Wasserhärte messen Was für eine Wasserhärte habe ich?

Sie haben ständig Kalkrückstände im Wasserkocher oder an der Duschwand? Dann wird es höchste Zeit, die Wasserhärte zu messen.

Teststreifen zur Messung der Wasserhärte
Foto: iStock / Javier Ruiz
Inhalt
  1. Wasserhärte messen: Teststreifen
  2. Wasserhärte messen: Titrierlösung
  3. Kann man Wasserhärte elektronisch messen?
  4. Wasserhärte zu hoch: Was nun?

Warum sollte ich meine Wasserhärte messen? Ganz einfach: Die Wasserhärte gibt Auskunft über die Konzentration von Calcium- und Magnesiumkationen in Ihrem Wasser. Eine hohe Konzentration sorgt nicht nur für unschöne Kalkablagerungen, sondern verringert auch die Lebensdauer von Haushaltsgeräten. Vermuten Sie also, dass Ihr Wasser besonders hart ist, lohnt es sich eine Wasserhärtemessung vorzunehmen. Das können Sie mit diesen Methoden auch selbst machen.

Praxistipp: Die örtlichen Wasserwerke veröffentlichen mindestens einmal im Jahr die Wasserhäre. Dabei gelten alle Werte über 14 °dH als hartes Wasser. Beim Wasserwerk erfahren Sie auch, welche anderen Mineralien in Ihrem Trinkwasser gelöst sind und in welchen Konzentrationen.

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Wasserhärte messen: Teststreifen

Aquaristen werden diese Methode, die Wasserhärte zu messen, bereits kennen. Der Teststreifen muss nur einmal kurz in ein Glas Leitungswasser gehalten werden. Innerhalb von wenigen Minuten verfärbt sich der Teststreifen und Sie können Ihre Wasserhärte ablesen. Teststreifen sind in der Apotheke oder online erhältlich.

 

Wasserhärte messen: Titrierlösung

Eine weitere Methode zur Messung der Wasserhärte ist die Bestimmung mittles einer sogenannten Titrierlösung. Die Titrierlösung gibt es fertig zu kaufen. Hierfür einfach Wasser in ein verschließbares Glas füllen. Nun geben Sie immer wieder einen Tropfen der Lösung in das Glas und schütteln es gut. Die Anzahl der Tropfen, die nötig sind, bis sich das Wasser verfärbt, gibt Auskunft über den Härtegrad des Wassers:
1 Tropfen = 1°dH (deutscher Härte)

 

Kann man Wasserhärte elektronisch messen?

Mit einem TDS-Gerät lässt sich die Wasserhärte elektronisch messen. TDS steht dabei für „total dissolved solids“. Es wird also die Menge der Salze, Mineralien und Metalle im Wasser gemessen. Das Gerät misst dabei in ppm („parts per million“). Ein Wert unter 300 ist ideal, unter 600 noch gut, ab 1000 ist der Wert kritisch. Ein gutes TDS-Messgerät kostet etwa 20 Euro. Eine Anschaffung lohnt sich daher nur, wenn Sie Ihren Wasserwert häufiger messen möchten – oder wenn Sie zum Beispiel ein Aquarium haben.

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Wasserhärte zu hoch: Was nun?

Haben Sie bei der Wasserhärtemessung festgestellt, dass Ihre Wasserhärte zu hoch ist, müssen Sie nicht unbedingt etwas unternehmen. Kalk ist nicht gesundheitsschädlich und Kalkflecken entfernen, ist mit der richtigen Methode kein Problem. Ist Ihre Wasserhärte jedoch besonders hoch, kann sich dies auf die Lebensdauer Ihrer Haushaltsgeräte auswirken. In diesem Fall lohnt es sich, über die Anschaffung einer Wasserenthärtungsanlage nachzudenken. Vor- und Nachteile einer solchen Anlage haben wir in folgendem Artikel zusammengefasst:

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