Tomaten ziehen

Tomaten selbst aussäen

Aus Sonderheft 2/2019

Leuchtend rot, gesund, lecker und vor allem leicht selbst zu kultivieren: Tomaten sind nicht umsonst eine der beliebtesten Gemüsearten. Hier erfahren Sie, wie Sie Tomaten selbst aussäen – und sogar ohne Saatgut zu kaufen anbauen können!

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Foto: sidm / TH

Tomaten ziehen

Wer Tomaten selber ziehen will, sollte stets auf eine gleichmäßige Wasserversorgung der durstigen Gemüsepflanzen achten!

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Tomaten ziehen

Die Stücke auslegen: Gut 0,5 cm dicke, überreife Tomatenscheiben (am besten von sortenreinen, selbst gezogenen Tomaten) trocknen lassen und mit Erde bedecken. Danach nur mäßig feucht halten!

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Tomaten ziehen

Nach gut drei Wochen an einem warmen Platz keimen die enthaltenen Samen und können nun vorsichtig pikiert werden.

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Tomaten ziehen

Die weitere Pflege der Tomatenpflanzen ist entscheidend für eine reiche Ernte: A Den Haupttrieb im Herbst kappen, damit die verbleibenden Früchte noch ausreifen können. B In den Blattachseln entstehende Seitentriebe regelmäßig entfernen. C Ein langer Holzstab stützt die Pflanze. Achtung, Stäbe aus dem Vorjahr reinigen! D Manchmal bleiben grüne, unbefruchtete Früchte hängen, die einfach abgezupft werden. E Bei Braunfäule mit Fungiziden (Fachhandel) spritzen. Vorbeugend die unteren Blätter entfernen. F Pflanzen nur von unten gießen und die Erde gleichmäßig feucht halten. Spritzwasser vermeiden. Rissige Früchte kommen vom raschen
Wechsel feuchter und trockener Erde oder nassen Früchten.

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Tomaten ziehen

Praxistipp: Unter einem lichtdurchlässigen Dach ist die Tomate gut vor Regen geschützt, bekommt aber weiterhin viel Licht. So ist sie gut geschützt vor Fäulnis!

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Tomaten ziehen

Wenn die Tomaten reif sind, ist es Zeit für die wohlverdiente Ernte. Zupfen Sie nur ab, was Sie am selben Tag verzehren wollen!

Wer Tomaten selbst aussäen will, muss keine Samen kaufen, es klappt auch mit in Scheiben geschnittenen, überreifen Tomaten aus der Gemüseschale. Wie Sie frische Tomaten aus Supermarkt-Tomaten ziehen, erklärt die Anleitung oben Schritt für Schritt. Aber nicht Verzagen: Oft werden im Handel "unfruchtbare" Hybridsorten angeboten. Wächst die Tomate noch zügig heran, ist der Ertrag dann oft enttäuschend.

Besser Sie ziehen die Tomaten aus geprüftem Saatgut vor. Im Aussaatkalender erfahren Sie, wann der beste Zeitpunkt ist, um Tomatensamen zum Keimen ins Frühbeet zu säen und die Keimlinge dann ins Freiland zu setzen, um die Tomaten dort groß zu ziehen!

Video: Tomaten aussäen

Aus sortenreinen Tomatensamen aus dem Handel lassen sich auch Tomaten aus Tomatenscheiben selber ziehen – bei selbst gesammelten / getrockneten Tomatensamen ist die Erfolgsquote meist geringer. Was Sie bei der Aussaat von Tomatensamen beachten müssen, zeigt das Video im Detail:

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Die Aussaat sollte immer in einem schützenden Frühbeetkasten oder einer Keimschale erfolgen. Erst später werden die Setzlinge dann in s Freiland gepflanzt. Praxistipp: Mit vorgezogenen Tomatenpflanzen aus dem Gartencenter können auch Gartenneulinge erfolgreich Tomaten selber ziehen!

Anleitung: Tomaten anpflanzen

Ab Mitte Mai geht‘s los, aber auch später gepflanzte Tomatenpflanzen versprechen noch reiche Ernte: Setzen Sie Tomatenjungpflanzen möglichst tief in die Erde, damit sich entlang des Stängels noch weitere Wurzeln bilden können. Die sind auch nötig, denn Tomaten haben ständig Hunger und brauchen viel Dünger. Geben Sie daher auch gleich eine Handvoll Tomatendünger mit ins Pflanzloch. Die Erde nicht zu feucht halten, Fäulnisgefahr!

Sobald die Tomate größer wird, binden Sie den Haupttrieb an einen langen Stab. Großfrüchtige Tomaten werden regelmäßig ausgegeizt, knipsen Sie dazu die Seitentriebe in den Blattachseln ab. Nur bei den Cocktailtomaten ist dies nicht nötig.

Praxistipp: Tomaten vor Pilzbefall schützen

Erst unscharfe, braune Blattflecken, später fast schwarze, welke Blätter: Der Erreger der Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans) ist der wohl schlimmste Feind aller Tomaten. Sie verlieren ihr Laub und gehen ein, die Früchte sind ungenießbar.

Leider reiner Mythos: Vergrabene Kupfernägel schützen Ihre Tomaten nicht vor Pilzen. Foto: sidm / TH

Warme Temperaturen und dauerfeuchtes Laub fördern den Pilz. Wichtig ist ein Dach über den Tomaten (vgl. Galerie oben) oder im Beet ein luftiger Standort, damit die Blätter rasch abtrocknen. Der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte nicht unter 50 cm liegen.

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