Was darf auf den Kompost?

Damit der Kompost eine hohe Düngekraft erreicht, muss man beim Kompostieren auf einiges achten. Was darf auf den Kompost, was nicht? Hier erfahren Sie, wie Sie Abfälle richtig kompostieren.

(1/5)
Kompost: Was darf darauf?
Foto: sidm / Archiv

Was darf auf den Kompost?

Damit der Kompost eine hohe Düngekraft erreicht, muss nicht nur die Mischung der Abfälle stimmen. Auch die Art der Abfälle ist wichtig.

Kompost
Foto: sidm / Archiv

Was darf auf den Kompost?

Vor der Kompostierung sollten Sie Zweige und Äste mit einem Häcksler zerkleinern.

Komposter
Foto: sidm / Archiv

Was darf auf den Kompost?

Hat der Komposter kein Bodengitter, können Sie zum Schutz vor Nagetieren einen Maschendraht unterlegen.

Abfälle
Foto: sidm / Archiv

Was darf auf den Kompost?

Hilfsmittel für eine schnelle Kompostierung: Mit dem Radivit Kompost-Beschleuniger ...

kompostieren
Foto: sidm / Archiv

Was darf auf den Kompost?

... und den Kompostwürmern (beides von Neudorff) werden organische Abfälle rasch zersetzt.

Grundsätzlich gilt: Der Komposthaufen ist keine Biotonne! Nicht alle Abfälle, die In Küche oder Garten anfallen, eignen sich dazu, auf den Kompost zu gelangen. Daher sollte man sich jedesmal, wenn man Abfälle kompostieren will, fragen: Was kommt auf den Kompost? Das Video gibt eine schnelle Einführung, was auf den Kompost darf und was nicht:

Video Platzhalter
Video: Glutamat

Das Mischungsverhältnis der einzelnen Abfälle ist wichtig, denn die Mikroorganismen brauchen zur Zersetzung des Abfalls das richtige Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis. Achten Sie daher darauf, dass Sie immer eine gewisse Balance zwischen feuchten und trockenen, groben und feinen sowie kohlenstoffreichen (Laub, Baumschnitt, Strauchschnitt) und stickstoffreichen (Bioabfälle, Grasschnitt, Kaffee- und Teereste) Materialien haben.

Kompost: Was darf rein?

Neben der richtigen Mischung ist auch wichtig, was auf den Kompost kommt. Denn nicht alle Abfälle sind gut für den Kompost. Grundsätzlich können alle organischen und verrottbaren Abfälle aus Haushalt und Garten kompostiert werden:

  • Laub
  • fauliges Obst
  • rohe Obst- und Gemüsereste
  • Rasenschnitt (leicht angetrocknet)
  • Blumen, Balkon- und Zimmerpflanzen
  • Schnitt von Bäumen, Sträuchern und Hecken – aber möglichst zerkleinert

In geringen Mengen dürfen auf den Kompost:

  • Eierschalen
  • Kaffeesatz und Teebeutel
  • Wildkräuter (ohne Samen)
  • Holzasche, Sägespäne und Sägemehl
  • Zeitungspapier und Pappe (nur unbeschichtet und nicht farbig bedruckt)

Praxistipp: Um die Rotte in Gang zu bringen, lohnt es sich nach jeder Schicht bzw. alle 10 cm ein wenig Kompostbeschleuniger auf den Kompost zu geben.

Was darf nicht auf den Komposthaufen?

Nicht empfehlenswert sind:

  • Ananasschalen
  • Bananenschalen
  • Zitrusfrüchte und deren Schalen
  • Schnittblumen aus dem Supermarkt
  • Laub von Kastanienbäumen, Buchen, Eichen, Platanen, Pappeln, Walnussbäumen und Kirschlorbeer

Völlig ungeeignet sind:

  • Asche
  • Katzenstreu
  • alle Farbdrucke
  • Lacke, Farbreste
  • Speisereste von Teigwaren
  • Glas, Metall und Kunststoffe
  • Fleisch, Fisch, Käse und Knochen
  • Pflanzen mit Virus- und Pilzerkrankungen
  • Medikamente, Chemikalien, Batterien und Altöle
  • Milch- und Saftverpackungen sowie Verbundpackstoffe
  • samentragende Unkräuter, besonders hartnäckige Wurzelunkräuter

Kompost richtig schichten

Damit die Kompostierung erfolgreich vonstatten geht, kommt es jedoch nicht nur auf den Inhalt an, sondern auch darauf wie er geschichtet wird. Bei der korrekten Schichtung gilt: Versuch macht klug! Jeder Gärtner hat hier sein eigenes Patentrezept. Wichtig sind folgende Punkte:

  • Mischen, mischen, mischen: Ob Sie alles durcheinander reinwerfen oder saubere Schichten von Laub, Grasschnitt, Bio-Abfällen und Co. bilden, ist eher unwichtig – wichtig ist hingegen, dass Sie nie zu viel von nur einem Material schichten, höher als 10 cm sollte eine Schicht nicht sein.
  • Luftig und locker: Um eine Verdichtung von feinem Material wie Grasschnitt zu verhindern, geben Sie eine gewisse Menge von groben Materialien – wie Ästen – hinzu.
  • Zerkleinern: Auch grobes Material sollte jedoch möglichst klein gehäckselt werden. 5 cm ist hier ein guter Richtwert – gröber sollte das Material nicht sein, da es sonst nur schlecht verrottet!

Fotos: Thomas Heß, Claudio Kalex, Anne-Stefanie Schade, Pavel Strnad, Hersteller

Das könnte Sie auch interessieren ...

Aus selbst 11/2010
Elektroschubkarre - Foto: iStock/ AleksandarNakic
Ohne Muskelkraft
Elektroschubkarre: Für den einfachen & schnellen Transport

Während klassische Schubkarren mit recht viel Muskelkraft geschoben werden müssen, versprechen Elektroschubkarren eine entspanntere und rückenschonende Alternative. Doch welche Elektroschubkarre ist das richtige Modell für Sie und woran ist ein gutes Produkt überhaupt zu erkennen?

Stihl - Foto: STIHL
Nachhaltiger Garten & Artenvielfalt
Kirschlorbeer ersetzen: Die besten Alternativen im Überblick

Eine Hecke im Garten schützt vor Lärm und bietet Privatsphäre. Sie kann außerdem ein wichtiger Lebensraum für Tiere sein und Insekten Nahrung liefern. Bei Heckenpflanzen wie Thuja- oder Kirschlorbeer kommt dieser Aspekt aber eher zu kurz. Doch die Biodiversität lässt sich durch zusätzliche Wildsträucher und Stauden verbessern.

Welche Erde fürs Hochbeet? - Foto: sidm / MMM
Hochbeetfüllung
Welche Erde fürs Hochbeet wählen? Tipps für die perfekte Mischung

Damit Gemüse- oder Zierpflanzen im Hochbeet gut gedeihen, kommt es auf die richtige Hochbeetfüllung an. Doch: Welche Erde eignet sich fürs Hochbeet?

Hornspäne - Foto: sidm / TH
Natürlicher Dünger für kräftige Pflanzen
Hornspäne: Wirkung, richtige Anwendung und Tipps für Ihren Garten

Ausreichend Stickstoff für ein gesundes Pflanzenwachstum und umweltfreundlich aus 100 Prozent...

Eine Hand streut Komposterde um eine kleine grüne Pflanze, die auf einem braunen, offenen Feld wächst. - Foto: iStock/Singkham
Grundlagen für fruchtbare Böden
Organischer Dünger: Wirkung, Anwendung und Tipps für gesunden Garten

Bio ist immer besser? Während das beim Düngen nicht immer der Fall ist, bietet organischer Dünger doch einige Vorteile gegenüber mineralischem NPK-Dünger. Warum Biodünger im Garten so wichtig ist und wann es doch sinnvoll sein kann, auf „künstliche“ Varianten auszuweichen, erklären wir in folgendem Artikel.

Kunstdünger - Foto: iStock / iamporpla
Mehr Ertrag und Blütenpracht im Garten
Kunstdünger: Wirkung, Anwendung und Tipps für Garten & Beete

Neben organischen Düngern gibt es auch Kunstdünger, die den Pflanzen beim Wachsen und Gedeihen helfen sollen. Doch so ganz unbedenklich sollte man Kunstdünger nicht verwenden ...