexibilität (Biegungen bis zu 10 Grad).

Trinkwasserleitung zum Schrauben

Verbund-Wasserrohr mit Messing-Fitting
DIe Einzelteilde des Schraubfittings, von links: Fitting, Stützkörper, Klemmring, Überwurfmutter, Kunststoffrohr Foto: Hersteller / Marley

Für ein sicheres Gefühl: Per Klemmringverschraubung wird der Messingfitting mit dem Rohr „verquetscht“ – nur bei festem Anziehen der Überwurfmutter kommt es zwischen Rohr und Fitting zu einer ausreichenden Klemmung und dichten Verbindung, die auch eingeputzt werden kann. DreMa (von Marley, z. B. bei Hornbach oder Bauhaus) gibt es mit Aluminium-Verbund- und mit PE-X-Kunststoffrohr; es lässt sich auch an vorhandene Kupfer- oder Eisenrohre anschließen.

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