Thermo-Komposter

Thermo-Komposter

Binnen weniger Monate – so versprechen die Hersteller von Thermo-Kompostern – soll man mit den geschlossenen Plastik-Kisten nährstoffreiche Komposterde ernten können. Damit das auch klappt, gibt es jedoch ein paar Dinge zu beachten. Wir verraten, wie ein Thermo-Komposter funktioniert und wie er Ihnen in nur wenigen Monaten wertvollen Kompost liefert.

Thermo-Komposter kaufen:

Gartenbesitzer sparen mit einem Komposthaufen bares Geld: Zum einen fallen keine Entsorgungskosten für Gartenabfälle an, zum anderen wird kostenfrei hochwertiger Dünger und Pflanzerde gewonnen. Eigentlich ist das Kompostieren ganz umsonst: Es genügt, aus einem Drahtrest oder Restholz einen einfachen Verschlag zu bauen, der den Kompost aufnimmt. Schöner sind freilich Bausätze für offene Kompostsysteme oder geschlossene Thermo-Komposter aus wiederverwertetem Kunststoff.

 

Was ist ein Thermo-Komposter?

Thermo-Komposter sind viereckige oder runde Silos mit Deckel, die mit einer wärmedämmenden Schicht ausgekleidet sind. Diese Schicht soll die Temperatur des Komposts erhöhen und dadurch die Verrottung der Abfälle voran treiben. In offenen Kompostsystemen entsteht durch die Schichtung der Abfälle bereits eine Temperatur im Kompost, die die Rotte begünstigt, diese erhöht sich im Thermo-Komposter noch einmal um ein Vielfaches.

 
 

Wie lange braucht ein Thermo-Komposter?

Der große Vorteil eines Thermo-Komposters besteht in seiner Schnelligkeit, denn die Temperatur wird durch die Wärmedämmung zusätzlich erhöht. Dabei kommt es jedoch auch immer auf die Füllung an. Denn bei unvollständiger und inkorrekter Füllung des Kunststoffbehälters dauert die Zersetzung der Gartenabfälle in etwa so lange wie in einem offenen System – mindestens ein Jahr. Erst bei richtiger Füllung wird der Thermo-Komposter richtig ausgenutzt und der Inhalt erwärmt sich auf bis zu 70 Grad Celsius, was die Zersetzung beschleunigt.

Praxistipp: Ein Platz an der Sonne scheint aufgrund der erhöhten Temperatur zunächst logisch, doch kann der dem Kompost sogar schaden. Im Gegensatz zu offenen Komposthaufen nimmt der Thermo-Komposter nämlich weniger Feuchtigkeit durch Regen auf. Sonne trocknet ihn noch weiter aus. Wählen Sie daher einen Platz im Halbschatten und gießen Sie den Kompost regelmäßig, wenn er zu trocken wird.

 

Thermo-Komposter: Was darf rein?

Mehr als auf einem gewöhnlichen Komposthaufen müssen Sie bei einem Thermo-Komposter auf die Zusammenstellung der Füllmaterialien achten. Auch hier gilt: Laub, Reisig, Stroh und Laub sowie rohe Obst- und Gemüsereste, Eierschalen und Teebeutel eignen sich gut für einen Kompost. Fleischreste und zu grobes Schnittgut haben auf dem Kompost nichts verloren.

Gartengestaltung
 

Kompost: Was darf darauf?

Vorsicht: Nicht alle Abfälle aus dem Haushalt dürfen einfach auf den Kompost gegeben werden

Noch wichtiger als auf einem offenen Komposthaufen ist in einem Thermo-Komposter auch das richtige Mischungsverhältnis. Nutzen Sie den Komposter als besseren Mülleimer für sämtliche Abfälle, die in Garten und Küche anfallen, kann das schnell nach hinten losgehen. Sie sollten beim Befüllen immer auf eine ausgewogene Mischung zwischen trockenen und nassen Abfällen achten, ansonsten fängt der Kompost an zu faulen und zu stinken.

 

Thermo-Komposter: Vor- und Nachteile

Ob Sie sich für einen richtigen Komposthaufen oder einen Thermo-Komposter entscheiden, hängt vor allem von der Größe Ihres Garten und Ihrer Familie ab. Hier einmal die Vor- und Nachteile von Thermo-Kompostern im Überblick:

Vorteile eines Thermo-Komposters

  • Bei einer korrekten Mischung der Materialien liefert er innerhalb von zwei bis vier Monaten wertvollen Kompost.
  • Küchen- und Gartenabfälle können verborgen kompostiert werden.
  • Der Kompost ist vor Ungeziefern und Nagetieren geschützt.
  • Krankheitserreger und Unkrautsamen werden durch die hohe Temperatur effektiv abgetötet.

Nachteile eines Thermo-Komposters

  • Das Mischungsverhältnis ist wichtiger als bei einem normalen Kompost, entsprechend kann ein Thermo-Komposter schneller "kippen" und anfangen zu gären.
  • In großen Gärten fällt zu viel Schnittgut für einen Thermo-Komposter an.
  • In Zwei-Personen-Haushalten mit kleinen Gärten fällt hingegen zu wenig Kompost an, sodass die Temperatur nicht stark genug ansteigt.
 

Thermo-Komposter: Wie groß sollte er sein?

Thermo-KomposterDie Größe des gewählten Thermo-Komposters ist von der Größe Ihres Gartens abhängig und davon, wie viel Schnittgut darin anfällt sowie von der Größe Ihrer Familie. Bei kleinen Gärten und einem Zwei- bis Drei-Personen-Haushalt reichen kleine Modelle zwischen 300 und 600 Litern. Ab einem Vier-Personen-Haushalt und einem Garten von mindestens 200 Quadratmetern, lohnen sich große Thermo-Komposter zwischen 800 und 1.000 Liter. Bedenken Sie jedoch, dass nicht sämtliches Schnittgut und alle Essensreste für den Thermo-Komposter geeignet sind. Außerdem sollte der Komposter sich schnell füllen, da nur so eine ausreichend hohe Temperatur entsteht. Wählen Sie daher zu Beginn ruhig eine Nummer kleiner. Schließlich muss der Platz auch nicht für das komplette Jahr ausreichen, sondern kann nach zwei bis vier Monaten bereits wieder neu befüllt werden.

 

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