Shabby-Chic-Farbe Kreidefarbe: Vielseitig einsetzbar

Das Streichen von Wänden, Verschönern von alten Möbeln, Erneuern von ausrangierten Tontöpfen oder das Aufpeppen von abgetragenen Schmuck – für all diese Zwecke ist die vielseitige Kreidefarbe die richtige Wahl.

Frau streicht Stuhl mit blauer Kreidefarbe
Foto: iStock / Daisy-Daisy
Inhalt
  1. Was ist Kreidefarbe?
  2. Was kann man alles mit Kreidefarbe streichen?
  3. Kreidefarbe als Shabby-Chic-Farbe

Kreidefarbe klingt zunächst zu gut, um wahr zu sein: Eine Farbe, die so universell einsetzbar ist? Da muss es schließlich einen Haken geben! Was genau ist also Kreidefarbe? Was kann man alles mit Kreidefarbe streichen? Und was muss man bei der Anwendung beachten? Wir erklären die diversen Vorteile der so genannten Shabby-Chic-Farbe und wieso sie nicht nur, aber eben doch besonders gut, für den beliebten Shabby-Chic-Look geeignet ist.

 

Was ist Kreidefarbe?

Kreidefarbe ist eine Farbe auf Wasserbasis, die natürliche Pigmente und Kreide enthält. Ihre Inhaltsstoffe sind daher komplett natürlichen Ursprungs, was die Kreidefarbe besonders umweltfreundlich macht.

Anwendungsbeispiele für Kreidefarbe

Die natürlichen Pigmente sorgen zudem für eine starke Deckkraft und besonders intensive Farben. Je geringer der Kreideanteil in der Farbe, desto matter wirkt die Kreidefarbe. Eine besondere Eigenschaft der Farbe ist ihre Porosität. Diese sorgt dafür, dass sie nicht in die Poren von Holz eindringt. Die obere Schicht kann somit besonders einfach abgeschliffen werden. Ein Effekt, der vor allem beim Shabby-Chic-Stil sehr von Vorteil ist, die Kreidefarbe allerdings auch sehr empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und Abrieb macht. Die Versiegelung mit einem Lack ist daher beim Streichen von stark beanspruchten Gegenständen empfehlenswert.

 

Was kann man alles mit Kreidefarbe streichen?

Kreidefarbe ist universell einsetzbar: Wände können Sie mit ihr genauso gut streichen wie Holz, Ton, Glas oder Metall. Je nachdem, was gestrichen wird, spielt jedoch der Lackanteil der Kreidefarbe eine Rolle. Da die Farbe recht empfindlich auf Umwelteinflüsse reagiert, ist bei stärker beanspruchten Gegenständen wie Möbel oder Böden ein höherer Lackanteil in der Farbe von Vorteil. Besonders beim Streichen von Wänden sollten Sie außerdem beachten, dass Kreidefarbe sehr schnell trocknet. So verläuft die Farbe zwar nicht, Pinselstriche sind jedoch sehr deutlich sichtbar. Möchte man diesen Effekt nicht erzielen, ist man mit einer anderen Farbe gegebenenfalls besser beraten.

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Praxistipp: Kreidefarbe ist feuchtigkeitsregulierend und sorgt so für ein angenehmes Wohnklima, was sie zu einer idealen Wandfarbe macht.

 

Kreidefarbe als Shabby-Chic-Farbe

Da Kreidefarbe besonders porös ist und sich somit gut bearbeiten lässt, eignet sie sich bestens, um den Shabby-Chic-Look zu erzielen. Gehen Sie dafür wie folgt vor:

  1. Reinigen: Zunächst das Möbelstück gründlich reinigen und leicht anschleifen. Besonders stark und gründlich müssen Sie bei Kreidefarbe nicht vorgehen. Ein leichtes Anrauen der Oberfläche genügt.
  2. Anstrich 1: Die erste Kreidefarbe mit einem Pinsel oder einem Schwamm auftragen. Diese Farbe wird am Ende unter der eigentlichen Farbe hindurchschimmern.
  3. Anstrich 2: Die zweite Kreidefarbe flächendeckend auftragen.
  4. Schleifen: Das Möbelstück mit einem Schleifpapier grob anschleifen. Konzentrieren Sie sich vor allem auf die Stellen, die auch natürlicherweise abgetragen werden würden, vor allem also die Kanten.

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